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Gleiswechsel wird olympische Disziplin: Deutschland gilt als Favorit
Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 2 Minuten (Sprint inklusive)

Ein Athlet im Wettkampf. Er wechselt von Gleis 7 auf Gleis 2. Foto: wpa (Symbolbild)
Berlin (wpa) – Der kurzfristige Gleiswechsel soll olympische Disziplin werden. Ein entsprechender Antrag liegt vor.
Eingereicht wurde er von einem deutschen Fahrgastverband. Begründet wird er mit jahrzehntelanger Praxis.
„Wir trainieren das täglich“, heißt es in der Bewerbung. „Und zwar unfreiwillig.“
Gewertet werden Zeit, Gepäckmenge und Haltung. Abzüge gibt es für Rempeln und lautes Fluchen.
Als Wettkampfstätte ist ein realer Bahnhof vorgesehen. Nur dort seien die Bedingungen echt.
Deutschland gilt als klarer Favorit. Kein anderes Land bietet vergleichbare Trainingsmöglichkeiten.
Die Schweiz hat ihre Teilnahme bereits abgesagt. Dort finde der Wechsel zu selten statt.
Auch Japan winkte ab. Man verfüge über keine geeigneten Anlagen.
Der Deutsche Olympische Sportbund zeigt sich aufgeschlossen. Man prüfe die Disziplin wohlwollend.
Als Nachwuchsförderung sind Schulwettbewerbe geplant. Sie finden im Berufsverkehr statt.
Die Bahn unterstützt die Idee ausdrücklich. Man stelle die Infrastruktur kostenfrei zur Verfügung.
Ein Sprecher betonte den gesellschaftlichen Nutzen. Bewegung sei gesund und bei ihnen inbegriffen.
Kritik kommt vom Sozialverband. Nicht jeder könne 140 Meter sprinten.
Für diese Gruppe ist eine eigene Wertung geplant. Sie heißt Zuschauen.
Die Durchsage bleibt Teil des Wettkampfs. Sie erfolgt undeutlich und 30 Sekunden zu spät.
Der Antrag umfasst 60 Seiten. Beigefügt sind 200 Videoaufnahmen.
Sie stammen von Fahrgästen. Aufgenommen wurden sie unfreiwillig.
Das Internationale Olympische Komitee hat den Eingang bestätigt. Eine Prüfung dauert vier Jahre.
Bis dahin läuft der Trainingsbetrieb weiter. Er findet täglich statt.
Trainiert wird ohne Anmeldung. Teilnehmen kann jeder mit einer Fahrkarte.
Erste Testläufe fanden in Hamm statt. Von 180 Teilnehmern erreichten neun den Zug.
Die übrigen wurden gewertet. Sie belegten gemeinsam Platz zehn.
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