Bürger sollen Gleise adoptieren und selbst mähen

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Bürger sollen Gleise adoptieren und selbst mähen

Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 2 Minuten (Ladezeit: 8)

Streckenpatenschaft Satire: Waschbär schneidet mit einer Gartenschere hohes Gras zwischen Bahngleisen

Ein Streckenpate bei der Arbeit. Versichert ist er nicht. Foto: wpa (Symbolbild)

Berlin (wpa) – Die Deutsche Bahn sucht Freiwillige für die Streckenpflege. Bürger sollen einen Gleisabschnitt adoptieren.

Der Pate hält seinen Abschnitt frei. Frei von Laub, Gras und Gestrüpp.

„Das schafft Verbundenheit“, sagt Netzsprecher Volker Grünstreifen. Verbunden ist der Pate mit dem Gleis.

Werkzeug bringt der Pate selbst mit. Empfohlen werden Schere und feste Schuhe.

Eine Warnweste stellt der Pate ebenfalls. Versichert ist er nicht.

Gearbeitet wird in Sperrpausen. Sperrpausen sind nachts.

Nachts sieht man das Gras schlecht. Dafür fährt kein Zug.

Meistens fährt kein Zug. Auf die Ausnahme weist ein Schild hin.

Das Schild steht am Anfang des Abschnitts. Der Abschnitt ist zwei Kilometer lang.

Zu vergeben sind 4.100 Kilometer. Gemeldet haben sich neun Personen.

Neun Personen pflegen 18 Kilometer. Der Rest wächst zu.

Zugewachsene Strecken verlangsamen den Verkehr. Dann fährt die Bahn langsamer.

Langsamer fahren kostet Minuten. Die Minuten trägt der Fahrgast.

Die eigentliche Pflege macht ein Trupp. Der Trupp ist unterbesetzt.

Gesucht werden 2.000 Kräfte. Vorhanden sind 900.

Die Lücke soll der Pate schließen. Ehrenamtlich und nachts.

Naturschutzverbände sind skeptisch. Ein Laie kenne den Unterschied nicht.

Den Unterschied zwischen Unkraut und Brutplatz. Die Bahn setzt auf Fingerspitzengefühl.

Fingerspitzengefühl hat man nachts selten. Man schneidet, was im Weg ist.

Für die Paten gibt es eine Urkunde. Sie nennt den Abschnitt beim Namen.

Der Abschnitt heißt nach der Kilometrierung. Die Urkunde hängt in der Küche.

Herr Lindqvist hat einen Abschnitt im Ort übernommen. Er mäht ihn samstags.

Gesperrt ist die Strecke samstags nicht. Er arbeitet trotzdem, mit einem Auge auf der Kurve.

Bezahlt wird er in Verbundenheit. Für alles andere ist er selbst zuständig.

+++ MÜLLEIMER-TICKER +++

+++ 4.100 Kilometer zu vergeben, gemeldet haben sich neun +++

+++ Schere und Warnweste selbst, gearbeitet wird nachts +++

Achtung, Satire: Personen, Zitate und Pressestellen sind frei erfunden — im Gegensatz zu den Verspätungen.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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