⚠ Störungsinfo: Auf diesem Abschnitt der Website fällt der Ernst bis auf Weiteres aus. Es verkehrt ein Satire-Ersatzverkehr. Wir bitten, die Freude zu entschuldigen.
Beförderungsentgelt sinkt mit der Verspätung, die Entschädigung der Bahn nicht
Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 2 Minuten (Kontrolle möglich)

Die Karte gilt. Der Zug nicht. Foto: wpa (Symbolbild)
Hamburg (wpa) – Das erhöhte Beförderungsentgelt wird künftig dynamisch berechnet. Bisher lag es fest bei 60 Euro.
Der neue Preis richtet sich nach der Verspätung des Zuges. Je später der Zug, desto günstiger.
„Das ist eine Frage der Fairness“, sagt Vertriebsleiter Ingo Bußgeldstaffel. Fair ist die Staffel.
Fair gestaffelt wird das Bußgeld für den Fahrgast. Ungestaffelt bleibt die Entschädigung der Bahn.
Bei pünktlicher Fahrt bleibt es bei 60 Euro. Ab 30 Minuten Verspätung sinkt der Betrag.
Ab zwei Stunden liegt er bei drei Euro. Bei einem Ausfall entfällt er ganz.
So zahlt der Schwarzfahrer weniger, wenn der Zug schlecht fährt. Das ist die eine Seite der Fairness.
Die andere Seite ist die Entschädigung, die die Bahn dem Fahrgast schuldet. Sie kommt nach elf Wochen, in Cent.
Herr Wolgast fuhr ohne Ticket in einem verspäteten Zug. Sein Entgelt sank auf drei Euro, sofort fällig.
Für seine eigene Verspätung im nächsten Zug bekam er 1,48 Euro. Nach elf Wochen Prüfung.
Schnell und gestaffelt zahlt er, langsam und winzig zahlt die Bahn. Fair ist das in eine Richtung.
Der Konzern erhofft sich mehr Akzeptanz. Kontrollen führten zuletzt oft zu Streit.
Besonders schwierig war es im Ersatzverkehr. Da gilt oft gar kein Tarif.
Wo kein Tarif gilt, ist auch kein Schwarzfahren möglich. Trotzdem wurde kontrolliert, und gestritten.
Der Vorstand nennt die Staffel kundenorientiert. Orientiert ist sie am Bußgeld, nicht an der Erstattung.
Der Minister lobt die faire Anpassung des Entgelts. Angepasst wurde die Strafe, nicht die Entschädigung.
Gemessen wird die Höhe des Bußgelds, nicht die der Erstattung. Gestaffelt ist die eine, gedeckelt die andere.
So wird die Bahn fair zum Schwarzfahrer, indem sie ihn bei Verspätung schont. Zu ihren zahlenden Kunden bleibt sie langsam.
60 Euro bei Pünktlichkeit, drei bei zwei Stunden Verspätung, 1,48 zurück nach elf Wochen. Das ist die Fairness.
Das Schwarzfahr-Entgelt sinkt jetzt mit der Verspätung, bis auf drei Euro, sofort fällig, während die Bahn ihre eigene Entschädigung erst nach elf Wochen in Cent-Beträgen zahlt. Herr Wolgast erlebte beides an einem Tag.
+++ MÜLLEIMER-TICKER +++
+++ 60 Euro sofort gegen 1,48 Euro nach Antrag +++
+++ Beide Seiten sind vertraglich verpflichtet, nur eine zahlt ohne Verfahren +++
Mehr Satire-Ersatzverkehr:
Alle Meldungen der Waschbär-Presseagentur
Achtung, Satire: Personen, Zitate und Pressestellen sind frei erfunden — im Gegensatz zu den Verspätungen.
Folge dem Bahn-Slam
auf WhatsApp
- Neue Slam-Texte zuerst
- Gedanken vom Gleis
- Keine E-Mail, kein Spam
Deine Nummer bleibt geheim. Du liest, ich schreibe – ganz ohne Datensammeln.
Jetzt Kanal folgen