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Statt mehr Lohn führt der Konzern Trinkgeld für Schaffner ein
Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 2 Minuten (Ladezeit: 8)

Das Trinkgeldglas im Gang. Aufgestellt vom Konzern. Foto: wpa (Symbolbild)
Frankfurt (wpa) – Der Vorstand der Deutschen Bahn erhöht die Löhne nicht. Er führt Trinkgeld ein.
Trinkgeld zahlt der Fahrgast. Der Konzern spart.
„Wir setzen auf Wertschätzung“, sagt Personalchef Achim Sparbüchse. Wertschätzung kostet ihn nichts.
Nichts kostet das Sparschwein. Es steht im Gang.
Im Gang bittet es um Münzen. Für den Schaffner.
Der Schaffner steht daneben. Er schämt sich.
Schämen muss sich der Falsche. Er macht seine Arbeit.
Die Arbeit ist hart. Der Lohn ist gleich geblieben.
Gleich geblieben seit Jahren. Erhöht wird woanders.
Woanders sitzt der Vorstand. Sein Bonus stieg.
Der Bonus ist gewachsen. Das Glas ist neu.
Neu ist die Idee, alt der Trick. Kosten wandern nach unten.
Unten steht das Personal. Es hält den Kopf hin.
Den Kopf hin und die Hand auf. So war es nicht gemeint.
Gemeint war Anerkennung. Gekommen ist ein Glas.
Das Glas füllt sich langsam. Die Fahrgäste haben selbst wenig.
Wenig haben viele. Geben tun sie trotzdem.
Kritiker nennen es Zumutung. Der Konzern nennt es modern.
Herr Lange fährt als Schaffner seit zwanzig Jahren. Er mag das Glas nicht.
Er stellte es in die Ecke. Der Vorstand stellte es zurück.
+++ MÜLLEIMER-TICKER +++
+++ Der Vorstand spart am Lohn und stellt ein Sparschwein auf +++
+++ Zahlen sollen die Fahrgäste, schämen soll sich der Schaffner +++
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