Neuer Fahrkartenautomat stellt 14 Fragen – keine davon betrifft das Reiseziel

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Neuer Fahrkartenautomat stellt 14 Fragen – keine davon betrifft das Reiseziel

Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 2 Minuten (Bedienzeit 19)

Fahrkartenautomat Satire: Waschbär steht ratlos vor einem großen Fahrkartenautomaten in einer Bahnhofshalle

Ein Kunde bei Frage neun. Er wollte nach Kassel. Foto: wpa (Symbolbild)

Dortmund (wpa) – Die Bahn hat ihre Fahrkartenautomaten aktualisiert. Vor dem Kauf stellt das Gerät jetzt 14 Fragen.

Das Reiseziel ist nicht darunter. Es wird am Ende geschätzt.

„Wir wollen den Menschen besser verstehen“, erklärte Produktmanagerin Silke Touchfeld. „Der Fahrschein ist dabei zweitrangig.“

Gefragt wird unter anderem nach dem Reiseanlass. Zur Auswahl stehen Arbeit, Familie und Flucht.

Frage elf lautet: Wie geht es Ihnen wirklich? Diese Frage lässt sich nicht überspringen.

Die durchschnittliche Bedienzeit stieg auf 19 Minuten. Viele Kunden brechen vorher ab und weinen kurz.

Die Umrüstung betrifft 5.700 Geräte. Sie kostete 90 Millionen Euro.

Entwickelt wurde die Software von einer Beratungsfirma. Deren Mitarbeiter fahren mit dem Rad.

Vor Frage eins erscheint ein Hinweis auf die Bearbeitungsdauer. Er wird von 3 Prozent der Kunden gelesen.

Ein Testlauf in Bochum verlief bemerkenswert. Dort beantwortete ein Mann alle Fragen und fuhr anschließend nicht.

„Ich hatte plötzlich andere Prioritäten“, sagte er. Der Automat druckte trotzdem ein Ticket.

Kritik kommt vom Sozialverband. Ältere Menschen fühlten sich von Frage elf überfordert.

Die Bahn hat reagiert und eine Abkürzung eingebaut. Wer dreimal seufzt, gelangt direkt zur Zahlung.

Für den Herbst ist eine Erweiterung geplant. Der Automat soll dann auch zuhören.

Ein Teil der alten Automaten bleibt in Betrieb. Sie stehen an kleinen Bahnhöfen.

Dort war eine Umrüstung nicht wirtschaftlich. Genutzt werden sie von wenigen.

Diese wenigen kaufen weiterhin ohne Umweg. Sie gelten intern als nicht erfasst.

Für sie ist eine Nachrüstung geplant. Der Termin steht noch nicht fest.

Die Bahn wertet den Test als Erfolg. Noch nie habe ein Automat so viel über seine Kunden gewusst.

+++ MÜLLEIMER-TICKER +++

+++ Automat gibt Rückgeld in Form eines Ratschlags +++

+++ Kunde beantwortet alle 14 Fragen – Zug ist inzwischen abgefahren +++

Achtung, Satire: Personen, Zitate und Pressestellen sind frei erfunden — im Gegensatz zu den Verspätungen.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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