Wie schnell fährt ein Intercity?

Zahlen, bitte

„Sehr geehrte Fahrgäste, dieser Intercity fährt schnell – nur nicht ganz so schnell wie der ICE.“

Wie schnell fährt ein Intercity?

→ Der IC ist der schnelle Bruder des Nahverkehrs und der langsamere des ICE. Die Tempozahlen.

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Kurz gesagt

Der klassische Intercity fährt bis zu 200 Stundenkilometer. Der neuere Doppelstock-IC 2 ist meist auf 160 begrenzt. Damit liegt der IC zwischen dem Regionalverkehr und dem schnelleren ICE, der 230 bis 300 erreicht.

Der Intercity, kurz IC, ist der klassische Fernzug: eine Lokomotive, dahinter mehrere Wagen.

Er erreicht bis zu 200 Stundenkilometer und verbindet größere Städte auf längeren Strecken – schneller als der Nahverkehr, aber gemächlicher als der ICE.

Damit hat der IC eine klare Rolle: Er ist das solide Rückgrat des Fernverkehrs abseits der schnellsten Rennstrecken.

Wo kein ICE fährt, ist oft der IC unterwegs.

Das Tempo im Vergleich

bis 200

km/h – IC

klassischer Intercity

meist 160

km/h – IC 2

Doppelstockzug

230–300

km/h – ICE

der schnelle Fernzug

Der Regionalverkehr (RE/RB) fährt meist bis 160 km/h.

Quelle: Deutsche Bahn, Fahrzeugdaten.

Regionalexpress der Baureihe 425 auf der Gäubahn
Foto: Daniel Ostertag, CC BY 2.0 de, via Wikimedia Commons

Bis 200 km/h

Der klassische IC besteht aus einer Lok und einer Reihe einzelner Wagen.

Diese Bauweise erlaubt Geschwindigkeiten von bis zu 200 Stundenkilometern – genug, um auch längere Strecken zügig zu bewältigen.

Viele dieser Wagen sind schon älter, werden aber laufend modernisiert.

Der IC ist damit ein bewährtes, robustes Konzept, das seit Jahrzehnten den Fernverkehr trägt.

Der Doppelstock-IC 2

Neuer ist der IC 2, ein Doppelstockzug.

Er bietet auf zwei Etagen viele Sitzplätze und ist günstiger zu beschaffen als ein ICE. Dafür ist er meist auf 160 Stundenkilometer begrenzt.

Der Grund ist die Bauart: Hohe Doppelstockwagen sind schwerer zu beschleunigen und aerodynamisch ungünstiger.

Für die Strecken, auf denen der IC 2 fährt, reicht das Tempo aber gut aus.

Zwischen Nahverkehr und ICE

Damit ordnet sich der IC genau in der Mitte ein.

Der Regionalverkehr fährt meist bis 160, der ICE zwischen 230 und 300 Stundenkilometern.

Der IC füllt die Lücke dazwischen – schneller als die Regionalbahn, aber ohne die teure Hochgeschwindigkeitstechnik.

Für viele Verbindungen ist das die passende Geschwindigkeit.

Nicht jede Strecke ist für 300 km/h gebaut, und nicht überall lohnt sich ein ICE. Der IC ist die pragmatische Wahl.

Warum es den IC noch gibt

Der IC bedient oft Städte und Strecken, die der ICE auslässt.

Er hält häufiger, bindet mittelgroße Städte an und ist damit für viele Regionen die wichtigste Fernverbindung überhaupt.

Zudem ist er flexibel: Eine Lok mit Wagen lässt sich leicht verlängern, kürzen oder umbauen.

So bleibt der Intercity ein unverzichtbarer Baustein zwischen dem schnellen ICE und dem dichten Nahverkehr.

Sonderzug mit E 10 im Dresdner Hauptbahnhof
Foto: Pedalito, CC0, via Wikimedia Commons

Der internationale Bruder: der EuroCity

Eng verwandt mit dem IC ist der EuroCity, kurz EC. Er ist im Grunde ein Intercity, der Landesgrenzen überschreitet und große Städte verschiedener Länder verbindet.

Auch er fährt bis zu 200 Stundenkilometer.

EC-Züge verbinden Deutschland etwa mit der Schweiz, Österreich, Italien oder Tschechien.

Für den grenzüberschreitenden Verkehr sind sie unverzichtbar – oft dort, wo sich eine teure Hochgeschwindigkeitsstrecke nicht lohnt.

Ein Zugtyp im Wandel

Der klassische lokbespannte IC wird allmählich seltener.

Auf vielen Strecken übernimmt der ICE, auf anderen der neue Doppelstock-IC 2. Die alten Wagen kommen in die Jahre und werden nach und nach ersetzt.

Ganz verschwinden wird der IC aber nicht.

Er füllt eine wichtige Lücke im Netz und bedient Verbindungen, die für den ICE zu klein, für die Regionalbahn aber zu weit sind.

Sein Platz zwischen den Welten bleibt.

Warum Tempo nicht alles ist

Für die Reisezeit zählt nicht nur die Höchstgeschwindigkeit.

Ein Zug, der oft hält und mitten in die Städte fährt, kann von Tür zu Tür schneller sein als einer, der zwar Rekorde fährt, aber nur an wenigen, weit außerhalb gelegenen Bahnhöfen stoppt.

Der IC punktet hier mit seiner Nähe: Er hält häufiger und bindet mittelgroße Städte direkt an.

Für viele Reisende ist er deshalb die praktischere Wahl – auch wenn der ICE auf dem Papier schneller ist.

So ist die Frage nach dem Tempo am Ende weniger wichtig, als es scheint.

Entscheidend ist, dass der IC verlässlich die Städte verbindet, die sonst vom schnellen Fernverkehr abgehängt wären.

Am Ende ist der IC ein Stück Bahn-Alltag, das oft übersehen wird.

Er fährt zuverlässig, verbindet die mittelgroßen Städte und bleibt bezahlbar – auch wenn er nicht mit Rekordtempo glänzt.

Genau darin liegt sein Wert.

Wer also das nächste Mal in einen IC steigt, weiß: Es ist der solide Mittelweg des Fernverkehrs – schnell genug für weite Strecken, nah genug an den Städten, um wirklich nützlich zu sein.

Die Fernzug-Familie

ICE: der Hochgeschwindigkeitszug, 230–300 km/h.

IC/EC: der klassische Fernzug, bis 200 km/h; der Doppelstock-IC 2 meist 160.

RE/RB: der Regionalverkehr, meist bis 160 km/h.

Häufige Fragen

Wie schnell fährt ein Intercity?
Der klassische IC bis zu 200 Stundenkilometer, der Doppelstock-IC 2 meist 160.
Ist der IC langsamer als der ICE?
Ja. Der ICE erreicht 230 bis 300 Stundenkilometer, der IC bis 200.
Warum ist der IC 2 langsamer?
Weil er ein Doppelstockzug ist. Die hohen, schweren Wagen sind auf 160 begrenzt, das reicht für seine Strecken.
Was ist der Unterschied zum Regionalverkehr?
Der Regionalverkehr fährt meist bis 160 km/h und hält viel öfter. Der IC ist ein Fernzug für längere Strecken.
Warum gibt es den IC überhaupt noch?
Er bedient Städte und Strecken, die der ICE auslässt, hält häufiger und ist flexibler und günstiger.

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Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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