KI macht jetzt die Durchsagen, weiß aber auch nichts

⚠ Störungsinfo: Auf diesem Abschnitt der Website fällt der Ernst bis auf Weiteres aus. Es verkehrt ein Satire-Ersatzverkehr. Wir bitten, die Freude zu entschuldigen.

KI macht jetzt die Durchsagen, weiß aber auch nichts

Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 2 Minuten (Ansage folgt)

KI Bahnhofsdurchsage Satire: Waschbär sitzt auf einer Bahnsteigbank und schaut zu einem Lautsprecher am Mast hinauf

Ein Fahrgast hört die neue Stimme. Er versteht sie ebenso wenig. Foto: wpa (Symbolbild)

Hannover (wpa) – Die Bahn lässt ihre Durchsagen künftig von einer künstlichen Intelligenz sprechen. Der Testbetrieb läuft an 60 Bahnhöfen.

Die Stimme wurde mit echten Ansagen trainiert. Entsprechend klingt sie.

„Sie hat gelernt, wie es bei uns läuft“, sagt Projektleiterin Nadine Ansageband. „Deshalb weiß sie auch nichts.“

Im Test sagte das System einen Zug für 14:12 Uhr an. Der Zug kam nie und die Stimme entschuldigte sich siebenmal.

Fahrgäste bemerkten den Unterschied nicht. Einige lobten die neue Freundlichkeit.

Die Bahn plant weitere Sprachen. Ratlosigkeit gilt als international verständlich.

Der Testbetrieb läuft seit sechs Wochen. Ausgewertet wurden 84.000 Ansagen.

In 71 Prozent der Fälle war die Information falsch. Das entspricht dem bisherigen Wert.

Die Bahn wertet das als gelungene Nachbildung. Man habe den Betrieb realistisch abgebildet.

Neu ist die Fähigkeit zur Selbstkorrektur. Das System widerruft eine Ansage im Schnitt nach 40 Sekunden.

Fahrgäste finden das ehrlicher als bisher. Früher blieb die falsche Ansage einfach stehen.

Kritik kommt von den Zugbegleitern. Sie fürchten um ihre letzte verbliebene Aufgabe.

Der Konzern beruhigt. Für persönliche Erklärungen brauche man weiter Menschen.

Die künstliche Intelligenz könne nur ansagen. Erklären könne sie so wenig wie alle anderen.

Trainiert wurde das System mit 2 Millionen Ansagen. Sie stammen aus zehn Jahren Betrieb.

Auffällig war dabei ein Muster. Das Wort voraussichtlich kam in jedem dritten Satz vor.

Das System hat es übernommen. Inzwischen nutzt es das Wort in jedem zweiten.

Fachleute nennen das eine Verstärkung. Die Bahn nennt es Lernerfolg.

Geplant ist nun ein zweites Modell. Es soll Verspätungen vorhersagen.

Trainiert wird es mit denselben Daten. Erwartet wird kein anderes Ergebnis.

Das System formuliert aus Betriebsdaten. Es sagt, was gemeldet ist.

Gemeldet ist selten der Grund. Gemeldet ist der Zustand.

Ein Zustand ohne Grund klingt ratlos, gleich wer ihn vorliest.

Zwei Vorteile hat das System: Es ist rund um die Uhr da und wird nicht laut.

Einen Nachteil hat es. Es kann nicht sagen, dass es nichts weiß, ohne es zu behaupten.

Die Anschaffung kostete 4,1 Millionen. Eingespart wurden 41 Stellen im Ansagedienst.

Diese 41 Stellen waren zugleich die Auskunft auf dem Bahnsteig.

Ausgeschrieben war ein Ansagesystem. Die Auskunft war kein Bestandteil.

Eine Funktion fehlt dem System noch. Es kann nicht seufzen.

+++ MÜLLEIMER-TICKER +++

+++ Anschaffung 4,1 Millionen, eingespart 41 Stellen im Ansagedienst +++

+++ Diese Stellen waren zugleich die Auskunft auf dem Bahnsteig – ausgeschrieben war nur das Ansagesystem +++

Achtung, Satire: Personen, Zitate und Pressestellen sind frei erfunden — im Gegensatz zu den Verspätungen.

Folge dem Bahn-Slam
auf WhatsApp

  • Neue Slam-Texte zuerst
  • Gedanken vom Gleis
  • Keine E-Mail, kein Spam

Deine Nummer bleibt geheim. Du liest, ich schreibe – ganz ohne Datensammeln.

Jetzt Kanal folgen
QR-Code zum Bahn-Slam WhatsApp-Kanal 📷 Scannen & folgen
🦝 Komm mit meinem Waschbär an Bord – schon jetzt an Gleis 1 der Bahn-Slam-Community.
Kanal ansehen →

Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

Zeige alle Beiträge von BahnSlam →