Die Sitzheizung im ICE läuft nur im Sommer

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Die Sitzheizung im ICE läuft nur im Sommer

Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 2 Minuten (Ladezeit: 8)

Sitzheizung Satire: Waschbär sitzt auf einem Zugsitz am Fenster und fächelt sich Luft zu

Ein Fahrgast auf dem beheizten Sitz. Draußen sind es dreißig Grad. Foto: wpa (Symbolbild)

Berlin (wpa) – Die Sitzheizung im ICE arbeitet zuverlässig. Sie läuft im Sommer und schweigt im Winter.

Gesteuert wird sie über einen Sensor. Der Sensor sitzt am Fenster.

„Die Technik reagiert auf Sonne“, sagt Technikvorstand Bernd Sitzpolster. Sonne gibt es im Sommer.

Im Sommer scheint sie aufs Fenster. Der Sensor misst Wärme und heizt gegen.

Geheizt wird also, wenn es warm ist. Das ist konstruktiv so vorgesehen.

Im Winter bleibt die Sonne weg. Der Sensor misst nichts und schaltet ab.

Abgeschaltet ist die Heizung, wenn es kalt ist. Auch das ist vorgesehen.

Ein zweiter Sensor im Sitz würde helfen. Er kostet 1.400 Euro je Wagen.

Bei 4.100 Wagen sind das 5,7 Millionen. Die Summe steht in einer Vorlage.

Die Vorlage ist von 2021. Entschieden wurde, im Zuge der Revision umzurüsten.

Die Revision erfolgt alle acht Jahre. Damit ist die Flotte 2032 fertig.

Bis dahin gilt die alte Regel. Warm im Sommer, kalt im Winter.

Fahrgäste haben sich eingerichtet. Im Sommer setzt man sich woanders hin.

Woanders ist auch besetzt. Der Zug ist voll, seit vier Wagen fehlen.

Die vier Wagen stehen im Werk. Dort ist die Heizung ausgebaut.

Ausgebaut wurde sie zur Prüfung. Geprüft wird seit Februar.

Für Beschwerden gibt es ein Formular. Es fragt nach der Wagennummer.

Die Wagennummer ändert sich kurzfristig. Das Formular gilt trotzdem.

Der Konzern verweist auf die Klimaanlage. Die schaltet bei 32 Grad ab.

Dann ist es warm und der Sitz heizt. Das Zusammenspiel gilt als abgestimmt.

Frau Kowalczyk fährt frühmorgens im Januar. Ihr Sitz ist kalt, das Fenster beschlagen.

Sie hat sich eine Decke mitgebracht. Im Sommer lässt sie sie zu Hause.

Im Sommer heizt der Sitz. Da bräuchte sie keine Decke, sondern eine zweite.

Die Bahn nennt das eine ganzjährige Lösung. Für jede Jahreszeit die falsche.

+++ MÜLLEIMER-TICKER +++

+++ Sensor am Fenster: heizt bei Sonne, schweigt bei Kälte +++

+++ Zweiter Sensor 1.400 Euro je Wagen, vorgesehen für 2032 +++

Achtung, Satire: Personen, Zitate und Pressestellen sind frei erfunden — im Gegensatz zu den Verspätungen.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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