⚠ Störungsinfo: Auf diesem Abschnitt der Website fällt der Ernst bis auf Weiteres aus. Es verkehrt ein Satire-Ersatzverkehr. Wir bitten, die Freude zu entschuldigen.
Die Bahn kehrt zum Papierfahrplan zurück, die Lieferung verspätet sich um vier Wochen
Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 2 Minuten (ohne Akku)

Der neue Fahrplan im Praxistest. Er knistert beruhigend. Foto: wpa (Symbolbild)
Berlin (wpa) – Nach zwölf Jahren Digitalisierung kehrt die Deutsche Bahn zum gedruckten Fahrplan zurück. Der Schritt gilt intern als Modernisierung.
Der neue Aushang wird an allen Bahnhöfen angebracht. Er zeigt die geplanten Abfahrtszeiten.
Geplant ist das entscheidende Wort. Es steht auch digital nirgends anders.
„Digital oder gedruckt macht keinen Unterschied“, sagt Projektleiter Ingo Faltblatt. „Beides stimmt gleich selten.“
Papier habe jedoch Vorteile. Es braucht keinen Akku und keinen Empfang.
Außerdem lässt es sich bei Regen über den Kopf halten. Diese Funktion fehlte der App bisher.
Am Bahnsteig ist das ein echter Vorteil. Ein Dach wäre allerdings noch besser.
Kritiker sehen einen Rückschritt. Der Konzern widerspricht entschieden.
Man spreche von analoger Resilienz. Der Fahrplan sei die einzige Komponente ohne Störungsrisiko.
Ohne Störungsrisiko ist er, weil er nichts verspricht. Er zeigt nur, was gelten sollte.
Gedruckt wurden 2,3 Millionen Exemplare. Das Papier stammt aus nachhaltiger Forstwirtschaft.
Nachhaltig ist das Papier, veraltet der Inhalt. Beides zugleich ist eine Leistung.
Der Druck erfolgte in Tschechien. Die Lieferung verzögerte sich um vier Wochen.
Als Grund nannte die Druckerei Probleme im Schienenverkehr. Die Bahn hat das nicht kommentiert.
Herr Bartsch steht vor dem neuen Aushang. Er sucht seinen Zug von 14:12.
Der Zug steht gedruckt in der Vitrine. Auf dem Bahnsteig steht er nicht.
Der Aushang hängt nun in Vitrinen aus Aluminium. Sie kosteten 240 Euro pro Stück.
240 Euro kostet der Rahmen, das Blatt darin ist schon überholt. Gerahmt ist die gute Absicht.
Ein Fahrplan, der gedruckt so selten stimmt wie digital, aber nicht ausfallen kann, ist der ehrlichste Aushang der Bahn. Er verspricht nichts und hält es zuverlässig.
Zwölf Jahre Digitalisierung, 2,3 Millionen Exemplare, vier Wochen Lieferverzug, 240 Euro pro Vitrine. Herr Bartsch sucht seinen Zug von 14:12, und gedruckt steht er da, nur auf dem Gleis nicht.
+++ MÜLLEIMER-TICKER +++
+++ Auf 41 Prozent der Bahnsteige gibt es kein belastbares Mobilfunknetz +++
+++ Aufkleberturnus sechs Wochen, Baustellendauer vier +++
Mehr Satire-Ersatzverkehr:
Alle Meldungen der Waschbär-Presseagentur
Achtung, Satire: Personen, Zitate und Pressestellen sind frei erfunden — im Gegensatz zu den Verspätungen.
Folge dem Bahn-Slam
auf WhatsApp
- Neue Slam-Texte zuerst
- Gedanken vom Gleis
- Keine E-Mail, kein Spam
Deine Nummer bleibt geheim. Du liest, ich schreibe – ganz ohne Datensammeln.
Jetzt Kanal folgen