Der Begleitservice der Bahn kommt selbst zu spät

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Der Begleitservice der Bahn kommt selbst zu spät

Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 2 Minuten (Ladezeit: 8)

Begleitservice Satire: Waschbär in roter Serviceweste steht neben einem leeren Rollator auf dem Bahnsteig

Der Begleitservice am Gleis. Der Reisende steht zwei Gleise weiter. Foto: wpa (Symbolbild)

Hannover (wpa) – Die Deutsche Bahn hilft älteren Reisenden beim Umsteigen. Der Begleitservice kommt allerdings selbst zu spät.

Angemeldet wird er einen Tag vorher. Angemeldet wird der Wagen.

„Wir sind für die Menschen da“, sagt Servicechefin Karin Begleitschein. Da ist man ab Wagen 4.

Der Wagen ändert sich kurzfristig. Dann steht die Begleitung falsch.

Falsch steht sie am richtigen Gleis. Der Zug hält am anderen.

Am anderen Gleis wartet niemand. Der Reisende steht allein.

Allein schafft er den Umstieg selten. Die Zeit ist knapp bemessen.

Bemessen ist sie für Gehende. Der Aufzug ist außer Betrieb.

Außer Betrieb verweist ein Schild auf die Treppe. Die Treppe hat 41 Stufen.

41 Stufen sind für viele zu viel. Die Begleitung wäre hilfreich gewesen.

Sie kam nicht, weil sie zwei Bahnhöfe weiter half. Auch dort zu spät.

Angemeldet werden täglich 200 Fahrten. Begleitet werden 40.

Für 40 reicht das Personal. Gesucht werden mehr.

Gesucht wird seit Jahren. Die Bezahlung gilt als niedrig.

Niedrig bezahlt, hoch belastet. Viele bleiben nicht lange.

Der Konzern verweist auf die Anmeldung. Wer sich meldet, werde bedient.

Bedient wird, wer Glück hat. Glück ist nicht Teil des Verfahrens.

Für Beschwerden gibt es eine Nummer. Sie ist tagsüber besetzt.

Frau Wenzel, 81, hatte sich im Juli angemeldet. Sie wartete am vereinbarten Gleis.

Die Begleitung kam nach der Abfahrt. Pünktlich, nur nicht für sie.

+++ MÜLLEIMER-TICKER +++

+++ 200 angemeldete Fahrten am Tag, begleitet werden 40 +++

+++ Der Aufzug ist außer Betrieb, die Treppe hat 41 Stufen +++

Achtung, Satire: Personen, Zitate und Pressestellen sind frei erfunden — im Gegensatz zu den Verspätungen.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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