Bahnhofsuhren gehen künftig absichtlich zwölf Minuten nach

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Bahnhofsuhren gehen künftig absichtlich zwölf Minuten nach

Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 2 Minuten (Ortszeit)

Bahnhofsuhr Satire: Waschbär steht auf dem Bahnsteig unter einer großen runden Bahnhofsuhr

Die neue Zeit am Gleis. Sie ist entspannter als die alte. Foto: wpa (Symbolbild)

Leipzig (wpa) – Die Deutsche Bahn stellt alle Bahnhofsuhren um zwölf Minuten zurück. Der Schritt erfolgt bundesweit.

Damit sollen Fahrgäste ihren Zug seltener verpassen. Rein rechnerisch geht das auf.

„Die Uhr war jahrelang das genaueste Gerät im Bahnhof“, erklärte Sprecher Rolf Zeigerstand. „Das hat nicht zusammengepasst.“

Nun laufe die Zeit im gleichen Takt wie der Betrieb. Man spreche von innerer Stimmigkeit.

Erste Reisende berichten von einem ruhigeren Gefühl. Sie kommen an und der Zug ist noch da.

Physiker widersprechen der Methode. Die Bahn verweist auf die Erfahrung im Umgang mit Zeit.

Betroffen sind rund 5.400 Uhren. Die Umstellung dauert bis Dezember.

Zuständig ist eine eigens gegründete Projektgruppe. Sie trägt den Namen Zeitgewinn.

„Wir korrigieren keine Zeit, wir korrigieren Erwartungen“, erklärte Projektleiterin Heike Sekundenzeiger.

Die Schweizerischen Bundesbahnen reagierten zurückhaltend. Ihre Uhr sei ein Kulturgut und kein Vorschlag.

In Hannover kam es bereits zu einem Zwischenfall. Dort blieb eine Uhr aus Protest stehen.

Die Bahn wertet das nicht als Störung. Eine stehende Uhr gehe zweimal täglich richtig.

Die Physikalisch-Technische Bundesanstalt bittet um ein Gespräch. Ein Termin wurde für Oktober vereinbart.

Ob er stattfindet, ist offen. Er hängt an einer Zugverbindung.

Die Umstellung kostet 4,2 Millionen Euro. Bezahlt wird sie aus dem Modernisierungstopf.

Aus demselben Topf sollten Aufzüge saniert werden. Diese Vorhaben verschieben sich.

Der Fahrgastverband nennt das eine falsche Reihenfolge. Eine Uhr helfe niemandem die Treppe hinauf.

Die Bahn verweist auf die Wirkung. Eine Uhr sehe jeder und einen Aufzug nur wenige.

In der Schweiz wurde die Begründung übersetzt. Eine Antwort kam nicht.

Man wartet dort noch immer. Allerdings pünktlich.

Für Anschlusszüge gilt eine Ausnahme. Deren Uhren gehen weiterhin vor.

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Achtung, Satire: Personen, Zitate und Pressestellen sind frei erfunden — im Gegensatz zu den Verspätungen.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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