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Krumme Bahnsteigkante, die Bahn plant 14 Jahre Bauzeit
Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 2 Minuten (Baubeginn 2031)

Die Lücke ist bekannt. Der Termin auch. Foto: wpa (Symbolbild)
Rostock (wpa) – Die Bahnsteigkante am Bahnhof Rostock ist an einer Stelle krumm. Sie soll nun begradigt werden.
Die veranschlagte Bauzeit beträgt 14 Jahre. Baubeginn ist 2031.
„Wir arbeiten hier im laufenden Betrieb“, sagt Projektleiterin Karin Fugenmass. Gearbeitet wird in Abschnitten.
An der schlimmsten Stelle sind es 21 Zentimeter Abweichung. Zulässig sind fünf.
Entstanden ist sie durch Setzungen im Untergrund. Der Bahnhof steht auf altem Hafengrund.
Für Reisende bedeutet das eine Lücke. Beim Einstieg ist Vorsicht geboten.
Ein Warnhinweis wurde angebracht. Er ist von 2011.
Seither wird die Stelle jährlich geprüft. Die Abweichung wächst um einen Millimeter.
Begradigt wird in Sperrpausen von je vier Nächten. Sperrpausen sind knapp.
Vergeben werden sie zentral, in Konkurrenz zu anderen Vorhaben. Diesem wurden zwei im Jahr zugeteilt.
Je Pause entstehen acht Meter. Der Bahnsteig ist 210 Meter lang.
Daraus ergibt sich die Bauzeit. Sie wurde nicht geschätzt, sondern gerechnet.
Die Kosten liegen bei 31 Millionen Euro. Enthalten ist eine Sicherheitsreserve.
Die beträgt 40 Prozent. Die Erfahrung spricht für mehr.
Fahrgastverbände schlagen eine Alternative vor. Man könne den Bahnsteig in einer Sperrung neu bauen.
Das wäre schneller und günstiger. Es steht aber nicht im Plan.
Der Plan wurde 2019 beschlossen. Geändert wird er frühestens 2033.
Solche Fälle gibt es an 90 weiteren Bahnhöfen. Erfasst 2018.
Behoben wurden seither vier. Der Rest steht auf einer Liste.
Die Liste ist nach Dringlichkeit sortiert. Rostock steht auf Platz 61.
Trotzdem beginnt der Umbau dort zuerst. Grund ist die Förderung.
Fördergeld gab es nur für Küstenstandorte. Andere Anträge wurden abgelehnt.
Ein Bahnhof in Bayern wartet deshalb weiter. Dort sind es 30 Zentimeter Abweichung.
Nach sieben Jahren ist in Rostock die Hälfte fertig. Die fertige Hälfte ist 76 Zentimeter hoch.
Die andere ist 55. Der Zug hält über beide.
Wo die Tür aufgeht, entscheidet die Wagenreihung. Die ändert sich kurzfristig.
Rollstuhlfahrer melden ihren Einstieg einen Tag vorher an. Angemeldet wird der Wagen.
Die Bahnsteighälfte lässt sich nicht anmelden.
Sie ergibt sich am Tag der Fahrt.
+++ Zwei Sperrpausen im Jahr, je acht Meter Bauleistung, Bahnsteiglänge 210 Meter +++
+++ Fertige Hälfte 76 Zentimeter hoch, andere Hälfte 55 – der Zug hält über beide +++
+++ Fertige Hälfte 76 Zentimeter hoch, andere Hälfte 55 – der Zug hält über beide +++
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