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BahnCard 100 gibt es jetzt mit Wohnrecht im Zug
Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 2 Minuten (Aufenthalt unbegrenzt)

Der Sitz ist jetzt Wohnsitz. Foto: wpa (Symbolbild)
München (wpa) – Die BahnCard 100 wird um ein Wohnrecht erweitert. Inhaber dürfen sich künftig im Zug einrichten.
Erlaubt sind Decke, Kissen und eine kleine Lampe. Möbel bleiben ausgeschlossen.
„Viele leben ohnehin bei uns“, sagt Kundenchefin Renate Wohnrecht. Gewohnt wird schon lange, jetzt offiziell.
Offiziell wird, was die Auswertung zeigte. Der durchschnittliche Inhaber verbringt 1.100 Stunden im Jahr im Zug.
Das sind 46 Tage. Bei Verspätung steigt der Wert.
46 Tage im Zug sind ein langer Untermietvertrag. Die Verspätung verlängert ihn, kostenlos für die Bahn.
Die Karte kostet 4.550 Euro im Jahr. Das sind 379 Euro Miete im Monat.
In München gilt das als günstig. Der Vergleich hinkt nur beim Bad.
Ein Bad hat der Zug nur in der Ansage, besetzt. Gewohnt wird trotzdem, mit Decke und Lampe.
Frau Hübner pendelt so viel, dass sie im Zug schläft. Jetzt darf sie es, mit Kissen, laut Karte.
Sie richtete sich ein, weil die Fahrten lang sind und die Verspätungen länger. Wohnrecht nennt die Bahn, was ihr Fahrplan erzwang.
Der Vorstand nennt das Wohnrecht ein Serviceversprechen. Versprochen wird ein Zuhause, weil der Zug so lange fährt.
Wer 46 Tage im Jahr im Zug sitzt, wohnt dort auf Zeit. Die Bahn macht daraus ein Angebot.
Der Minister lobt die kundennahe Weiterentwicklung der BahnCard. Nah ist der Kunde, er schläft ja im Wagen.
Gemessen wird die Verweildauer, nicht die Ankunft. Lang ist der Aufenthalt, selten das Ziel.
Ein Wohnrecht im Zug ist die ehrlichste Werbung für den eigenen Fahrplan. Er hält die Kunden so lange, dass sie einziehen.
Für ein Bad gibt es keine Erweiterung. Es gibt eine Toilette, gesperrt bei Störung.
So belohnt die Bahn ihre treuesten Kunden, indem sie ihnen erlaubt, im Zug zu wohnen. Erzwungen hat es die Verspätung.
1.100 Stunden, 46 Tage, Decke, Kissen, Lampe. Das ist das Wohnrecht.
Die BahnCard 100 kommt jetzt mit Wohnrecht im Zug, weil der Schnitt 1.100 Stunden im Jahr dort verbringt, 46 Tage. Frau Hübner darf sich einrichten, mit Decke und Lampe, ein Bad ist nicht dabei.
+++ MÜLLEIMER-TICKER +++
+++ 214 Reisetage im Jahr, 340 Stunden davon im Stillstand +++
+++ Das entspricht vierzehn Tagen – mehr als der Jahresurlaub +++
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