Neue Abstandsmarkierung am Gleis, keiner passt hinein

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Neue Abstandsmarkierung am Gleis, keiner passt hinein

Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 2 Minuten (Ladezeit: 8)

Abstandsmarkierung Satire: Waschbär steht in einem kleinen aufgemalten Kreis auf einem vollen Bahnsteig

Ein Fahrgast im Kreis. Um ihn herum passt niemand mehr. Foto: wpa (Symbolbild)

Köln (wpa) – Die Deutsche Bahn hat neue Markierungen auf die Bahnsteige gemalt. Sie sollen den Abstand regeln.

Jeder Kreis fasst eine Person. Auf dem Bahnsteig stehen vierzig.

„Wir sorgen für Ordnung“, sagt Sicherheitschefin Petra Bodenmarke. Geordnet wird der Andrang.

Der Andrang entsteht am Morgen. Da will jeder in denselben Zug.

Denselben Zug gibt es nur einmal. Er ist kürzer als früher.

Kürzer ist er, weil Wagen fehlen. Voller ist der Bahnsteig.

Auf den Bahnsteig passen die Kreise nicht. Es sind zu wenige.

Zu wenige Kreise, zu viele Menschen. Die meisten stehen daneben.

Wer daneben steht, gilt als undiszipliniert. So die Hausordnung.

Die Hausordnung hängt aus. Sie ist neu und gilt streng.

Kontrolliert wird die Einhaltung stichprobenhaft. Kontrolliert wird selten.

Selten, weil das Personal fehlt. Es steht selbst nicht im Kreis.

Gemalt wurden die Kreise von einer Firma. Sie kam nachts.

Nachts war der Bahnsteig leer. Da passten alle hinein.

Tagsüber ist er voll. Da passt keiner.

Die Aktion kostete 4,1 Millionen Euro. Ein Wagen mehr kostet mehr.

Ein Wagen mehr wäre eine Lösung. Ein Kreis ist billiger.

Fahrgastverbände nennen das Symbolik. Die Bahn nennt es Prävention.

Verhindert wird nichts. Gemalt ist alles.

Herr Schäfer stellt sich morgens in einen Kreis. Um ihn herum stehen dreißig.

Der Zug hält woanders. Sein Kreis war am falschen Gleis.

+++ MÜLLEIMER-TICKER +++

+++ Jeder Kreis fasst eine Person, auf dem Bahnsteig stehen vierzig +++

+++ 4,1 Millionen für Farbe, ein Wagen mehr kostet mehr +++

Achtung, Satire: Personen, Zitate und Pressestellen sind frei erfunden — im Gegensatz zu den Verspätungen.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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