Bahnhof heißt jetzt nach dem, der am meisten zahlt

⚠ Störungsinfo: Auf diesem Abschnitt der Website fällt der Ernst bis auf Weiteres aus. Es verkehrt ein Satire-Ersatzverkehr. Wir bitten, die Freude zu entschuldigen.

Bahnhof heißt jetzt nach dem, der am meisten zahlt

Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 2 Minuten (Ladezeit: 8)

Namensrecht Satire: Waschbär neben einem großen Bahnhofsschild, das teils von einem leeren Werbebanner verdeckt ist

Ein Bahnhof mit neuem Namen. Der alte hängt noch darunter. Foto: wpa (Symbolbild)

Duisburg (wpa) – Die Deutsche Bahn verkauft die Namen ihrer Bahnhöfe. Wer am meisten zahlt, gibt den Namen vor.

Der Bahnhof heißt dann nach dem Käufer. Für die Dauer des Vertrags.

„Ein Name ist eine Fläche“, sagt Vermarktungschef Ingo Schilderwald. Die Fläche wird vermietet.

Der erste Käufer war ein Möbelhaus. Es ging im Frühjahr insolvent.

Das Schild hängt noch. Der Name gehört jetzt niemandem.

Niemandem gehört auch der alte Name. Er wurde entfernt.

Entfernt wurde er, weil er nichts einbrachte. Der neue bringt Miete.

Die Miete beträgt 41.000 Euro im Jahr. Sie fließt in die Vermarktung.

Vermarktet werden weitere Bahnhöfe. Vorgesehen sind 340.

Reisende sollen den neuen Namen verwenden. Die Ansage nennt den alten.

Die Ansage stammt aus dem System. Das System kennt den Verkauf nicht.

Aktualisiert wird es 2031. Bis dahin gelten beide Namen.

Beide Namen stehen auf der Fahrkarte. Getrennt durch einen Schrägstrich.

Der Schrägstrich verwirrt die Auskunft. Die Auskunft nennt einen dritten.

Der dritte ist der Arbeitstitel. Er stand im Vertrag.

Navigationsgeräte kennen keinen der drei. Sie führen zum Rathaus.

Kritiker nennen das Ausverkauf. Die Bahn nennt es Erlösquelle.

Die Quelle ist ergiebig. Der Name kostet nichts.

Für den insolventen Bahnhof wird ein Käufer gesucht. Bis dahin trägt er den alten.

Frau Ziegler kaufte eine Fahrkarte nach dem neuen Namen. Ausgestiegen ist sie am alten.

Es war derselbe Bahnhof. Das wusste nur sie.

+++ MÜLLEIMER-TICKER +++

+++ Namensmiete 41.000 Euro im Jahr, vorgesehen sind 340 Bahnhöfe +++

+++ Die Ansage nennt den alten Namen, aktualisiert wird 2031 +++

Achtung, Satire: Personen, Zitate und Pressestellen sind frei erfunden — im Gegensatz zu den Verspätungen.

Folge dem Bahn-Slam
auf WhatsApp

  • Neue Slam-Texte zuerst
  • Gedanken vom Gleis
  • Keine E-Mail, kein Spam

Deine Nummer bleibt geheim. Du liest, ich schreibe – ganz ohne Datensammeln.

Jetzt Kanal folgen
QR-Code zum Bahn-Slam WhatsApp-Kanal 📷 Scannen & folgen
🦝 Komm mit meinem Waschbär an Bord – schon jetzt an Gleis 1 der Bahn-Slam-Community.
Kanal ansehen →

Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

Zeige alle Beiträge von BahnSlam →