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Das Bordbistro führt ein Diät-Menü ein, es ist leer
Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 2 Minuten (Ladezeit: 8)

Das Diät-Menü im Bordbistro. Das Salatblatt ist optional. Foto: wpa (Symbolbild)
Hannover (wpa) – Das Bordbistro der Deutschen Bahn führt ein Diät-Menü ein. Es besteht aus dem, was da ist.
Da ist wenig. Die Regale sind leer.
„Wir liegen im Trend“, sagt Gastronomiechefin Sabine Speisekarte. Der Trend ist die Leere.
Angeboten werden Luft, Wasser und ein Salatblatt. Das Salatblatt ist optional.
Optional, weil oft aus. Dann bleibt das Wasser.
Wasser gibt es meist. Es ist warm.
Warm, weil die Kühlung ausfiel. Ausfall gilt als Reduktion.
Reduziert ist das Angebot seit Jahren. Jetzt hat es einen Namen.
Der Name ist Bahn-Detox. Er wirbt sich gut.
Gut beworben, selten verfügbar. Das Bistro ist meist zu.
Geöffnet ist es auf jeder zweiten Fahrt. Bemannt auf jeder dritten.
Bemannt heißt: eine Person. Sie betreut zwei Wagen.
Zwei Wagen und die Schlange. Die Schlange ist lang.
Lang ist auch die Fahrt. Verhungert ist noch niemand.
Verhungern gilt als ausgeschlossen. Man kommt ja an.
Ankommen dauert. Das Diät-Menü überbrückt.
Überbrückt wird mit einem Kaugummi. Er ist im Preis enthalten.
Der Preis ist gestiegen. Das Angebot nicht.
Herr Weiss bestellte im Juli einen Kaffee. Es gab warmes Wasser.
Er nannte es Tee. Die Bahn nannte es Detox.
+++ MÜLLEIMER-TICKER +++
+++ Angebot: Luft, Wasser und ein Salatblatt +++
+++ Geöffnet auf jeder zweiten Fahrt, bemannt auf jeder dritten +++
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