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Im Ruheabteil kommen jetzt die meisten Durchsagen
Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 2 Minuten (Ladezeit: 8)

Ein Fahrgast im Ruheabteil. Gleich meldet sich der Lautsprecher. Foto: wpa (Symbolbild)
Berlin (wpa) – Das Ruheabteil im ICE ist der leiseste Ort im Zug. Nur die Durchsagen kommen jetzt vor allem dorthin.
Der Grund liegt in der Akustik. Wo niemand redet, versteht man die Ansage am besten.
„Wir gehen dahin, wo man uns hört“, sagt Produktchefin Carla Stillezone. Gehört wird man im Ruheabteil.
Angesagt werden Verspätungen, Anschlüsse und der nächste Halt. Der nächste Halt wird zweimal genannt.
Zweimal genannt wird er, weil er sich geändert hat. Geändert hat er sich seit der ersten Ansage.
Zwischen zwei Ansagen ist es still. Die Stille dauert vier Minuten.
Vier Minuten gelten als Erholung. Danach meldet sich der Zugbegleiter.
Der Zugbegleiter entschuldigt sich für die Ruhe. Sie sei technisch bedingt.
Reisende buchen das Abteil trotzdem. Die Alternative ist lauter.
In der Alternative telefonieren alle. Im Ruheabteil telefoniert nur der Lautsprecher.
Für Beschwerden gibt es ein Schild. Es bittet um Ruhe.
Das Schild hängt unter dem Lautsprecher. Beide meinen es ernst.
Der Konzern verweist auf die Sicherheit. Ansagen seien vorgeschrieben.
Vorgeschrieben ist der Inhalt, nicht die Lautstärke. Die Lautstärke ist eine Entscheidung.
Entschieden wurde für maximal. Verstehen soll es auch der Letzte.
Der Letzte sitzt im Ruheabteil. Er wollte seine Ruhe.
Ein Regler wäre möglich. Er ist für 2031 vorgesehen.
Bis dahin gilt eine Empfehlung. Wer Ruhe will, setzt sich in den lauten Wagen.
Im lauten Wagen gehen die Ansagen unter. Da versteht man sie nicht.
Herr Pietsch bucht seit Jahren das Ruheabteil. Er liest dort, zwischen den Ansagen.
Im Juli kam er auf elf Minuten Lesezeit. Verteilt auf drei Stunden.
Die restliche Zeit wurde er informiert. Über einen Zug, in dem er saß.
+++ MÜLLEIMER-TICKER +++
+++ Ansagen kommen dahin, wo man sie am besten hört +++
+++ Ein Lautstärkeregler ist für 2031 vorgesehen +++
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