Anschlusszug fährt 30 Sekunden zu früh ab – Bahn feiert das als doppelten Erfolg

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Anschlusszug fährt 30 Sekunden zu früh ab – Bahn feiert das als doppelten Erfolg

Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 2 Minuten (Umsteigezeit 0)

Anschlusszug verpasst Satire: Waschbär steht am Bahnsteig und schaut einem abfahrenden Zug hinterher

Der Anschluss verlässt planmäßig den Bahnhof. Foto: wpa (Symbolbild)

Hamm (wpa) – Ein Regionalzug ist 30 Sekunden vor der Ankunft des ICE abgefahren. 180 Reisende blieben zurück.

Die Bahn wertet den Vorgang als doppelten Erfolg. Beide Züge waren pünktlich.

„Warten hätte die Statistik beschädigt“, erklärte Disponent Uwe Umsteigezeit. „Das wäre niemandem geholfen.“

Der nächste Anschluss fuhr 58 Minuten später. Damit lag er knapp unter der Entschädigungsgrenze.

Reisende nutzten die Zeit unterschiedlich. Einige aßen, andere weinten leise.

Die Bahn arbeitet an einer Verbesserung. Künftig sollen Anschlusszüge eine Minute früher fahren.

Der ICE hatte selbst 44 Minuten Rückstand. In der Bilanz taucht er dennoch als planmäßig auf.

Möglich macht das die neue Bezugsgröße. Gemessen wird gegen den zuletzt gültigen Fahrplan.

Fahrgastverbände sprechen von einem systematischen Muster. Anschlüsse würden zunehmend als Störgröße behandelt.

„Wer wartet, verliert die Statistik“, heißt es in einem internen Papier. Es lag am Bahnsteig im Mülleimer.

Der Regionalzug fuhr anschließend nahezu leer weiter. Er erreichte sein Ziel drei Minuten zu früh.

Auch das wertet der Konzern positiv. Frühe Ankünfte gelten als Ausgleich für späte.

Solche Fälle werden seit 2023 erfasst. Im vergangenen Jahr waren es 41.000.

Erfasst wird nur, wenn ein Reisender es meldet. Gemeldet wird selten.

Ein Meldeformular ist vorhanden. Es liegt am Servicepoint aus.

Der Servicepoint ist an kleinen Bahnhöfen nicht besetzt. Dort entfällt die Meldung.

Die Bahn wertet die niedrige Zahl positiv. Sie zeige eine hohe Zufriedenheit.

Fahrgastverbände sehen das anders. Wer den Anschluss verpasst, füllt kein Formular aus.

Die 180 Zurückgebliebenen erhielten einen Gutschein. Er gilt für ein Heißgetränk am Automaten in Halle 2.

So werde der Abstand größer und die Enttäuschung kleiner. Man wolle niemanden auf der Zielgeraden verlieren.

+++ MÜLLEIMER-TICKER +++

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Achtung, Satire: Personen, Zitate und Pressestellen sind frei erfunden — im Gegensatz zu den Verspätungen.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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