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Bahn bucht einen Influencer, er ist pünktlich woanders
Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 2 Minuten (Ladezeit: 8)

Ein Werbepartner bei der Arbeit. Der Zug kam für das Bild extra. Foto: wpa (Symbolbild)
Berlin (wpa) – Die Deutsche Bahn hat einen Reise-Influencer engagiert. Er soll das Bahnfahren wieder beliebt machen.
Der Vertrag umfasst 90.000 Euro. Gedreht wird an schönen Orten.
„Wir erzählen die Sehnsucht“, sagt Marketingchefin Jana Reichweite. Die Sehnsucht spielt im Ausland.
Die Videos entstehen in Japan und der Schweiz. Dort fahren die Züge pünktlich.
Pünktlich lächelt der Influencer aus dem Fenster. Das Fenster gehört einem anderen Betreiber.
Der andere Betreiber wird nicht genannt. Genannt wird die Freude am Reisen.
Gedreht in Deutschland wurde eine Szene. Sie zeigt einen Bahnsteig.
Der Bahnsteig war leer. Der Zug kam im Bild nicht vor.
Kam er doch, war er gestellt. Ein Sonderzug fuhr für die Aufnahme.
Der Sonderzug fuhr pünktlich. Er hatte nur diesen einen Auftrag.
Kommentare unter dem Video sind gemischt. Viele fragen nach der Strecke.
Die Strecke gibt es nicht im Angebot. Sie war ein Drehort.
Der Konzern nennt die Kampagne einen Erfolg. Gemessen wird sie in Reichweite.
Reichweite hat der Influencer. Züge hat er keine gebraucht.
Für die nächste Folge ist Norwegen geplant. Dort gibt es Berge.
Berge gibt es in Deutschland auch. Nur keine Verbindung hin.
Fahrgastverbände nennen das Etikettenschwindel. Die Bahn nennt es Emotion.
Emotion verkauft sich. Der Fahrplan nicht.
Herr Brandt sah das Video und buchte eine Fahrt. Er wollte dasselbe erleben.
Erlebt hat er den Ersatzverkehr. Das Video zeigte ihn nicht.
+++ MÜLLEIMER-TICKER +++
+++ 90.000 Euro Vertrag, gedreht wird in Japan und der Schweiz +++
+++ Die deutsche Szene zeigt einen leeren Bahnsteig +++
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