Inspiration oder Plagiat: Wann du zu nah dran bist

Inspiration oder Plagiat: Wann du zu nah dran bist

Inspiration oder Plagiat: Wann du zu nah dran bist

Jeder Text trägt Spuren von dem, was du vorher gehört hast.

Das ist keine Schwäche, sondern die Funktionsweise von Sprache. Wer noch nie einen Slam-Text gehört hat, schreibt keinen.

Die Frage ist nicht, ob Spuren drin sind. Die Frage ist, wie tief.

Und die unangenehme Antwort lautet: Das merkst du selbst am schlechtesten.

Zwischen Einfluss und Klau liegt eine dünne Linie. Sie verläuft nicht dort, wo dein Gewissen sie vermutet.
SPUR 01Häufigster Fallunbewusst
SPUR 02Was geschützt istdie Form, nicht die Idee
SPUR 03Was am ehesten auffälltdie Struktur
SPUR 04Bester SchutzAbstand halten beim Schreiben
SPUR 05Richtige Reaktionsofort und ohne Ausrede

Fangen wir mit der beruhigenden Nachricht an.

Ideen sind nämlich nicht geschützt, und das ist gut so.

Du darfst über eine Trennung im Supermarkt schreiben, auch wenn das jemand anders vor dir getan hat.

Geschützt ist nicht das Was, sondern das Wie: die konkrete Ausformung, die Reihenfolge, die Bilder, die Sätze.

Das Thema gehört niemandem. Der Weg, den jemand durch dieses Thema gebaut hat, schon.

Deshalb geht es hier nicht um die Frage, ob du Einflüsse haben darfst.

Es geht darum, ab wann daraus etwas anderes wird.

Plagiat vermeiden heißt Abstand halten: zwei fast deckungsgleiche leere Blätter
Zwei Blätter, leicht versetzt. Ab wann ist das kein Zufall mehr?

Was in diesem Beitrag steht

Wie du ein Plagiat vermeiden kannst, ohne dich von allen Einflüssen abzuschneiden.

Also fünf Stufen der Nähe zum Original, an denen du erkennst, wo du stehst.

Dazu kommen zwei Untersuchungen: eine darüber, wie oft Menschen unbewusst abschreiben, und eine darüber, warum Vertrautes sich wie eine gute eigene Idee anfühlt.

Außerdem ein Spurenblatt für den Text, an dem du gerade sitzt.

Und ein Abschnitt darüber, was zu tun ist, wenn es passiert ist.

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SPUR 06

Was tatsächlich geschützt ist

Vorab und deutlich
Ich bin kein Anwalt, und das hier ist keine Rechtsberatung.

Es gibt außerdem zwei verschiedene Fragen, die oft vermischt werden: ob etwas rechtlich zulässig ist und ob es in der Szene in Ordnung ist. Beides fällt nicht zusammen.

Vieles, was rechtlich unproblematisch ist, kostet dich trotzdem deinen Ruf. Und umgekehrt gibt es Fälle, in denen alle nicken und trotzdem eine Abmahnung kommt.

Beim Plagiat vermeiden zählt die Ausformung, nicht die Idee

Zunächst: Eine Idee allein ist nicht geschützt.

Das gilt beim Plagiat vermeiden als Erstes zu verstehen.

Also weder ein Thema noch eine Grundkonstellation noch ein Gedanke.

Geschützt ist die konkrete Gestaltung, in der jemand das umgesetzt hat.

Und dazu gehören auch Dinge, die nicht wörtlich sind: der Aufbau, die Reihenfolge der Wendungen, ein besonders eigenwilliges Bild.

Warum die Struktur so heikel ist

Die meisten glauben, sie wären auf der sicheren Seite, solange kein Satz wörtlich übereinstimmt.

Genau daran scheitert das Plagiat vermeiden am häufigsten.

Genau das stimmt allerdings nicht.

Denn was ein Publikum als Kopie erkennt, ist fast nie ein einzelner Satz.

Es ist der Bauplan: die Art, wie ein Text aufmacht, wo er kippt und womit er endet.

Was viele annehmen
Nur wörtliches zählt.
Ein anderes Thema reicht.
Eigene Wörter genügen.
Zufall kann man beweisen.
Niemand merkt es.
Was tatsächlich zählt
Die Ausformung insgesamt.
Der Bauplan bleibt erkennbar.
Struktur schlägt Wortwahl.
Zufall ist kaum zu belegen.
Die Szene ist klein.

Die vierte Zeile ist die unangenehmste.

Denn du kannst nicht beweisen, dass du einen Text nicht kanntest.

Und wenn er auf einem Kanal mit hunderttausend Aufrufen liegt, glaubt es dir auch niemand.

Das ist ungerecht und praktisch trotzdem die Lage.

Was ist an einem Text geschützt?
Auflösung
Die Ausformung. Und dazu gehört der Bauplan, den die meisten für frei halten — warum du ihn übernimmst, ohne es zu merken, steht in Spur 15.
Zwischen Einfluss und Klau liegt eine dünne Linie. Und sie ist von innen fast unsichtbar.
CLIP 1Zehn berühmte Plagiatsfälle aus der Musik
Wo hört Ähnlichkeit auf und wo fängt die Kopie an? In der Musik ist diese Frage besser dokumentiert als bei Texten.
SPUR 09

Der Griff: schreib nicht direkt nach dem Hören

Jetzt der Teil, für den du hergekommen bist.

Es gibt einen Handgriff, der die meisten Fälle von vornherein verhindert.

Der Griff
Schreib nicht am selben Abend, an dem dich etwas begeistert hat — und schon gar nicht mit dem fremden Text daneben.

Warte zwei Wochen. Was dann noch übrig ist, ist der Einfluss. Was du sofort mitnimmst, ist meistens die Form.

Denn frisch Gehörtes liegt so bereit im Kopf, dass es sich beim Schreiben von selbst anbietet. Und genau dann hältst du es für deine eigene Idee.

Das war es.

Also zwei Wochen Abstand.

Wer direkt nach einem starken Auftritt schreibt, schreibt selten seinen eigenen Text.
Vor dem Plagiat vermeiden steht das Zuhören: der Waschbär im Publikum
Der Abend, an dem dich etwas umhaut, ist der schlechteste zum Schreiben.

Warum Warten beim Plagiat vermeiden so gut wirkt

Zunächst, weil das Wörtliche als Erstes verblasst.

Außerdem, weil du nach zwei Wochen nicht mehr weißt, welche Formulierung genau du so gut fandest, und deshalb eine eigene suchen musst.

Ferner, weil sich in der Zwischenzeit andere Einflüsse dazwischenschieben, und Mischung ist der beste Schutz überhaupt.

Und schließlich, weil das, was nach zwei Wochen noch da ist, tatsächlich dich betrifft und nicht nur den Abend.

Was du in diesen zwei Wochen stattdessen machst

Schreib zunächst auf, was dich beeindruckt hat, aber als Beschreibung und nicht als Zitat.

Also: Der Text hatte einen Bruch in der Mitte, nach dem alles kippte.

Und nicht: die Zeile mit dem Fenster.

Denn eine Beschreibung ist eine Erkenntnis über Handwerk.

Ein notiertes Zitat ist ein Bauteil, das du irgendwann verbaust.

SPUR 01Deine zwei Wochen
Notier, was dich zuletzt beeindruckt hat — als Beschreibung des Handwerks, nicht als Zitat.
Warum nur ein Griff und nicht zwölf
Weil das Problem nicht bei der Überarbeitung entsteht, sondern in der ersten halben Stunde.

Was du in dieser halben Stunde aufschreibst, verteidigst du danach gegen jede Kritik, weil es sich wie deine Idee anfühlt.

Der einzige wirksame Eingriff liegt also vor dem Schreiben und nicht danach.
SPUR 12

Fünf Stufen der Nähe

Jetzt wird es konkret.

Nämlich fünf Stufen, von völlig unbedenklich bis eindeutig.

Bei jeder steht ein Beispiel, ein Urteil und die Begründung.

S1
Dasselbe Thema
ZUM BEISPIEL
Jemand schreibt über den Tod des Großvaters, und du schreibst auch über den Tod deines Großvaters.
URTEILVöllig frei.
Themen gehören niemandem, und die großen sind ohnehin endlich. Wer bei Themen von Klau spricht, hat das Prinzip nicht verstanden.
S2
Dasselbe Verfahren
ZUM BEISPIEL
Jemand baut einen Text als Aufzählung, die sich am Ende umdreht. Du baust auch einen Text als Aufzählung, die sich umdreht.
URTEILFrei, aber schau genau hin.
Verfahren sind Handwerk und gehören allen. Heikel wird es erst, wenn das Verfahren so eigenwillig ist, dass es mit einer Person verbunden wird. Dann hörst du es beim Vortragen selbst.
S3
Derselbe Bauplan
ZUM BEISPIEL
Gleicher Einstieg, gleiche Wendung an derselben Stelle, gleicher Kippmoment, gleicher Schluss. Nur andere Wörter.
URTEILHier wird es eng.
Das ist die Stufe, auf der die meisten unbewusst landen. Kein Satz stimmt überein, und das Publikum erkennt es trotzdem sofort. Was hier hilft, steht im Spurenblatt in Spur 23.
Plagiat vermeiden durch Mischen: verschiedene Teile zu etwas Neuem verbaut
Aus drei Vorbildern wird etwas Eigenes. Aus einem wird eine Kopie.

Die zwei Stufen, bei denen es kritisch wird

S4
Dasselbe Bild
ZUM BEISPIEL
Eine ungewöhnliche Metapher, die nur einmal vorkommt und die du gehört und behalten hast.
URTEILNicht ohne Nennung.
Ein gewöhnlicher Vergleich gehört allen. Ein eigenwilliges Bild gehört dem, der es gebaut hat. Wenn du es unbedingt willst, sag den Namen dazu. Das kostet zwei Sekunden und klärt alles.
S5
Dieselben Zeilen
ZUM BEISPIEL
Ganze Formulierungen, wörtlich oder minimal verändert.
URTEILPlagiat, auch wenn es dir nicht bewusst war.
Unbewusstheit ist eine Erklärung und keine Entlastung. Warum das so häufig passiert, steht in Spur 15, und was dann zu tun ist, in Spur 27.
Die dritte Stufe ist die gefährliche. Nicht weil sie am schlimmsten wäre, sondern weil man sie nicht bemerkt.
SPUR 02Deine Stufe
Ordne deinen Text ein. Und sei dabei strenger, als dir angenehm ist.
SPUR 15

Wie oft Menschen unbewusst abschreiben

Es gibt einen Fachbegriff für das, was den meisten passiert.

Er heißt Kryptomnesie und bezeichnet ein Erinnern, das sich wie ein Einfall anfühlt.

Alan Brown und Dana Murphy haben ihn 1989 im Journal of Experimental Psychology erstmals im Labor untersucht.

Wie der Versuch zum unbewussten Abschreiben ablief

Zunächst saßen jeweils vier Personen zusammen und nannten abwechselnd Beispiele aus Kategorien, etwa Kleidungsstücke oder Musikinstrumente.

Dabei galt die klare Anweisung, nichts zu wiederholen, was jemand anderes schon gesagt hatte.

Danach sollte jede Person aufschreiben, welche Wörter sie selbst genannt hatte.

Und anschließend vier neue finden, die noch niemand genannt hatte.

Was die Wahrnehmungsversuche ergaben

Was der Kryptomnesie-Versuch ergab

Beim Erinnern der eigenen Wörter schrieben fünfundsiebzig Prozent mindestens ein fremdes Wort auf.

Beim Finden neuer Wörter waren es siebzig Prozent.

Fast alle übernommenen Wörter stammten von anderen und nicht von einem selbst.

Und je komplizierter der Ablauf war, desto häufiger passierte es.

Bei schriftlichen Aufgaben häufiger als bei mündlichen.

Drei von vier Menschen schreiben ab, obwohl man ihnen ausdrücklich gesagt hat, sie sollen es nicht.
nach Brown und Murphy 1989
Plagiat vermeiden heißt vergleichen: der Waschbär prüft nachts zwei Seiten
Der Moment, in dem man merkt, dass die Idee nicht von einem selbst war.

Was das für deine Texte bedeutet

Zunächst: Wenn dir das passiert, bist du nicht unehrlich, sondern normal.

Deshalb hilft beim Plagiat vermeiden auch kein besseres Gewissen.

Denn die Quelle einer Erinnerung wird schlechter gespeichert als die Erinnerung selbst.

Außerdem erklärt es, warum gerade Vielhörer betroffen sind.

Wer zweihundert Slam-Texte im Kopf hat, hat zweihundert Bauteile, deren Herkunft verblasst ist.

Und schließlich folgt daraus der Griff aus Spur 09: Abstand hilft, weil frisch Gehörtes am leichtesten verfügbar ist.

Der ehrliche Haken, und er ist deutlich

Es ging um einzelne Wörter aus Kategorien und nicht um Texte.

Ein übernommenes Wort wie Jacke ist etwas anderes als ein übernommener Bauplan.

Außerdem war es eine künstliche Laboraufgabe mit einer Regel, die es beim Schreiben so nicht gibt.

Ferner hängen die Zahlen stark vom Verfahren ab.

Eine spätere Untersuchung mit einer anderen Aufgabe fand deutlich höhere Werte, was zeigt, dass die Prozentangaben nicht absolut zu nehmen sind.

Und schließlich zeigt der Befund eine Quellenverwechslung und nicht, dass Menschen absichtlich abschreiben.

SPUR 19

Warum Vertrautes sich wie eine gute Idee anfühlt

Es gibt einen zweiten Mechanismus, und der ist womöglich der wichtigere.

Er erklärt nicht, warum du etwas übernimmst, sondern warum es sich dabei so gut anfühlt.

Rolf Reber, Piotr Winkielman und Norbert Schwarz haben ihn 1998 in Psychological Science gezeigt.

Wie die Versuche abliefen

In drei Durchgängen wurde geprüft, was passiert, wenn etwas leichter wahrzunehmen ist.

Im ersten kam vor einem Bild kurz eine passende oder eine unpassende Vorlage.

Im zweiten wurde der Kontrast verändert.

Im dritten die Dauer, für die das Bild zu sehen war.

Gefragt wurde jedes Mal, wie schön oder wie hässlich das Bild sei.

Es ging also nicht um Wiedererkennen, sondern nur um die Leichtigkeit der Wahrnehmung.

Was dabei herauskam

Zunächst wurden Bilder mit passender Vorlage als schöner beurteilt.

Bilder mit stärkerem Kontrast ebenfalls, und zusätzlich als weniger hässlich.

Und Bilder, die länger zu sehen waren, wurden mehr gemocht.

In allen drei Fällen führte die Leichtigkeit der Verarbeitung zu einem besseren Urteil.

Und die Beteiligten schrieben dieses Gefühl dem Bild zu und nicht der Leichtigkeit.

Was du schon kennst, verarbeitest du leichter. Und Leichtigkeit fühlt sich an wie Qualität.
Plagiat vermeiden durch Kombination statt Übernahme
Was sich beim Schreiben mühelos anfühlt, kommt oft von woanders.

Was das fürs Plagiat vermeiden bedeutet

Zunächst der unangenehme Teil: Ein übernommener Bauplan fühlt sich beim Schreiben besonders gut an.

Und zwar besser als jede eigene Lösung, die du dir mühsam erarbeitest.

Denn er ist eingespielt, er greift, und du merkst nicht, dass genau diese Mühelosigkeit von jemand anderem stammt.

Außerdem erklärt es, warum du eigene, ungewohnte Lösungen erst mal schwächer findest.

Sie sind mühsamer und deshalb fühlen sie sich schlechter an.

Und schließlich ergibt sich daraus ein brauchbarer Verdachtsmoment: Wenn ein Textteil verdächtig leicht von der Hand geht, lohnt sich ein zweiter Blick.

Was du fühlstWas womöglich stimmtWas du machst
Das sitzt sofort.Du kennst es von woanders.Herkunft prüfen.
Meine eigene Lösung ist zäh.Sie ist nur ungewohnt.Nicht vorschnell verwerfen.
Das ist genau der richtige Aufbau.Es ist ein vertrauter Aufbau.Eine Alternative bauen.
Das Bild ist perfekt.Es ist ein gehörtes Bild.Ein zweites suchen.
Der Text schreibt sich selbst.Er ist womöglich schon geschrieben.Zwei Tage liegen lassen.

Die letzte Zeile klingt hart und ist praktisch der nützlichste Satz in diesem Beitrag.

Denn Texte, die sich von selbst schreiben, sind selten die eigenen.

Und wenn doch, schaden ihnen zwei Tage Liegenlassen auch nicht.

Der ehrliche Haken, und er ist erheblich

Zunächst ging es um einfache Strichzeichnungen und um Millisekunden.

Das ist weit weg von einem Text, an dem du drei Wochen sitzt.

Außerdem ging es um die Leichtigkeit des Sehens und nicht um die Leichtigkeit des Schreibens.

Spätere Arbeiten unterscheiden beides ausdrücklich, und das ist hier durchaus relevant.

Und schließlich ist der Sprung von Bildbeurteilung zu Textentstehung meiner.

Er liegt nahe, belegt ist er damit nicht.

CLIP 2Geklaute Songs, die bekannter wurden als das Original
Fälle, in denen die Kopie das Original überholt hat. Ein guter Test für das eigene Bauchgefühl.
SPUR 23

Wie du deinen Text prüfst

Nämlich sechs Prüfungen, die zusammen zwanzig Minuten dauern.

Sie fangen beim Offensichtlichen an und werden dann unangenehmer.

Spurenblatt · sechs Prüfungen
Prüfung 1
Der Bauplan
Schreib deinen Text als fünf Stichpunkte auf. Kommt dir diese Abfolge bekannt vor? Dann weißt du schon, woher.
Prüfung 2
Die Mühelosigkeit
Welche Stelle ging verdächtig leicht? Nach Spur 19 ist genau das der Verdachtsmoment.
Prüfung 3
Die Bilder
Jede Metapher einzeln prüfen: Habe ich die gebaut oder habe ich die gehört? Bei Unsicherheit raus.
Prüfung 4
Die Suche
Die auffälligste Formulierung in eine Suchmaschine. Dauert dreißig Sekunden und klärt die Stufe fünf.
Prüfung 5
Die fremde Meinung
Jemandem aus der Szene vorlesen und fragen, ob es ihn an etwas erinnert. Das ist die wirksamste Prüfung.
Prüfung 6
Die Mischung
Wenn dich ein einziger Text stark beeinflusst hat: Such zwei weitere Vorbilder und misch. Aus drei Quellen wird etwas Eigenes, aus einer wird eine Kopie.
Ergänzt wird das Ganze durch eine Regel, die nichts kostet: Bei Unsicherheit lieber ein Bild streichen als eines behalten.

Warum die fünfte Prüfung die wichtigste ist

Weil du dein eigenes Gedächtnis nicht durchsuchen kannst.

Nach Spur 15 ist genau das ja das Problem: Die Quelle ist weg, die Form ist da.

Jemand anders hat andere Texte im Kopf und erkennt sofort, was dir entgangen ist.

Und diese zwei Minuten sind erheblich angenehmer als eine Nachricht nach dem Auftritt.

SPUR 03Deine Prüfung
Geh die sechs durch und notier, wo du hängenbleibst.
Dein Link-Kompass

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Schreiben & Textaufbau
31 Beiträge

Vom ersten Satz bis zur letzten Zeile: Handwerk, das trägt.

Nichts dabei? Dann schreib den Text, der dir hier fehlt. Das ist der Punkt.

SPUR 27

Was zu tun ist, wenn es passiert ist

Irgendwann merkst du es selbst, oder jemand sagt es dir.

Beides passiert häufiger, als man beim Plagiat vermeiden hofft.

Was dann folgt, entscheidet mehr über deinen Ruf als der Vorfall selbst.

Die ersten vierundzwanzig Stunden nach dem Vorwurf

Zunächst: nicht sofort antworten, wenn dich jemand darauf anspricht.

Außerdem den fremden Text tatsächlich lesen, nebeneinander mit deinem.

Nicht aus der Erinnerung urteilen.

Ferner ehrlich einschätzen, auf welcher Stufe aus Spur 12 du stehst.

Bei Stufe eins und zwei ist der Vorwurf unbegründet, bei vier und fünf nicht.

Und schließlich den Text erst mal nicht mehr lesen, bis die Sache geklärt ist.

Wie du es in Ordnung bringst

Sag es zunächst der betroffenen Person direkt, nicht öffentlich.

Außerdem ohne Erklärung dessen, wie es passiert ist.

Die Erklärung interessiert niemanden und klingt immer nach Ausrede, auch wenn sie stimmt.

Ferner mit einer konkreten Angabe, was du tust: Text raus, Video offline, Stelle geändert.

Nicht: Ich schaue mir das an.

Und schließlich ohne Gegenrechnung.

Der Satz „aber du hast doch auch" verwandelt einen Fehler in einen Konflikt.

Eine Entschuldigung mit Erklärung ist keine Entschuldigung. Sie ist eine Verteidigung mit höflichem Anfang.
Nach dem Plagiat: der Waschbär spricht jemanden hinter der Bühne direkt an
Direkt, zuerst, und ohne Erklärung. Das ist die ganze Sache.

Was du nach einem Plagiatsvorwurf nicht tust

Zunächst den Vorfall in einen Text verarbeiten, denn das wirkt wie eine zweite Runde.

Außerdem eine öffentliche Erklärung schreiben, wenn niemand danach gefragt hat.

Ferner den Text still ändern und weiterlesen.

Das kommt heraus.

Und schließlich die Person danach meiden.

Das macht aus einer erledigten Sache eine dauerhafte.

Der Fall, in dem du dich nicht entschuldigen musst
Wenn jemand dir Plagiat vorwirft, weil ihr dasselbe Thema hattet.

Das kommt häufiger vor, als man denkt, besonders bei den großen Themen. Und es ist nach Stufe eins aus Spur 12 kein Plagiat, sondern eine unvermeidliche Überschneidung.

Bleib in dem Fall sachlich, erklär den Unterschied zwischen Thema und Ausformung, und lass dich nicht in eine Entschuldigung drängen, die du später bereust.
SPUR 04Deine Reaktion
Falls es soweit ist: Formulier die drei Sätze, mit denen du dich meldest.
SPUR 31

Wenn du selbst betroffen bist

Der umgekehrte Fall kommt übrigens genauso vor und wird seltener besprochen.

Erst prüfen, ob es wirklich eine Kopie ist

Zunächst: Ist es wirklich deine Ausformung oder nur dein Thema?

Außerdem: Ist der Bauplan derselbe oder nur das Verfahren?

Ferner: Konnte die Person deinen Text überhaupt kennen?

Ohne Zugang wird die Sache schwierig, und Überschneidungen gibt es wirklich.

Und schließlich: Nach Spur 15 ist der häufigste Fall unbewusst.

Das ändert nichts am Ergebnis, aber viel am Ton, in dem du dich meldest.

Wie du dich meldest

Zunächst direkt und privat, so wie du es umgekehrt erwarten würdest.

Außerdem mit der konkreten Stelle statt mit einem Gesamturteil.

Ferner mit einer Angabe, was du willst: Nennung, Streichung, ein Gespräch.

Und schließlich ohne öffentliche Vorabankündigung.

Wer erst postet und dann schreibt, bekommt eine Verteidigung statt einer Lösung.

Was ich dabei gelernt habe
Ich habe zweimal jemanden angeschrieben, und beide Male war es unbewusst passiert.

Beim ersten Mal hatte ich vorher in einer Gruppe darüber geschrieben. Das Gespräch danach war schwierig, und wir reden bis heute nicht.

Beim zweiten Mal habe ich nur die Person angeschrieben. Sie hat den Text am selben Abend geändert, und wir stehen inzwischen gelegentlich auf denselben Bühnen. Der Unterschied lag nicht am Fall.
SPUR 34

Zehn Fehler rund um Einfluss und Klau

Fünf beim Schreiben, fünf im Umgang damit.

Fünf Fehler beim Schreiben

Fehler 1: Direkt nach dem Hören schreiben
Der Griff aus Spur 09. Frisch Gehörtes liegt bereit und bietet sich an, als wäre es die eigene Idee.
Fehler 2: Zitate notieren statt Beobachtungen
Eine notierte Zeile wird irgendwann verbaut. Eine notierte Beobachtung über Handwerk wird zu Können.
Fehler 3: Sich nur an Wortlaut orientieren
Was erkannt wird, ist fast immer der Bauplan. Kein Satz muss übereinstimmen, damit es auffällt.
Fehler 4: Ein einziges Vorbild haben
Aus einer Quelle wird eine Kopie, aus drei wird etwas Eigenes. Mischung ist der wirksamste Schutz.
Fehler 5: Der Mühelosigkeit vertrauen
Nach Spur 19 fühlt sich Vertrautes wie Qualität an. Was zu leicht geht, verdient einen zweiten Blick.

Denn Plagiat vermeiden heißt vor allem, die eigene Begeisterung abkühlen zu lassen.

Fünf Fehler im Umgang damit

Fehler 6: Sofort antworten
Die ersten vierundzwanzig Stunden gehören dem Nachlesen und nicht dem Erklären.
Fehler 7: Erklären statt einräumen
Wie es passiert ist, interessiert niemanden. Eine Erklärung klingt immer nach Ausrede, auch wenn sie stimmt.
Fehler 8: Öffentlich reagieren, bevor privat geklärt ist
Wer erst postet, bekommt eine Verteidigung statt einer Lösung. Das gilt in beide Richtungen.
Fehler 9: Gegenrechnen
Der Satz „aber du hast doch auch" macht aus einem Fehler einen Konflikt, der Jahre dauert.
Fehler 10: Den Vorfall zum Text machen
Ein Text über den Plagiatsvorwurf ist keine Aufarbeitung. Er ist eine zweite Runde vor Publikum.
SPUR 39

Sechs Schritte, die es verhindern

Drei Gewohnheiten und drei Prüfungen.

Drei Gewohnheiten

Schritt 1 – Zwei Wochen Abstand
Zwischen einem starken Auftritt und dem eigenen Schreiben. Der Griff aus Spur 09 und der wirksamste Punkt auf dieser Liste.
Schritt 2 – Beobachtungen statt Zitate notieren
Was der Text gemacht hat, nicht was er gesagt hat. Das eine ist Handwerk, das andere ist ein Bauteil.
Schritt 3 – Immer mindestens drei Vorbilder
Wenn dich etwas begeistert, such zwei weitere Beispiele für dasselbe Verfahren. Dann mischst du automatisch.

Drei Prüfungen

Schritt 4 – Bauplan aufschreiben
Fünf Stichpunkte. Wenn dir die Abfolge bekannt vorkommt, weißt du in der Regel sofort, woher.
Schritt 5 – Die leichte Stelle prüfen
Welcher Teil ging verdächtig mühelos? Nach Spur 19 ist genau das der Verdachtsmoment.
Schritt 6 – Jemandem vorlesen
Einer Person aus der Szene, mit der Frage, ob es sie an etwas erinnert. Zwei Minuten, und sie sind es wert.

Denn Schritt sechs findet das, was dein eigenes Gedächtnis nicht mehr weiß.

Zwei Wochen warten, drei Vorbilder mischen, einmal vorlesen. Damit erledigen sich fast alle Fälle im Voraus.
SPUR 05Deine Gewohnheiten
Such dir zwei aus, die du ab jetzt tatsächlich machst.
SPUR 06Dein Bauplan
Schreib deinen aktuellen Text in fünf Stichpunkten auf und prüf, ob dir die Abfolge bekannt vorkommt.
SPUR 07Dein nächster Schritt
Zum Schluss die zwei Fragen, die den Unterschied machen.
SPUR 44

Die Abnahme

Alles aus diesem Beitrag auf einer Seite.

NACHTRAG

Der Text, der mir nicht gehörte

Ich hatte damals einen Text mit einem Aufbau, auf den ich stolz war.

Er begann mit einer Aufzählung von Kleinigkeiten und drehte sich in der Mitte um, sodass alle Kleinigkeiten plötzlich schwer wurden.

Ich habe ihn ein halbes Jahr gelesen und für meine beste Idee gehalten.

Dann sagte mir jemand nach einem Auftritt, das erinnere ihn sehr an einen Text, den er vor zwei Jahren gehört habe.

Was ich dann gemacht habe

Ich habe den Text gesucht und gefunden.

Kein Satz stimmte überein, nicht einer.

Der Aufbau war identisch, bis hin zur Stelle, an der die Wendung kam.

Und ich konnte mich tatsächlich nicht daran erinnern, ihn je gehört zu haben.

Plagiat vermeiden: zwei fast identische leere Blätter
Kein Satz gleich. Der Bauplan identisch. Genau das ist Stufe drei.

Was ich daraus gelernt habe

Zunächst, dass ich auf einem Abend war, an dem dieser Text gelesen wurde.

Das ließ sich rekonstruieren.

Außerdem, dass mein Gefühl, es sei meine Idee, überhaupt nichts wert war.

Denn genau so fühlt sich Kryptomnesie an, und anders fühlt sie sich nicht an.

Das ist die eigentliche Lektion: Es gibt kein inneres Warnsignal.

„Ich habe ein halbes Jahr einen Text gelesen, den ich für meine beste Idee hielt. Er war die beste Idee von jemand anderem, und ich hatte nicht den geringsten Verdacht.“
Meine Notiz danach — und der Grund für Prüfung fünf

Wie ich meine Texte heute prüfe

Inzwischen schreibe ich jeden Bauplan in fünf Stichpunkten auf, bevor ich einen Text zum ersten Mal lese.

Außerdem lese ich jeden neuen Text einmal jemandem aus der Szene vor.

Und wenn eine Stelle sich verdächtig gut anfühlt, gehe ich davon aus, dass sie nicht von mir ist.

Das ist unangenehm und hat mich seitdem zweimal vor derselben Sache bewahrt.

WEITERGEHEN

Was Vorsicht nicht ersetzt

Alle Prüfungen dieses Beitrags sorgen immerhin dafür, dass der Text dir gehört.

Ob er etwas taugt, entscheiden sie nicht.

Nach dem Plagiat vermeiden bleibt das Bauen
Sauber ist ein Text schnell. Gut wird er dadurch nicht.
Ein völlig eigenständiger Text, der nichts kann, ist immer noch ein Text, der nichts kann.

Warum eigene Bauformen so schwer sind

Nach Spur 19 fühlen sich vertraute Lösungen besser an als eigene.

Das heißt umgekehrt: Eine eigene Bauform wird sich beim Schreiben erst mal schlechter anfühlen als eine geliehene.

Und genau in diesem Moment brauchst du Handwerk statt Bauchgefühl, weil das Bauchgefühl hier nachweislich in die falsche Richtung zeigt.

Kurz gesagt: Wer eigene Formen bauen will, muss wissen, wie Formen funktionieren.

Poetry Master
Genau dafür habe ich Poetry Master gebaut.

Über 200 Storytricks, Bildsprache, Bühnenpräsenz und Auftritts-Hacks. Also genug Bauformen, dass du nie auf eine einzelne angewiesen bist.

Und das ist der eigentliche Schutz: Wer zwanzig Verfahren kennt, kopiert keines davon.

Zwei Wochen warten. Drei Vorbilder mischen. Und dem, was zu leicht geht, misstrauen.
Zwischen Einfluss und Klau liegt eine dünne Linie. Man erkennt sie nicht von innen, sondern nur im Gespräch.

Übrigens habe ich die Person, deren Aufbau ich übernommen hatte, irgendwann kennengelernt.

Ich habe es ihr erzählt, was ziemlich unangenehm war.

Sie sagte, ihr sei dasselbe schon zweimal passiert, und beide Male habe sie es erst hinterher erfahren.

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Die Bahn als Schreibstudio Nr. 1 Die Bahn als Schreibstudio Schreiben in Bewegung Gefühle in Worte fassen Nr. 2 Gefühle in Worte fassen ohne kitschig zu werden Ich bin nicht nervös, ich bin geladen Nr. 3 Ich bin nicht nervös ich bin geladen 3 Uhr nachts Nr. 4 3 Uhr nachts Gedanken zwischen Stationen 120 Schläge Nr. 5 120 Schläge gegen die Gleichgültigkeit Niemand hält deinen Zug auf - 111 Impulse Nr. 6 Niemand hält deinen Zug auf 111 Impulse · Kein Trost Poetry Master Nr. 7 Poetry Master Stimme trifft Seele Genosse Waschbär - Bahn-Slam-Geschichten Nr. 8 Genosse Waschbär Bahn-Slam-Geschichten 147 Gründe, warum ich dich hasse Nr. 9 147 Gründe warum ich dich hasse Genosse Waschbär Band 10 – Was die Welt mir schuldet Nr. 10 Was die Welt mir schuldet Band 10 · Bahn-Slam-Geschichten Genosse Waschbär Band 11 – Der konservative Waschbär Nr. 11 Der konservative Waschbär Band 11 · Bahn-Slam-Geschichten Genosse Waschbär Band 12 – Der liberale Waschbär Nr. 12 Der liberale Waschbär Band 12 · Bahn-Slam-Geschichten Genosse Waschbär Band 13 – Der grüne Waschbär Nr. 13 Der grüne Waschbär Band 13 · Bahn-Slam-Geschichten Genosse Waschbär Band 14 – Der rechtskonservative Waschbär Nr. 14 Der rechtskonservative Waschbär Band 14 · Bahn-Slam-Geschichten Genosse Waschbär Band 15 – Der populistische Waschbär Nr. 15 Der populistische Waschbär Band 15 · Bahn-Slam-Geschichten Genosse Waschbär Band 16 – Der unpolitische Waschbär Nr. 16 Der unpolitische Waschbär Band 16 · Bahn-Slam-Geschichten Genosse Waschbär Band 17 – Der schwule Waschbär Nr. 17 Der schwule Waschbär Band 17 · Bahn-Slam-Geschichten Genosse Waschbär Band 18 – Die lesbische Waschbärin Nr. 18 Die lesbische Waschbärin Band 18 · Bahn-Slam-Geschichten Genosse Waschbär Band 19 – Der Gen-Z-Waschbär Nr. 19 Der Gen-Z-Waschbär Band 19 · Bahn-Slam-Geschichten Genosse Waschbär Band 20 – Der Ossi-Waschbär Nr. 20 Der Ossi-Waschbär Band 20 · Bahn-Slam-Geschichten Genosse Waschbär Band 21 – Der Wessi-Waschbär Nr. 21 Der Wessi-Waschbär Band 21 · Bahn-Slam-Geschichten Genosse Waschbär Band 22 – Der liberale Waschbär (Wahlprogramm) Nr. 22 Der liberale Waschbär Band 22 · Wahlprogramm Genosse Waschbär Band 23 – Der grüne Waschbär (Wahlprogramm) Nr. 23 Der grüne Waschbär Band 23 · Wahlprogramm Genosse Waschbär Band 24 – Der konservative Waschbär (Wahlprogramm) Nr. 24 Der konservative Waschbär Band 24 · Wahlprogramm Genosse Waschbär Band 25 – Der sozialdemokratische Waschbär (Wahlprogramm) Nr. 25 Der sozialdemokratische Waschbär Band 25 · Wahlprogramm Genosse Waschbär Band 26 – Der linke Waschbär (Wahlprogramm) Nr. 26 Der linke Waschbär Band 26 · Wahlprogramm Genosse Waschbär Band 27 – Der rechtspopulistische Waschbär (Wahlprogramm) Nr. 27 Der rechtspopulistische Waschbär Band 27 · Wahlprogramm Genosse Waschbär Band 28 – Der schwule Waschbär (Wahlprogramm) Nr. 28 Der schwule Waschbär Band 28 · Wahlprogramm Genosse Waschbär Band 29 – Die lesbische Waschbärin (Wahlprogramm) Nr. 29 Die lesbische Waschbärin Band 29 · Wahlprogramm Genosse Waschbär Band 30 – Der Gen-Z-Waschbär (Wahlprogramm) Nr. 30 Der Gen-Z-Waschbär Band 30 · Wahlprogramm Genosse Waschbär Band 31 – Die unpolitische Waschbärin (Wahlprogramm) Nr. 31 Die unpolitische Waschbärin Band 31 · Wahlprogramm Genosse Waschbär Band 32 – Das einzige Buch, das du über die Bahn lesen solltest Nr. 32 Alles über die Bahn Band 32 · Das einzige Buch
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Schreiben & Textaufbau
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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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