Zahlen, bitte
„Sehr geehrte Fahrgäste, dieser Intercity fährt schnell – nur nicht ganz so schnell wie der ICE.“
Wie schnell fährt ein Intercity?
→ Der IC ist der schnelle Bruder des Nahverkehrs und der langsamere des ICE. Die Tempozahlen.
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Kurz gesagt
Der klassische Intercity fährt bis zu 200 Stundenkilometer. Der neuere Doppelstock-IC 2 ist meist auf 160 begrenzt. Damit liegt der IC zwischen dem Regionalverkehr und dem schnelleren ICE, der 230 bis 300 erreicht.
Der Intercity, kurz IC, ist der klassische Fernzug: eine Lokomotive, dahinter mehrere Wagen.
Er erreicht bis zu 200 Stundenkilometer und verbindet größere Städte auf längeren Strecken – schneller als der Nahverkehr, aber gemächlicher als der ICE.
Damit hat der IC eine klare Rolle: Er ist das solide Rückgrat des Fernverkehrs abseits der schnellsten Rennstrecken.
Wo kein ICE fährt, ist oft der IC unterwegs.
Das Tempo im Vergleich
bis 200
km/h – IC
klassischer Intercity
meist 160
km/h – IC 2
Doppelstockzug
230–300
km/h – ICE
der schnelle Fernzug
Der Regionalverkehr (RE/RB) fährt meist bis 160 km/h.
Quelle: Deutsche Bahn, Fahrzeugdaten.

Bis 200 km/h
Der klassische IC besteht aus einer Lok und einer Reihe einzelner Wagen.
Diese Bauweise erlaubt Geschwindigkeiten von bis zu 200 Stundenkilometern – genug, um auch längere Strecken zügig zu bewältigen.
Viele dieser Wagen sind schon älter, werden aber laufend modernisiert.
Der IC ist damit ein bewährtes, robustes Konzept, das seit Jahrzehnten den Fernverkehr trägt.
Der Doppelstock-IC 2
Neuer ist der IC 2, ein Doppelstockzug.
Er bietet auf zwei Etagen viele Sitzplätze und ist günstiger zu beschaffen als ein ICE. Dafür ist er meist auf 160 Stundenkilometer begrenzt.
Der Grund ist die Bauart: Hohe Doppelstockwagen sind schwerer zu beschleunigen und aerodynamisch ungünstiger.
Für die Strecken, auf denen der IC 2 fährt, reicht das Tempo aber gut aus.
Zwischen Nahverkehr und ICE
Damit ordnet sich der IC genau in der Mitte ein.
Der Regionalverkehr fährt meist bis 160, der ICE zwischen 230 und 300 Stundenkilometern.
Der IC füllt die Lücke dazwischen – schneller als die Regionalbahn, aber ohne die teure Hochgeschwindigkeitstechnik.
Für viele Verbindungen ist das die passende Geschwindigkeit.
Nicht jede Strecke ist für 300 km/h gebaut, und nicht überall lohnt sich ein ICE. Der IC ist die pragmatische Wahl.
Warum es den IC noch gibt
Der IC bedient oft Städte und Strecken, die der ICE auslässt.
Er hält häufiger, bindet mittelgroße Städte an und ist damit für viele Regionen die wichtigste Fernverbindung überhaupt.
Zudem ist er flexibel: Eine Lok mit Wagen lässt sich leicht verlängern, kürzen oder umbauen.
So bleibt der Intercity ein unverzichtbarer Baustein zwischen dem schnellen ICE und dem dichten Nahverkehr.

Der internationale Bruder: der EuroCity
Eng verwandt mit dem IC ist der EuroCity, kurz EC. Er ist im Grunde ein Intercity, der Landesgrenzen überschreitet und große Städte verschiedener Länder verbindet.
Auch er fährt bis zu 200 Stundenkilometer.
EC-Züge verbinden Deutschland etwa mit der Schweiz, Österreich, Italien oder Tschechien.
Für den grenzüberschreitenden Verkehr sind sie unverzichtbar – oft dort, wo sich eine teure Hochgeschwindigkeitsstrecke nicht lohnt.
Ein Zugtyp im Wandel
Der klassische lokbespannte IC wird allmählich seltener.
Auf vielen Strecken übernimmt der ICE, auf anderen der neue Doppelstock-IC 2. Die alten Wagen kommen in die Jahre und werden nach und nach ersetzt.
Ganz verschwinden wird der IC aber nicht.
Er füllt eine wichtige Lücke im Netz und bedient Verbindungen, die für den ICE zu klein, für die Regionalbahn aber zu weit sind.
Sein Platz zwischen den Welten bleibt.
Warum Tempo nicht alles ist
Für die Reisezeit zählt nicht nur die Höchstgeschwindigkeit.
Ein Zug, der oft hält und mitten in die Städte fährt, kann von Tür zu Tür schneller sein als einer, der zwar Rekorde fährt, aber nur an wenigen, weit außerhalb gelegenen Bahnhöfen stoppt.
Der IC punktet hier mit seiner Nähe: Er hält häufiger und bindet mittelgroße Städte direkt an.
Für viele Reisende ist er deshalb die praktischere Wahl – auch wenn der ICE auf dem Papier schneller ist.
So ist die Frage nach dem Tempo am Ende weniger wichtig, als es scheint.
Entscheidend ist, dass der IC verlässlich die Städte verbindet, die sonst vom schnellen Fernverkehr abgehängt wären.
Am Ende ist der IC ein Stück Bahn-Alltag, das oft übersehen wird.
Er fährt zuverlässig, verbindet die mittelgroßen Städte und bleibt bezahlbar – auch wenn er nicht mit Rekordtempo glänzt.
Genau darin liegt sein Wert.
Wer also das nächste Mal in einen IC steigt, weiß: Es ist der solide Mittelweg des Fernverkehrs – schnell genug für weite Strecken, nah genug an den Städten, um wirklich nützlich zu sein.
Die Fernzug-Familie
ICE: der Hochgeschwindigkeitszug, 230–300 km/h.
IC/EC: der klassische Fernzug, bis 200 km/h; der Doppelstock-IC 2 meist 160.
RE/RB: der Regionalverkehr, meist bis 160 km/h.
Häufige Fragen
Wie schnell fährt ein Intercity?
Ist der IC langsamer als der ICE?
Warum ist der IC 2 langsamer?
Was ist der Unterschied zum Regionalverkehr?
Warum gibt es den IC überhaupt noch?
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