Selbstwert im Poetry Slam: Warum deine Haltung lauter ist als jeder Applaus

Selbstwert im Poetry Slam ist für die Tonne



Nass.

Nicht dramatisch nass.
Nicht Regenfilm-nass.

Schwitzig-nass.


Die Art von Feuchtigkeit, die entsteht, wenn dein Körper längst weiß, dass du gleich etwas tun wirst, wofür dein Kopf noch Ausreden sucht.

Der Backstage-Raum riecht nach kaltem Kaffee, Angstschweiß und dieser einen Person, die zu laut lacht, weil sie hofft, dass niemand merkt, wie sehr sie zittert.


Selbstwert nass


Du sitzt da.
Text in der Hand.
Herz irgendwo zwischen Kehle und Magen.

Und dann passiert etwas Entscheidendes.

Nicht auf der Bühne.
Nicht beim Applaus.
Nicht beim ersten Satz.

Sondern jetzt.

Du schaust auf deinen Text – und fragst dich nicht, ob er gut ist.
Du fragst dich:

„Bin ich genug, um ihn zu tragen?“

Und genau hier beginnt alles, worüber im Poetry Slam gelogen wird.

Applaus baut Selbstwert auf!?


MÖÖÖPPPP


Bullshit.

Applaus ist kein Fundament.

Applaus ist Make-up auf einem wackelnden Selbstbild.

Wenn dein Selbstwert von Reaktionen abhängt, bist du kein Slammer. Du bist ein emotionales Haustier mit Mikrofon.

Heute klatschen sie. Morgen scrollen sie.

Und du? Du liegst nachts wach und überarbeitest einen Text, der eigentlich schon tot ist – nur weil er einmal funktioniert hat.

Schweiss Selbstwert

Ich kenne das. Nicht aus Theorie. Aus Scham.

Ich stand selbst auf Bühnen mit Texten, die technisch sauber waren.

  • Pointen saßen.
  • Pausen saßen.
  • Lacher kamen.

Und trotzdem fühlte ich mich nach dem Auftritt leerer als davor.

Warum?

Weil ich performt habe ohne Haltung.


🔥 Dein interner Link-Kompass

Wenn du mehr von diesen kranken, echten, brutalen Ideen willst – dann lies das hier:




Amy Winehouse tritt dir in den Eie***...

Eine Stimme wie geschmolzenes Gold.

Ein Talent, das einmal im Jahrhundert geboren wird.

Sie war 27, als sie starb.

Alkoholvergiftung.

...

...

Aber eigentlich starb sie schon Jahre vorher.

An etwas, das viel tödlicher ist als Alkohol. An fehlendem Selbstwert.

Jeder kennt ihre Hits.

"Back to Black."
"Rehab."
"Valerie."

Songs, die unter die Haut gehen.

Die dich zerreißen.

Die so verdammt echt sind, dass du beim Hören spürst: Diese Frau blutet für ihre Kunst.

Und genau das tat sie.

Buchstäblich.

Amy schrieb ihre besten Songs aus dem Schmerz heraus.

Aus der Verzweiflung.

Aus der Selbstzerstörung.

Sie dachte, ihr Wert läge in ihrem Leiden.

Dass sie nur dann gut ist, wenn sie kaputt ist.

Dass sie nur dann authentisch ist, wenn sie sich selbst vernichtet.


Schrift Selbstwert

Kennst du das?

Diese Idee, dass du nur dann ein "echter" Poet bist, wenn du leidest?

Dass dein Text nur dann Tiefe hat, wenn du am Boden liegst?

Dass du nur dann berührst, wenn du selbst zerbrichst?

Das ist die Amy Winehouse-Falle.


  • "Bleib kaputt, Amy. Das ist deine Marke."
  • "Die Leute lieben dich, weil du so fucked up bist."

Und Amy glaubte es.

Sie trank sich zu Tode.

Nicht weil sie schwach war.

Sondern weil sie dachte, ihre Kunst sei nur dann wertvoll, wenn sie sich selbst opfert.

Vincent van Gogh hat sich das Ohr abgeschnitten.

Sylvia Plath steckte ihren Kopf in den Ofen.

Ernest Hemingway erschoss sich.

Kurt Cobain auch.

Die Liste ist endlos.

Künstler, die dachten, ihr Wert läge in ihrer Zerstörung.


Foto Selbstwert


Aber hier ist die Wahrheit:

Dein Selbstwert darf NIEMALS an deinen Schmerz gekoppelt sein.

Niemals.

Du darfst aus dem Schmerz schreiben.

Aber du darfst nicht IM Schmerz bleiben, um schreiben zu können.

Das ist der Unterschied zwischen Verarbeitung und Selbstzerstörung.

Amy hätte großartige Musik machen können.

Auch nüchtern.

Auch glücklich.

Auch geheilt.

Aber niemand hat ihr das gesagt.

Oder sie hat es nicht geglaubt.

Und jetzt ist sie tot.

Mit 27.

Ich sage dir das jetzt:

  • Dein Wert liegt nicht in deinem Trauma.
  • Dein Wert liegt nicht in deiner Verzweiflung.
  • Dein Wert liegt nicht in deiner Dunkelheit.
  • Dein Wert liegt in DIR.

In deiner Fähigkeit zu fühlen.

Zu reflektieren.

Zu transformieren.

Du kannst über den Schmerz schreiben.

Ohne in ihm zu ertrinken.

Du kannst das Trauma verarbeiten.

Ohne es zu romantisieren.

Du kannst verletzlich sein.

Ohne dich zu verletzen.

Und ja, ich weiß.

Das ist schwer.

Verdammt schwer.

Weil unsere Gesellschaft kranken Künstlern applaudiert.





Dein Schmerz ist deine Superkraft

Seattle, 1994.

Ein Gewächshaus.

Ein toter Körper.

Eine Schrotflinte.

Kurt Cobain.

27 Jahre alt. Tot.


Seatlle Selbstwert


Die Welt weinte. Millionen Fans konnten es nicht fassen.

  • "Warum?"
  • "Er hatte doch alles!"
  • "Er war doch so erfolgreich!"

Genau.

Er hatte alles.

Außer Selbstwert. Cobain war der Inbegriff des Grunge.

Nirvana verkaufte Millionen Alben.

"Smells Like Teen Spirit" war die Hymne einer Generation.

Aber Kurt?

Kurt hasste es.

Er hasste den Erfolg.

Er hasste die Fans.

Er hasste sich selbst.

In einem seiner letzten Interviews sagte er:

"Ich bin kein guter Mensch. Ich bin eigentlich ziemlich langweilig. Ich habe nichts Interessantes zu sagen. Die Leute projizieren ihre eigenen Erwartungen auf mich. Und ich enttäusche sie."

Das sagte einer der einflussreichsten Musiker seiner Zeit.

Einer, dessen Texte Millionen Menschen berührten.

Einer, der mit seiner Gitarre und seiner Stimme eine Revolution auslöste.

Aber er glaubte es nicht.

Er konnte seinen eigenen Wert nicht sehen.

Nicht fühlen.

Nicht annehmen.

Cobains Problem war nicht mangelndes Talent.

Sein Problem war, dass sein Selbstwert im Keller war.

Während sein Ruhm durch die Decke ging.

Diese Schere.

Diese Diskrepanz.

Die hat ihn zerrissen.

Von innen.

Er schrieb in seinem Abschiedsbrief:

"Ich habe die Fähigkeit verloren, Musik zu genießen. Ich fühle mich schuldig, weil ich eure Liebe nicht erwidern kann. Ich bin zu empfindlich. Ich muss leicht betäubt sein, um die Begeisterung der Menge nicht zu verachten."

Lies das nochmal.

"Ich muss leicht betäubt sein, um die Begeisterung der Menge nicht zu verachten."

Cobain brauchte Drogen.

Nicht um high zu werden.

Sondern um den Applaus zu ertragen.

Weil er dachte, er verdiente ihn nicht.


Und jetzt kommst du ins Spiel.



Gitarre Blume Selbstwert


Vielleicht bist du nicht Kurt Cobain.

Vielleicht hast du keine Millionen Fans.

Vielleicht performst du vor 30 Leuten in einem Keller-Slam.

Aber die Mechanik ist dieselbe.

Wenn du auf der Bühne stehst und denkst:

"Ich bin ein Betrüger."
"Die Leute merken gleich, dass ich nichts kann."
"Ich bin nicht gut genug."

Dann bist du auf dem Weg, den Cobain gegangen ist.

Nur in kleinerem Maßstab.

Cobain hat etwas verstanden, was die meisten nicht kapieren:

Schmerz ist keine Schwäche.

Schmerz ist eine Superkraft.

Seine besten Songs sind nicht die Happy-Songs.

Seine besten Songs sind die, wo er schreit.

Wo er kotzt.

Wo er sich selbst seziert.

"Heart-Shaped Box."
"Lithium."
"Come As You Are."

Jeder dieser Songs ist ein Schrei nach Hilfe.

Und gleichzeitig ein Meisterwerk.

Warum?

  • Weil Schmerz authentisch ist.
  • Weil Schmerz universell ist.
  • Weil jeder Mensch auf diesem Planeten schon mal gelitten hat.

Und wenn du deinen Schmerz auf die Bühne bringst, verbindest du dich mit jedem einzelnen Menschen im Raum.

Nicht durch Perfektion.

Sondern durch Verwundbarkeit.

Cobain hat das gewusst.

Aber er hat einen fatalen Fehler gemacht:

Er hat seinen Schmerz zur Identität gemacht.

Er dachte: "Wenn ich nicht mehr leide, bin ich nichts mehr."

Das ist der Unterschied.

Du kannst aus dem Schmerz schreiben.

Aber du darfst ihn nicht zu deinem Selbstwert machen.

Cobain dachte, sein Wert liegt in seinem Leiden.

Deshalb konnte er nicht heilen.

Weil Heilung bedeutet hätte: Ich verliere meinen Wert.

Verstehst du das?

Er hatte Angst, dass er ohne den Schmerz nichts mehr ist.

Dass seine Musik dann nicht mehr echt ist.

Dass die Fans ihn dann nicht mehr wollen.


Spiegel Foto


Und genau das hat ihn umgebracht.

Nicht der Heroin.

Nicht die Depression.

Sondern die Idee, dass er nur dann wertvoll ist, wenn er leidet.

Hier ist die Lektion für dich:

Nutze deinen Schmerz.

Schreib darüber.

Schrei ihn raus.

Aber lass ihn nicht zu deiner Identität werden.

Dein Selbstwert darf nicht an deinem Leid hängen.



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Male deinen Selbstwert in Blut und Farbe

Frida Kahlo.

Mexikanische Malerin.

Gebrochene Wirbelsäule. Gebrochenes Herz. Gebrochenes Leben. Aber keine gebrochene Seele.

Mit 18 hatte Frida einen schweren Busunfall. Eine Eisenstange durchbohrte ihren Körper. Ihre Wirbelsäule wurde zertrümmert. Ihr Becken zersplittert.


Farbe Kahlo

Die Ärzte sagten:

"Sie wird nie wieder laufen."
"Sie wird keine Kinder bekommen können."
"Sie wird ein Leben lang Schmerzen haben."

Frida lag ein Jahr im Bett. Unbeweglich. In einem Ganzkörpergips. Ihre Mutter baute ihr einen Spiegel über das Bett. Damit Frida sich selbst sehen konnte.

Und Frida? Fing an zu malen.

Selbstporträts.

Dutzende.

Hunderte. Jedes Bild ein Schrei.

Jedes Bild ein Schmerz.

Jedes Bild ein Stück von ihr.

Sie malte sich mit gebrochener Wirbelsäule. Mit blutendem Herz. Mit Dornen um den Hals. Mit toten Föten.

(Sie hatte mehrere Fehlgeburten, wegen des Unfalls.)

Ihre Bilder sind verstörend.

Brutal.

Ungefiltert.

Aber auch: wunderschön.

Weil sie die Wahrheit zeigen.

Frida hat nie versucht, ihren Schmerz zu verstecken.

Sie hat ihn zur Kunst gemacht.

Sie sagte:

"Ich male mich selbst, weil ich oft allein bin. Und weil ich das Thema bin, das ich am besten kenne."



Das ist Selbstwert in Reinform.

Bett Malen Selbstwert


Frida wusste: Ich bin das einzige Thema, das ich wirklich kenne.

Also male ich mich.

Mit all meinen Wunden.

Mit all meiner Scheiße.

Mit all meiner Schönheit. Sie hat sich nicht geschämt. Nicht für ihren kaputten Körper.

Nicht für ihre Bisexualität. Nicht für ihre stürmische Beziehung zu Diego Rivera.

(Der sie mehrfach betrog, unter anderem mit ihrer eigenen Schwester.)

Sie hat alles gemalt.

Alles.

Und die Welt?

Die Welt liebte sie dafür.

Heute hängen ihre Bilder in den größten Museen der Welt.

Sie gilt als eine der bedeutendsten Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts. Nicht TROTZ ihrer Schmerzen.

Sondern WEGEN ihnen.

Jetzt kommt der Teil, der dich betrifft:

Du bist nicht Frida Kahlo.

Du malst keine Bilder.

Aber du malst mit Worten.

Und die Frage ist:

Malst du die Wahrheit?

Oder malst du das, was gut aussieht?

Frida hätte schöne Landschaften malen können.

Blumen.

Sonnenuntergänge.

Harmlose Motive.

Die hätten sich auch verkauft.

Vielleicht sogar besser.

Aber sie hat es nicht getan.

Weil es nicht echt gewesen wäre.

Weil es nicht SIE gewesen wäre.

Und genau das ist die Frida-Kahlo-Methode:

Male dich selbst.

Mit all deinen Narben.

Schreib nicht über abstrakte Konzepte.

Schreib über DICH.

Über deine Wunden.

Über deine Fehlgeburten.

(Im übertragenen Sinne: Die Projekte, die gescheitert sind. Die Beziehungen, die zerbrochen sind. Die Träume, die gestorben sind.)

Schreib über die Eisenstange, die durch dein Leben gefahren ist.


Werbung in eigener Sache (aber mit Wucht):



Wenn du diese Techniken nicht nur lesen,
sondern anwenden willst wie ein Sniper mit Reimwaffe:

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Poetry Set


  • Über 200 kranke Slam-Hacks
  • Storystrukturen wie ein Fitzek-Krimi
  • Übungen für Albtraum-Einstiege, Trauma-Texte, Schweige-Pausen
  • Provokations-Templates
  • Authentizitäts-Trigger

Keine süßen Sprüche.
Nur brutale, ehrliche Texte,
die das Publikum seelisch ohrfeigen.


🔥 Dein interner Link-Kompass

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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