Wie barrierefrei ist die Bahn? 89 Prozent der Bahnsteige stufenfrei – die Zahlen zum Zugang

Bahn-Slam · Zahlen, bitte

„Sehr geehrte Fahrgäste, dieser Bahnsteig ist stufenfrei erreichbar. Bei neun von zehn klappt das inzwischen.“

Wie barrierefrei ist die Bahn?

→ Für Rollstuhl, Kinderwagen und schweren Koffer zählt jede Stufe – und die Bahn baut Jahr für Jahr welche weg.

Lesezeit: 6 Minuten · Bahnhöfe & Zugang

Kurz gesagt

Die Bahn ist barrierefreier, als viele denken – aber noch nicht am Ziel. 89 Prozent aller Bahnsteige sind heute stufenfrei erreichbar, über eine Rampe, einen Aufzug oder einen ebenerdigen Zugang. 2010 waren es erst 78 Prozent. Allein 2026 baut die Bahn 450 neue Aufzüge, Fahrtreppen und Rampen. Und wo es noch hakt, hilft der Mobilitätsservice: 2025 gab es rund 647.000 Hilfeleistungen für Reisende mit eingeschränkter Mobilität.

Für die meisten sind ein paar Stufen zum Bahnsteig kein Thema.

Für jemanden im Rollstuhl, mit Kinderwagen oder schwerem Gepäck können sie eine unüberwindbare Mauer sein.

Barrierefreiheit heißt: Jeder soll in den Zug kommen, ohne auf fremde Hilfe angewiesen zu sein.

Die Bahn ist auf diesem Weg schon weit gekommen – und noch nicht am Ende.

Rolltreppe an einer Bahnstation
Rolltreppen, Aufzüge, Rampen: die Wege ohne Stufen. Foto: Strubbl, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Die große Zahl

89 Prozent aller Bahnsteige sind heute stufenfrei erreichbar.

Das heißt: über eine Rampe, einen ebenerdigen Übergang oder einen Aufzug – ganz ohne Treppe.

Vor gut fünfzehn Jahren, 2010, waren es erst 78 Prozent.

Neun von zehn Bahnsteigen sind also erreichbar, ohne eine Stufe zu nehmen – ein großer Sprung in kurzer Zeit.

Barrierefreiheit in Zahlen

89 %

Bahnsteige stufenfrei

über Rampe, Aufzug oder ebenerdig

78 %

waren es 2010

der Fortschritt in 15 Jahren

450

neue Anlagen 2026

Aufzüge, Fahrtreppen und Rampen

647.000

Hilfeleistungen 2025

für Reisende mit eingeschränkter Mobilität

Quelle: Deutsche Bahn (Medienpaket Barrierefreiheit). Zahlen gerundet.

Warum das letzte Zehntel so schwer ist

Die ersten Bahnsteige mit Aufzug sind vergleichsweise einfach.

Schwierig wird es bei den vielen kleinen, alten Stationen, wo sich der Einbau eines Aufzugs kaum rechnet.

Ein Aufzug kostet Geld, Platz und ständige Wartung – und fällt er aus, ist die Barrierefreiheit sofort wieder weg.

Deshalb bleibt gerade auf dem Land oft ein Rest, an dem noch gebaut werden muss.

Mehr als nur Stufen

Barrierefrei heißt nicht nur stufenlos. Es geht auch um die Höhe des Bahnsteigs: Passt sie zur Einstiegshöhe des Zuges, rollt der Rollstuhl eben hinein.

Dazu kommen Blindenleitstreifen auf dem Boden, Anzeigen zum Hören und Sehen und ein Personal, das hilft.

Wo eine Lücke bleibt, kann man beim Mobilitätsservice der Bahn Hilfe anmelden – 2025 geschah das rund 647.000 Mal.

Zum Weiterdenken

Von jeder Rampe und jedem Aufzug profitieren weit mehr Menschen als nur Rollstuhlfahrer: Eltern mit Kinderwagen, Reisende mit Koffer, ältere Menschen.

Barrierefreiheit ist deshalb kein Nischenthema, sondern Komfort für alle.

89 Prozent sind viel. Aber für den, der vor den fehlenden 11 Prozent steht, ist die Stufe trotzdem ganz.

Häufige Fragen zur Barrierefreiheit

Wie viele Bahnsteige sind barrierefrei erreichbar?
89 Prozent sind stufenfrei zugänglich – über Rampe, Aufzug oder ebenerdigen Zugang. 2010 waren es erst 78 Prozent.
Wie viele Aufzüge baut die Bahn?
Allein 2026 sollen 450 neue Aufzüge, Fahrtreppen und Rampen entstehen. Der Ausbau läuft seit Jahren.
Was tun, wenn ein Bahnhof nicht barrierefrei ist?
Man kann beim Mobilitätsservice der Bahn Hilfe anmelden. 2025 gab es rund 647.000 solcher Hilfeleistungen für Reisende mit eingeschränkter Mobilität.
Warum sind nicht alle Bahnhöfe barrierefrei?
Vor allem kleine, alte Stationen sind schwer umzurüsten. Ein Aufzug kostet Geld, Platz und Wartung – und lohnt sich dort seltener.
Gehört zur Barrierefreiheit mehr als ein Aufzug?
Ja. Auch die Bahnsteighöhe, Blindenleitstreifen und Anzeigen zum Hören und Sehen zählen dazu – damit möglichst viele ohne Hilfe zurechtkommen.
Wer profitiert von barrierefreien Bahnhöfen?
Nicht nur Rollstuhlfahrer, sondern alle: Eltern mit Kinderwagen, Reisende mit Gepäck und ältere Menschen.

Quellen

Deutsche Bahn, Medienpaket Barrierefreiheit: 89 Prozent stufenfreie Bahnsteige (2010: 78 Prozent), 450 neue Anlagen 2026, rund 647.000 Hilfeleistungen 2025.

Alle Zahlen gerundet. Stand: September 2026.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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