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Bahn bietet jetzt Yoga im stehenden Zug an
Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 2 Minuten (Ladezeit: 8)

Ein Fahrgast beim wartenden Baum. Gehalten wird er lange. Foto: wpa (Symbolbild)
Stuttgart (wpa) – Die Deutsche Bahn bietet in stehenden Zügen jetzt Yoga an. Der Kurs findet im Gang statt.
Angeleitet wird er über Lautsprecher. Der Lautsprecher ist undeutlich.
„Wir machen aus Wartezeit Lebenszeit“, sagt Gesundheitsmanagerin Britta Atempause. Gelebt wird im Gang.
Die erste Übung heißt Der wartende Baum. Sie dauert, bis es weitergeht.
Weiter geht es selten. Der Baum steht lange.
Die zweite Übung heißt Die geduldige Katze. Sie streckt sich zum Fenster.
Am Fenster zieht die Baustelle vorbei. Sie zieht nicht vorbei, sie steht.
Geübt wird ohne Matte. Die Matte passt nicht in den Gang.
In den Gang passt kaum ein Mensch. Der Zug ist voll.
Voll ist er, seit Wagen fehlen. Enge gilt als Herausforderung.
Die Herausforderung sei Teil der Übung. So die Kursleitung.
Die Kursleitung ist eine Aufnahme. Sie läuft in Dauerschleife.
Die Schleife endet mit einem Om. Danach folgt die nächste Ansage.
Die nächste Ansage meldet Verspätung. Dann beginnt der Kurs von vorn.
Entwickelt wurde das Angebot von einer Agentur. Sie kannte den Zug nicht.
Sie kannte die Achtsamkeit. Beides wurde verbunden.
Verbunden ergibt sich ein Produkt. Es heißt Bahn-Balance.
Bahn-Balance ist im Preis enthalten. Enthalten ist auch die Verspätung.
Kritiker nennen das Verhöhnung. Die Bahn nennt es Fürsorge.
Frau Horvath übte im Juli den wartenden Baum. Sie hielt ihn 90 Minuten.
Dann fuhr der Zug an. Sie hatte den Anschluss verpasst, aber eine gute Haltung.
+++ MÜLLEIMER-TICKER +++
+++ Kursleitung läuft als Aufnahme in Dauerschleife +++
+++ Nach dem Om folgt die nächste Verspätungsansage +++
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