Ein Manifest fürs Leben


Ein Manifest fürs Leben


Hast du jemals einen Ozean überquert —

auf einem Segelboot,

umgeben von nichts als Meer, 

kein Land in Sicht, nicht einmal die Möglichkeit, tagelang Land zu sehen?

Am Ruder des eigenen Schicksals zu stehen.

Nicht im übertragenen Sinne, sondern wirklich — die Hände rau vom Salzwasser, der Wind so laut, dass du deinen eigenen Namen nicht mehr hörst.



Das Gefühl, dass sich die Welt auf das Wesentliche reduziert hat: 

Wie man eine Liste baut, die nicht nach zwei Wochen in der Schublade liegt.

Wind, Wasser, Horizont und du. Ich will das wieder.



Ich will diese Stille spüren, die gar keine ist, sondern ein inneres Dröhnen.

Ich will noch einmal in Paris essen.


Im L’Ambroisie, an der Place des Vosges, unter den alten Arkaden, wo die Zeit selbst langsamer zu werden scheint.


Ich will diese besondere Stille erleben, die nur wirklich große Restaurants erzeugen —

keine Ruhe, sondern eine gedämpfte Ehrfurcht,

als wäre Essen ein heiliger Akt.



Ich will den ersten Löffel Bouillabaisse nehmen und kurz die Augen schließen.

Ich will Brot brechen, das noch warm ist. Ich will einen Käse essen, der so reif ist, dass er fast spricht.



Brot duftet Manifest


Und ich will, dass das Licht durch hohe Fenster fällt und alles vergoldet, und ich will an diesem Tisch sitzen, als wäre die Zeit nur für mich angehalten worden.



Ich will noch eine Flasche Wein.


Einen Barolo, so alt wie eine Entscheidung, die ich vor zwanzig Jahren getroffen habe.

Ich will ihn langsam trinken, mit jemandem, der keine Eile kennt. Ich will reden und schweigen in gleichem Maß.


Ich will das Glas gegen das Licht halten und seine Farbe betrachten —


Wein Rot Manifest



 dieses tiefe, dunkle Rubinrot, das nach Erde und Kirschen und etwas Vergangenem schmeckt.

Und dann will ich eine zweite Flasche öffnen,

 


eine andere, eine jüngere, und vergleichen,

wie die eine nach Nostalgie schmeckt und die andere nach Versprechen.



Ich will die Wärme einer Frau und ein kühles Laken. 


Eine Wärme, die nicht nur aus Leidenschaft entsteht, sondern aus tiefer Vertrautheit.


Ich will nachts aufwachen und wissen, dass jemand da ist, ohne ein Wort zu sagen.


Bett Frau


Ich will dieses leise Atmen neben mir hören und denken: ja.

Genau so. Ich will morgens langsam aufwachen, ohne Wecker, nur mit dem Licht, das durch die Vorhänge sickert, und für einen Moment so tun, als hätte der Tag noch keine Forderungen gestellt.



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Ich will noch eine Nacht Jazz im Vanguard.


Ich will noch eine Nacht Jazz im Vanguard. Im Village Vanguard, wo die Decke so niedrig ist,

dass die Musik keinen anderen Weg hat, als direkt in dich hineinzugehen

.

Ich will in der zweiten Reihe sitzen und einem Pianisten zuhören, der die Augen geschlossen hat und etwas spielt, das er noch nie gespielt hat und nie wieder spielen wird.



Klavier Manifest


Ich will diesen Moment spüren, wenn ein improvisierender Musiker etwas findet, das er selbst nicht erwartet hat —


diese winzige Zäsur, dieser halbe Sekundenbruchteil des Staunens, bevor es weitergeht.


Ich will danach in die kühle Nacht hinaustreten und diese Musik noch stundenlang in meinem Körper tragen, wie ein Echo, das sich weigert zu verschwinden.



Ich will die Sonne auf meinem Gesicht spüren


 diese direkte, ungefilterte Wärme in den Bergen, die nichts weichzeichnet und nichts zurückhält. Ich will so lange wie möglich dort oben bleiben.


Ich will den Abstieg hinauszögern, weil unten der Alltag wartet und hier oben nur der Himmel ist.


Ich will noch einmal auf einer Stadtmauer gehen.


Entlang der alten Mauern von Xi’an oder Lucca oder irgendeiner anderen Stadt, die ihre Geschichte noch trägt wie ein Gewand und nicht wie ein Museum.


Ich will die Steine unter meinen Füßen spüren, abgetreten von Jahrhunderten vor mir, und denken: Ich bin auch Teil dieser Kette. Ich war hier. Ich habe das gesehen.



Ich will den Fluss bereisen.


Den Mekong bei Sonnenuntergang, langsam, ohne Eile.


Den Amazonas, dessen Wasser schwarz ist wie Tinte und dessen Bäume so hoch sind, dass sie den Himmel stehlen.


Boot Schwimmen


Den Rhein im Herbst, wenn die Weinberge brennen.

Ich will das Wasser unter mir spüren, diese konstante, geduldige Bewegung, und denken, dass auch ich irgendwohin unterwegs bin, selbst wenn ich es nicht sehen kann.



Bahn Slam · Edition

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Die zweiunddreißig Bücher

Zweiunddreißig Schläge gegen die Stille. Wähle dein Gift.

Die Bahn als Schreibstudio Nr. 1 Die Bahn als Schreibstudio Schreiben in Bewegung Gefühle in Worte fassen Nr. 2 Gefühle in Worte fassen ohne kitschig zu werden Ich bin nicht nervös, ich bin geladen Nr. 3 Ich bin nicht nervös ich bin geladen 3 Uhr nachts Nr. 4 3 Uhr nachts Gedanken zwischen Stationen 120 Schläge Nr. 5 120 Schläge gegen die Gleichgültigkeit Niemand hält deinen Zug auf - 111 Impulse Nr. 6 Niemand hält deinen Zug auf 111 Impulse · Kein Trost Poetry Master Nr. 7 Poetry Master Stimme trifft Seele Genosse Waschbär - Bahn-Slam-Geschichten Nr. 8 Genosse Waschbär Bahn-Slam-Geschichten 147 Gründe, warum ich dich hasse Nr. 9 147 Gründe warum ich dich hasse Genosse Waschbär Band 10 – Was die Welt mir schuldet Nr. 10 Was die Welt mir schuldet Band 10 · Bahn-Slam-Geschichten Genosse Waschbär Band 11 – Der konservative Waschbär Nr. 11 Der konservative Waschbär Band 11 · Bahn-Slam-Geschichten Genosse Waschbär Band 12 – Der liberale Waschbär Nr. 12 Der liberale Waschbär Band 12 · Bahn-Slam-Geschichten Genosse Waschbär Band 13 – Der grüne Waschbär Nr. 13 Der grüne Waschbär Band 13 · Bahn-Slam-Geschichten Genosse Waschbär Band 14 – Der rechtskonservative Waschbär Nr. 14 Der rechtskonservative Waschbär Band 14 · Bahn-Slam-Geschichten Genosse Waschbär Band 15 – Der populistische Waschbär Nr. 15 Der populistische Waschbär Band 15 · Bahn-Slam-Geschichten Genosse Waschbär Band 16 – Der unpolitische Waschbär Nr. 16 Der unpolitische Waschbär Band 16 · Bahn-Slam-Geschichten Genosse Waschbär Band 17 – Der schwule Waschbär Nr. 17 Der schwule Waschbär Band 17 · Bahn-Slam-Geschichten Genosse Waschbär Band 18 – Die lesbische Waschbärin Nr. 18 Die lesbische Waschbärin Band 18 · Bahn-Slam-Geschichten Genosse Waschbär Band 19 – Der Gen-Z-Waschbär Nr. 19 Der Gen-Z-Waschbär Band 19 · Bahn-Slam-Geschichten Genosse Waschbär Band 20 – Der Ossi-Waschbär Nr. 20 Der Ossi-Waschbär Band 20 · Bahn-Slam-Geschichten Genosse Waschbär Band 21 – Der Wessi-Waschbär Nr. 21 Der Wessi-Waschbär Band 21 · Bahn-Slam-Geschichten Genosse Waschbär Band 22 – Der liberale Waschbär (Wahlprogramm) Nr. 22 Der liberale Waschbär Band 22 · Wahlprogramm Genosse Waschbär Band 23 – Der grüne Waschbär (Wahlprogramm) Nr. 23 Der grüne Waschbär Band 23 · Wahlprogramm Genosse Waschbär Band 24 – Der konservative Waschbär (Wahlprogramm) Nr. 24 Der konservative Waschbär Band 24 · Wahlprogramm Genosse Waschbär Band 25 – Der sozialdemokratische Waschbär (Wahlprogramm) Nr. 25 Der sozialdemokratische Waschbär Band 25 · Wahlprogramm Genosse Waschbär Band 26 – Der linke Waschbär (Wahlprogramm) Nr. 26 Der linke Waschbär Band 26 · Wahlprogramm Genosse Waschbär Band 27 – Der rechtspopulistische Waschbär (Wahlprogramm) Nr. 27 Der rechtspopulistische Waschbär Band 27 · Wahlprogramm Genosse Waschbär Band 28 – Der schwule Waschbär (Wahlprogramm) Nr. 28 Der schwule Waschbär Band 28 · Wahlprogramm Genosse Waschbär Band 29 – Die lesbische Waschbärin (Wahlprogramm) Nr. 29 Die lesbische Waschbärin Band 29 · Wahlprogramm Genosse Waschbär Band 30 – Der Gen-Z-Waschbär (Wahlprogramm) Nr. 30 Der Gen-Z-Waschbär Band 30 · Wahlprogramm Genosse Waschbär Band 31 – Die unpolitische Waschbärin (Wahlprogramm) Nr. 31 Die unpolitische Waschbärin Band 31 · Wahlprogramm Genosse Waschbär Band 32 – Das einzige Buch, das du über die Bahn lesen solltest Nr. 32 Alles über die Bahn Band 32 · Das einzige Buch, das du lesen solltest
— Stephan Pinkwart —


Ich will Fresken betrachten.


In der Sixtinischen Kapelle,


wenn sie für einen Moment leer ist und ich den Kopf in den Nacken legen und einfach nur schauen kann.



Fresken Manifest


In Assisi, wo der heilige Franziskus so lebendig gemalt wurde, als hätte Giotto ihn gekannt. In irgendeiner kleinen Dorfkirche in der Toskana, in die niemand kommt und in der die Farben nach fünfhundert Jahren noch leuchten.



Dein Link-Kompass
Wonach brennt’s heute?

Hier liegen 343 Beiträge über Bühne, Stimme, Texte und den ganzen schönen Wahnsinn dazwischen.

🎤Bühne & Performance37

Präsenz, Körper, Ausstrahlung – alles, was passiert, sobald du oben stehst.

Achtung: Gift für deinen Auftritt!Bewegung auf der Bühne: Stehen, gehen oder erstarren?Bühnenpräsenz Übungen: Dein Weg zur unwiderstehlichen Ausstrahlung
Charisma ist keine Gabe. Es ist Kontrolle über deine Wirkung.Dein erster Slam: Die 8 Dinge, die NIEMAND dir sagtDein Flow beim Poetry Slam- So kannst unendlich sprechenEine felsenfeste Präsenz während deines Poetry-SlamsHände hoch – und keiner hört zu: Die Gestik-Falle auf der BühneImprovisieren, wenn’s schiefgeht: Souverän aus dem ChaosJim Carrey und die Sprache der Gesichter – ein Slam ohne WorteKörperspannung: Der unsichtbare Muskel, der deinen Poetry Slam rettetMimik einsetzen: Dein Gesicht erzählt mitOlaf Schubert ist eine Kunstfigur & warum du auch einen Olaf Schubert brauchstOnline-Slams: Poetry Slam im PixelkäfigPerformance Poetry – Hör mit dem Herz, nicht mit den AugenPoetry Slam für Anfänger: Der Moment, in dem dich die Bühne verschlingtPoetry Slam in Zeitlupe – Wie Gelassenheit deine Bühne rettetPoetry Slam Persona entwickeln: Warum du nicht länger warten darfst, bis weißer Rauch steigt – erschaffe deine Bühnenfigur, die stärker ist als deine Zweifel.Publikum aktivieren, ohne Fremdscham auszulösenPublikumsansprache im Poetry Slam: Der Moment, in dem dein Text plötzlich lebtRequisiten im Slam: Erlaubt, verboten, überflüssig?Selbstsicher auftreten: Wie du die Bühne betrittst und der Raum dir gehörtSlam Poetry lernen: Von der stillen Maus zum Bühnen-MonsterVom Gedanken zur Bühne: Meisterhafter Fokus beim Poetry SlamWie du stehst, bevor du sprichst: Haltung als erste Botschaft20 Fallen, die dir dein Bühnen-Genick brechen11 Bewegungen, die dich nervös aussehen lassen13 Dinge, die Profis auf der Bühne anders machen12 Sätze, die du auf der Bühne nie sagen solltest15 Gründe, warum dein Publikum nichts für dich tut30 Fehler, die dich auf der Bühne als Anfänger entlarven17 Wege, ein langweiliger Slammer zu sein, den keiner bucht5 Minuten Text, 50 Entscheidungen: Ein Auftritt in Zeitlupe21 kleine Gesten, die dein Publikum sofort auf deine Seite ziehenDie 27 Gesetze der BühnenwirkungDie 10 Gebote für Slam-Anfänger, die keiner aufschreibtDie einzige Strategie, die auf der Bühne immer funktioniert
✍️Schreiben & Textaufbau48

Vom ersten Satz bis zur letzten Zeile: Handwerk, das trägt.

Alte Texte retten: Von der Schublade zurück auf die BühneAuthentisch schreiben – So wirst du zum Poetry SlamerDas Gepäck, das du nicht brauchst: 7 Sorten Ballast, die jeder Text mitschleppt
Dein Repertoire: Welche Texte du immer dabeihaben solltestDein Text ist zu klug – und genau deshalb langweiligDer Perspektivtext: Schreib aus der Sicht von jemand anderemDer rote Faden mit Twist: Wenn dein Ende alles umdrehtDialog im Slam-Text: Zwei Stimmen, ein AuftrittDie 7 Todsünden des Slam-TextsDie ersten 10 Sekunden: Pack sie, bevor sie blinzelnDie geilste Struktur im Poetry Slam, die jeden Zuschauer weiche Knie machen wird.Die Koala-Methode: Warum dein Poetry Slam authentisch stinken mussDie letzte Zeile: Der Satz, der über alles entscheidetDu vs. Ich: Welche Perspektive trifft härter? – Die Macht der Erzählstimme im Poetry SlamEin Bahnsteig, drei Texte [wie ein Stoff drei Formate trägt]Freestyle Poesie: Techniken und Bühnentipps 2025Freestyle Poetry Slam: Wenn dein Kopf schneller brennt als dein Blatt PapierGeschichten schreiben: Wie du aus einem Gedanken einen Text machst, der niemanden kaltlässtHandschrift oder Laptop: Womit du wirklich besser schreibstKill your Darlings: Streich dich zum KillertextLaut lesen: Der einzige Test, der die Wahrheit sagtLyrik schreiben ist kein Gefühl. Es ist ein Schlag ins Gesicht.Poetry Slam Texte Beispiele: 7 Bühnenstücke, die dein Publikum sofort packenRecherche für Slam-Texte: Wenn Fakten deine Zeilen schärfenRoter Faden oder Chaos? Warum dein bester Poetry Slam beides brauchtSchreiben lernen mit Poetry SlamSchreibretreat: Ein Wochenende nur du und der TextSchreibroutinen: Disziplin schlägt Inspiration – auch auf der BühneStrophenaufbau im Poetry Slam: So bekommt dein Text Rhythmus statt ChaosTestpublikum: Wem du deinen Text zuerst vorlesen solltestTextarchiv anlegen: Ordnung im kreativen ChaosTitel finden, die neugierig machen statt zu erklärenÜberarbeiten: Warum die zweite Fassung über alles entscheidetWarum dein Text nicht zündet – und keiner es dir sagtWie aus einer Verspätung mein bester Text wurde [Werkstattbericht in 4 Fassungen]Wie du wunderschöne Poetry Texte schreibst, um andere zu begeistern43 Schreibtricks für Slam-Texte – ernsthaft18 Übergänge, die deinen Text zusammenhalten10 Gebote für erste Sätze, die keiner überhört7 Textformate, die auf jeder Bühne funktionieren12 Wege, einen Text in 20 Minuten fertig zu kriegen11 Hacks von Helmut Schmidt zum Stehgreif Poetry Meister60 Wörter, die deinen Slam-Text vergiften – mit Gegengift14 Fragen, die deinen Text besser machen als jedes Feedback111 Zeilenanfänge für Tage, an denen dir nichts einfällt [+ Vorlage]Die 15 Gebote des Erzählens auf der BühneDie einzigen 5 Regeln, die ein Slam-Text wirklich brauchtDie 1435 Millimeter: Die Spurweite, auf der jeder gute Text fährt
🧠Mindset & mentale Stärke40

Der Kopf entscheidet, bevor das Mikro angeht.

Alleine denken lernen – oder du denkst gar nichtComeback: Zurück auf die Bühne nach langer PauseDas ist es, was ich will.
Dein inneres Publikum: Die Stimme im Kopf, die dich klein machtDer Tag danach: Warum das Hoch nach dem Auftritt so tief fälltDie magische Kraft des mentalen Trainings im Poetry Slam!Ein Manifest fürs LebenEs ist alles in dir – Warum du aufhören musst zu suchenFehler machen ist Pflicht – warum dein Poetry Slam sonst nur ein Staubkorn bleibtGeduld mit dir selbst: Warum dein zehnter Text besser istKomfortzone verlassen – Warum dein Poetry Slam erst brennt, wenn du dich verbrennstKommentare, Kritik und Hate: Was du liest und was nichtLeben genießen? Dann schreib, als gäb’s kein PublikumMeine 5 dümmsten Slam-FehlerMut statt Talent: Warum sich trauen mehr zählt als BegabungNach der Bühne bist du du: Rollen ablegen statt verschmelzenPause vom Slam: Wenn du eine Weile nicht mehr willstPerfektionismus loslassen: Gut genug schlägt nie fertigPersönlichkeitsentwicklung auf 180Resilienz trainieren: Werde unkaputtbarSchlechte Wertung einstecken: 4,5 sind kein Urteil über dichSelbstbewusstsein für Mutige: Dieser Beitrag ist nichts für WeicheierSelbstbild zerlegt: Wie du auf der Slam-Bühne endlich echt wirstSelbstwert im Poetry Slam: Warum deine Haltung lauter ist als jeder ApplausSelbstzweifel? Das ist kein Hindernis – das ist der Rohstoff deines Texts.Späteinsteiger: Mit vierzig zum ersten Mal ans MikroUmgang mit Applaus-Sucht: Wenn Bestätigung zur Droge wirdVergangenheit loslassen – dein Poetry Slam verdient GegenwartVergleich mit anderen Slammern: Das schnellste GiftVerletzlichkeit zeigen: Warum echte Schwäche deine Stärke istWarum die meisten Slammer nie über den dritten Platz hinauskommenWarum ich mich als Poetry Slamer nicht schämeWarum Poetry Slam dein bequemes Leben sprengt – und genau das brauchstWarum Poetry Slam deine Persönlichkeit zerstörtWas du von „Man lernt nie aus“ lernen kannst fürs Poetry SlamZiele setzen fürs Slam-Jahr: Zwölf Monate, ein PlanDas Gesetz der 100 AuftritteDie 3 Phasen vom Zittern zur SouveränitätDas Manifest des BühnenmenschenBist du bereit, den Preis zu zahlen? Ein Text für Bühnenträumer
🏆Wettbewerb, Regeln & Szene33

Anmeldung, Zeitlimit, Jury, Finalrunde – wie der Laden läuft.

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Die größten Veranstaltungsorte in Deutschland, Schweiz und Österreich fürs Poetry Slam.Die Slam-Szene hat ein Problem – und alle schauen wegEinen eigenen Slam veranstalten: Von der Idee zur ersten AusgabeFeedback geben, ohne zu verletzen: Der gute Umgang untereinanderGruppendynamik beim Poetry Slam: Warum die Bühne nie nur dir gehörtHör auf, Slam-Workshops zu buchen [5 Gründe]Kooperationen: Duo, Kollektiv oder Solo?Lesebühne statt Slam: Ohne Wettbewerb auf die BühneMeet5 Erfahrungen: ehrlicher Test, Kosten & TippsMeet5 erklärt: So findest du deine Slam-Crew für Bühne, Texte und unvergessene AbendeNeid in der Szene: Der Blick auf die Bühne der anderenOffene Liste Poetry Slam: So kommst du ohne Kontakte auf die BühneOpen Mic: Der Einstieg, bei dem dich niemand bewertetPoetry Slam Anmeldung 2025 – Dein Start auf die Bühne ohne UmwegePoetry-Slam-Moderator sein heißt führen, nicht labernSchreibgruppe gründen: Zusammen ist der Text besserScience Slam: Wissen mit PointeSlam-Formate erklärt: Von Team-Slam bis Dead-or-AliveSpoken Word vs. Poetry Slam: Wo verläuft die Grenze?Straßenpoesie: Wenn deine Bühne einfach der Gehweg istU20-Slam: Sehr jung, sehr laut, sehr gutWarum du ohne Netzwerk auf der Bühne und im Leben verlierst.Was du auf die zweite Bühne mitnimmstWie eine Slam-Jury tickt: Die Punkte hinter den PunktenWie funktioniert ein Poetry Slam Wettbewerb?Zukunft im Poetry Slam: Sieben Entwicklungen, die unsere Texte härter treffen1 oder 8? Wie deine Auftrittsreihenfolge zählt9 Dinge, die Slammer 2027 nicht mehr machen sollten6 Minuten, kein Wort zu viel: Dein Text gegen die Uhr7 Arten von Slammern – welcher bist du?
🚀Sichtbarkeit, Business & Karriere26

Aus Auftritten wird ein Name. Und irgendwann ein Einkommen.

Auf Tour gehen: Wie du über deine Stadt hinauswächstDein Text ist tot – bis Social Media ihn wiederbelebt.Deine Bühnen-Community: Wie du dein Publikum treu machst

Nichts dabei? Dann schreib den Text, der hier fehlt.


Ich will vor Kunst stehen, die größer ist als ich, und das zulassen.


Ich will im Garten sitzen,

wenn der Morgen noch kühl ist und das Licht noch weich.

Ich will eine Tasse Kaffee mit beiden Händen halten und ein gutes Buch aufschlagen und darin verschwinden.

Sitzen mit Buch


Ich will stundenlang lesen, so wie früher als Kind — ohne Schuldgefühl, ohne den Gedanken, eigentlich etwas anderes tun zu müssen.

Ich will ein Buch beenden und noch ein paar Minuten sitzen bleiben, bevor ich es schließe, weil ich die letzte Seite noch nicht loslassen will.





Ich will auf einem Markt in Marrakesch


stehen und die Hälfte der Gewürze nicht kennen —

und sie trotzdem kaufen. Ich will im Frühling in Japan sein, wenn Kirschblüten wie rosa Schnee fallen und alle Menschen nach oben schauen.


Gewürze Manifest



Ich will in Island um Mitternacht unter dem Himmel stehen, wenn die Nordlichter tanzen, und keinen Gedanken haben außer: Das ist echt. Das ist wirklich echt.

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Ich will meinen Kindern etwas beibringen

das sie sonst nirgendwo lernen.


Keine Fakten.


Keine Vokabeln.


Sondern Staunen.



Staunen Kinder


Ich will mit ihnen irgendwo sitzen, das groß genug ist, und sehen, wie ihre Augen weit werden, und denken: Das habe ich ihnen gegeben. Das bleibt.



Ich will tanzen,

obwohl ich es nicht kann.


In irgendeiner Bar in Buenos Aires, spät in der Nacht, wenn der Tango ernst wird und alle um mich herum besser sind als ich und es mir egal ist.

Ich will ein Essen kochen, das so gut ist,


dass jemand am Tisch sitzt und sagt:


Das war das Beste, was ich je gegessen habe.


Ich will die Zutaten selbst gekauft haben, früh am Morgen auf einem Markt, wenn die Verkäufer noch müde sind und das Gemüse noch nach Erde riecht.



Markt Manifest


Ich will Freunden zuhören, die wirklich etwas zu sagen haben.

Kein Smalltalk.


Keine Termine. Sondern diese langen, langsamen Gespräche, die erst nach Mitternacht beginnen, wenn alle müde genug sind, um ehrlich zu sein.



Vor allem will ich schlafen.


Ich will schlafen, wie ich als Junge geschlafen habe —


ohne Gewicht, ohne Agenda, ohne dieses leise Summen unerledigter Dinge.


Ich will einschlafen, bevor mein Kopf das Kissen berührt, 


und aufwachen und für einen Moment nicht wissen, wo ich bin, und dann langsam verstehen: Ich bin hier. Ich bin noch hier.

Gib mir das. Nur noch ein einziges Mal.


Und wenn all das hinter mir liegt —

wenn ich gesegelt habe und gegessen und getrunken und gestanden und geschaut und geliebt und geschlafen —


dann werde ich wissen, dass ich gelebt habe. Nicht überlebt. Gelebt.

Und genau deshalb werde ich nicht zulassen, dass irgendeine Angst, irgendein Zweifel oder irgendein Idiot auf dieser Welt das Beste aus mir herausholt.


Geschweige denn das Letzte.




Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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