Bahn führt Selbst-Check-in ein, der Zug fährt trotzdem

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Bahn führt Selbst-Check-in ein, der Zug fährt trotzdem

Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 2 Minuten (Ladezeit: 8)

Selbst-Check-in Satire: Waschbär an einem Self-Service-Terminal auf dem Bahnsteig

Ein Reisender beim Selbst-Check-in. Erfasst ist er, befördert nicht. Foto: wpa (Symbolbild)

Stuttgart (wpa) – Die Deutsche Bahn führt am Bahnsteig einen Selbst-Check-in ein. Reisende melden sich künftig selbst an.

Angemeldet wird man am Terminal. Das Terminal ersetzt das Personal.

„Wir geben dem Kunden die Kontrolle“, sagt Digitalchef Malte Selbstläufer. Kontrolliert wird man selbst.

Wer eincheckt, gilt als angekommen. Angekommen ist man am Terminal.

Am Terminal steht man auf dem Bahnsteig. Der Zug steht dort nicht.

Der Zug fährt trotzdem. Der Check-in hält ihn nicht auf.

Aufgehalten wird nur die Schlange. Sie bildet sich vor dem Gerät.

Das Gerät ist oft gestört. Dann checkt niemand ein.

Wer nicht eincheckt, gilt als abwesend. Abwesend ist, wer da steht.

Erfasst wird die Zahl der Check-ins. Sie ist die neue Kennzahl.

Die Kennzahl heißt Präsenz. Präsenz ersetzt Pünktlichkeit.

Pünktlichkeit war schwer zu erreichen. Präsenz ist leichter.

Leichter, weil man ohnehin da ist. Man wartet ja.

Das Terminal kostete 12 Millionen Euro. Eingespart wurde der Servicepoint.

Der Servicepoint gab Auskunft. Das Terminal gibt einen Haken.

Der Haken ist grün. Grün bedeutet: erfasst.

Erfasst ist der Fahrgast. Befördert ist er nicht.

Für Rückfragen gibt es einen Knopf. Er ruft niemanden.

Niemand ist erreichbar. Der Knopf gibt einen Ton.

Herr Schulz checkte im August ein. Sein Zug fiel danach aus.

Erfasst war er trotzdem. In der Statistik war er da.

+++ MÜLLEIMER-TICKER +++

+++ Neue Kennzahl Präsenz ersetzt die Pünktlichkeit +++

+++ 12 Millionen fürs Terminal, eingespart wurde der Servicepoint +++

Achtung, Satire: Personen, Zitate und Pressestellen sind frei erfunden — im Gegensatz zu den Verspätungen.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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