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Bahn heizt jetzt im Sommer und kühlt im Winter, offiziell
Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 2 Minuten (bei 31 Grad)

Ein Fahrgast im August. Er hat vorgesorgt. Foto: wpa (Symbolbild)
Kassel (wpa) – Die Deutsche Bahn hat ihre Klimatechnik neu abgestimmt. Geheizt wird künftig im Sommer, gekühlt im Winter.
Der Schritt folgt auf jahrelange Beobachtungen. Genau so verhielten sich die Anlagen ohnehin.
„Wir haben aufgehört, dagegen zu arbeiten“, sagt Technikvorstand Volkmar Schutzbetrieb. Das spart Kraft.
Gespart wird der Widerstand gegen die eigene Technik. Sie tut, was sie tut, jetzt offiziell.
Die Anlage regelt nach Außentemperatur. Der Sensor sitzt am Wagendach.
Dort misst er im Sommer die Sonne mit. Gemessen werden 41 Grad.
Bei 41 Grad schaltet die Anlage in den Schutzbetrieb. Schutzbetrieb heißt aus.
Aus ist sie, damit der Verdichter nicht ausfällt. Konstruktiv so vorgesehen.
Geschützt wird der Verdichter, gegart wird der Fahrgast. Genau bei 41 Grad, wenn er die Kühlung braucht.
Frau Kroeger sitzt im Sommer bei 41 Grad im Wagen. Die Anlage ist im Schutzbetrieb, für sich selbst.
Sie schützt ihre Technik, nicht ihre Passagiere. Gekühlt wird, wenn es kühl ist, aus im Hitzefall.
Der Vorstand nennt die Umstellung eine ehrliche Anpassung. Ehrlich ist, dass die Anlage im Sommer heizt.
Eine Klimaanlage, die bei Hitze abschaltet, ist eine Heizung mit Sensor. Sie läuft, wenn niemand sie braucht.
Der Minister lobt die vorausschauende Wartungsstrategie. Vorausgeschaut wird auf den Verdichter, nicht auf den Fahrgast.
Gemessen wird die Dachtemperatur, nicht die im Wagen. 41 Grad auf dem Dach, aus im Abteil.
Der Sensor misst die Sonne, nicht den Innenraum. Also schaltet er ab, wenn es innen am heißesten ist.
Für einen Sensor im Wagen gäbe es einen Plan. Er misst dann die Hitze, die man kühlen sollte.
So stimmt die Bahn ihre Klimatechnik ab, indem sie ihr Fehlverhalten zur Regel macht. Im Sommer heiß, im Winter kalt.
41 Grad, Schutzbetrieb, Verdichter geschont, Fahrgast gegart. Das ist die neue Abstimmung.
Die Bahn heizt jetzt offiziell im Sommer und kühlt im Winter, weil der Dachsensor bei 41 Grad in den Schutzbetrieb schaltet, um den Verdichter zu schonen. Frau Kroeger sitzt bei 41 Grad, gekühlt wird, wenn es kalt ist.
+++ MÜLLEIMER-TICKER +++
+++ Der Sensor sitzt am Dach und misst im Sommer die Sonneneinstrahlung mit – bei 41 Grad schaltet die Anlage ab +++
+++ Ein zweiter Sensor im Innenraum kostet 1.400 Euro je Wagen +++
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