Wie viel Geld steckt der Bund in die Schiene? Die Zahlen für 2024

Zahlen, bitte

„Damit hier bald wieder pünktlich gefahren wird, fließen Milliarden ins Netz.“

Wie viel Geld steckt der Bund in die Schiene?

→ 2024 floss eine Rekordsumme ins Netz – und trotzdem reicht sie kaum.

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Kurz gesagt

Jahrzehntelang wurde an der Schiene gespart. Nun steckt der Bund Rekordsummen ins Netz. Wir schauen, wie viel Geld das ist und wofür es gebraucht wird.

Ein gutes Bahnnetz gibt es nicht zum Nulltarif.

Gleise, Weichen, Brücken und Stellwerke müssen gebaut und gepflegt werden.

Über Jahrzehnte wurde dabei gespart – nun steuert der Bund kräftig gegen.

Baureihe 185 mit Güterzug bei Ahlem
Foto: ChristianSchd, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Milliarden für das Netz

Für 2024 stellte der Bund eine Rekordsumme für die Schiene bereit – in der Größenordnung von rund 16 Milliarden Euro, je nach Zählweise sogar mehr.

Nie zuvor floss so viel Geld in das Netz.

Das Geld fließt vor allem in den Erhalt und die Erneuerung des Bestandsnetzes.

Marode Strecken werden generalsaniert, alte Stellwerke ersetzt, Brücken erneuert.

Dazu kommen einzelne Neubauprojekte.

Investitionen 2024

~16 Mrd. €

für die Schiene

Rekordsumme, je nach Zählweise

Generalsanierung

wichtiger Korridore

komplette Sperrung und Erneuerung

Jahrzehnte

Sparen davor

daher der große Nachholbedarf

Warum so viel nötig ist

Der Grund für die hohen Summen ist der lange Sanierungsstau.

Weil über Jahrzehnte zu wenig investiert wurde, hat sich ein gewaltiger Nachholbedarf aufgetürmt.

Diesen Berg abzutragen kostet viel Geld.

Hinzu kommt der Wunsch, mehr Verkehr auf die Schiene zu holen.

Ein Netz, das mehr Züge tragen soll, muss zunächst modernisiert und ausgebaut werden.

Auch das verschlingt Milliarden.

Der Vergleich mit der Straße

Lange floss mehr Geld in die Straße als in die Schiene.

Erst in den letzten Jahren hat sich das Verhältnis zugunsten der Bahn verschoben.

Doch der Rückstand von Jahrzehnten lässt sich nicht über Nacht aufholen.

Fachleute halten selbst die heutigen Rekordsummen für kaum ausreichend, um das Netz wirklich auf Vordermann zu bringen.

Der Bedarf ist schlicht enorm.

Ein Geld, das sich lohnt

Trotz der hohen Kosten gilt das Geld als gut angelegt.

Ein zuverlässiges Bahnnetz entlastet Straßen, schont das Klima und verbindet das Land.

Jeder investierte Euro zahlt sich langfristig aus.

Die große Aufgabe ist, die Investitionen dauerhaft und verlässlich zu machen.

Nur wenn das Geld über viele Jahre fließt, kann die Bahn den Rückstand wirklich aufholen.

Erhalt oder Neubau

Das Geld fließt in zwei große Töpfe.

Der eine ist der Erhalt: Weichen, Gleise und Brücken, die es längst gibt, müssen instand gehalten und erneuert werden.

Der andere ist der Neubau zusätzlicher Strecken.

In den letzten Jahren hat sich der Schwerpunkt klar auf den Erhalt verschoben.

Zu lange war das Bestandsnetz vernachlässigt worden – nun soll es zuerst wieder in Schuss gebracht werden.

Die Generalsanierung

Ein neues Vorgehen ist die Generalsanierung.

Statt eine Strecke über Jahre mit vielen kleinen Baustellen zu quälen, wird sie für einige Monate komplett gesperrt und dabei rundum erneuert.

In dieser Zeit erneuert man Gleise, Weichen, Signale und Bahnhöfe auf einen Schlag.

Danach soll die Strecke für viele Jahre zuverlässig funktionieren.

Der erste große Korridor wurde so bereits saniert.

Baureihe 111 im Bahnhof Neudenau
Foto: Radosław Drożdżewski, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Woher das Geld kommt

Das Geld stammt vom Bund, also aus Steuermitteln, sowie aus verschiedenen Fonds und Zuschüssen.

Auch Einnahmen der Bahn selbst fließen zurück ins Netz.

Die Finanzierung ist ein komplexes Geflecht.

Immer wieder wird über die Verlässlichkeit dieser Mittel gestritten.

Die Bahn braucht Planungssicherheit über viele Jahre – doch Haushalte werden meist nur für kurze Zeiträume beschlossen.

Ein Marathon, kein Sprint

Den Sanierungsstau von Jahrzehnten abzutragen, ist ein Langzeitprojekt.

Auch mit Rekordsummen dauert es viele Jahre, bis das ganze Netz wieder in gutem Zustand ist.

Für die Fahrgäste heißt das Geduld.

Die Investitionen von heute zahlen sich erst in einigen Jahren mit mehr Zuverlässigkeit aus.

Doch der Weg dorthin führt nur über dieses Geld.

Was die Fahrgäste davon haben

Für die Reisenden zahlt sich das Geld erst mit der Zeit aus.

Zunächst bedeuten die vielen Baustellen sogar mehr Umwege und Ersatzverkehr.

Der Lohn kommt später, in Form von weniger Störungen.

Genau hier ist Geduld gefragt.

Die Milliarden von heute sind eine Investition in die Zuverlässigkeit von morgen.

Wer jetzt spart, zahlt später mit noch mehr Verspätungen drauf.

Deshalb ist die wichtigste Botschaft: Das Geld muss verlässlich weiterfließen.

Nur mit langfristiger Planung lässt sich der Rückstand von Jahrzehnten wirklich aufholen.

Am Ende bleibt: Nie floss so viel Geld in die Schiene wie jetzt.

Ob es reicht, entscheidet sich daran, ob dieser Kurs über viele Jahre durchgehalten wird.

Für die Fahrgäste ist das die eigentlich gute Nachricht hinter allen Baustellen: Es wird endlich wieder kräftig in ihr Netz investiert.

Kurz erklärt

2024 stellte der Bund eine Rekordsumme von rund 16 Milliarden Euro für die Schiene bereit.

Das meiste Geld fließt in den Erhalt und die Erneuerung des maroden Bestandsnetzes.

Grund ist ein jahrzehntelanger Sanierungsstau.

Lange floss mehr Geld in die Straße; erst zuletzt kippte das Verhältnis Richtung Schiene.

Häufige Fragen

Wie viel investierte der Bund 2024 in die Schiene?
Eine Rekordsumme in der Größenordnung von rund 16 Milliarden Euro, je nach Zählweise sogar mehr. Nie zuvor floss so viel Geld in das Netz.
Wofür wird das Geld verwendet?
Vor allem für den Erhalt und die Erneuerung des Bestandsnetzes: Generalsanierung von Strecken, neue Stellwerke, erneuerte Brücken, dazu einzelne Neubauten.
Reicht das Geld aus?
Fachleute bezweifeln es. Der Sanierungsstau ist so groß, dass selbst Rekordsummen kaum ausreichen, um das Netz vollständig zu modernisieren.

Weiterfahrt

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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