Neuoelsnitz–Wüstenbrand: die Kohlenbahn des Lugau-Oelsnitzer Reviers

Lost Place · Stillgelegte Bahnhöfe

Neuoelsnitz–Wüstenbrand: die Kohlenbahn des Lugau-Oelsnitzer Reviers

Die Bahn von Neuoelsnitz über Lugau nach Wüstenbrand wurde 1858 für den Abtransport der Steinkohle eröffnet. Der Personenverkehr endete 1990, heute verläuft auf großen Teilen der Trasse der Kohlebahnradweg.

Das Empfangsgebäude des Bahnhofs Lugau, 2018.
Das Empfangsgebäude des Bahnhofs Lugau, 2018. Foto: Kora27, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons, verkleinert.
Kurz erklärt
1858
Güterverkehr eröffnet
1862
Personenverkehr beginnt
1990
Letzter Personenzug
2003
Lugau–Wüstenbrand stillgelegt

Lage: Erzgebirgsvorland, von Neuoelsnitz über Lugau, Ursprung und Mittelbach nach Wüstenbrand. Status: Abschnitt Lugau–Wüstenbrand seit 2003, Abschnitt Neuoelsnitz–Lugau seit 2018 stillgelegt. Heute: Der Kohlebahnradweg nutzt Teile der Trasse, der Haltepunkt Ursprung wird museal erhalten.

Die Bahnstrecke Neuoelsnitz–Wüstenbrand war eine Nebenbahn in Sachsen, die auf eine Kohlenbahn der Chemnitz-Würschnitzer Eisenbahngesellschaft zurückgeht.

Hauptzweck des Baus war der Abtransport der im Lugau-Oelsnitzer Revier geförderten Steinkohle.

Die Strecke verlief von Neuoelsnitz über Lugau zum Bahnhof Wüstenbrand an der Hauptbahn Dresden–Werdau.

Seit 2003 ist der Abschnitt Lugau–Wüstenbrand stillgelegt, seit 2018 auch der Abschnitt Neuoelsnitz–Lugau.

Aus der Zeit des Personenverkehrs gibt es nur wenige frei nutzbare Aufnahmen, die meisten Fotos zeigen die Strecke in den 2010er-Jahren und danach.

Eine Bahn für die Kohle

Die Chemnitz-Würschnitzer Eisenbahngesellschaft wurde am 29. September 1856 gegründet, um die Steinkohlegruben im Lugau-Oelsnitzer Revier zu erschließen.

Am 2. Dezember 1856 erhielt sie die Konzession für eine Trasse, die bei Wüstenbrand an der Strecke Chemnitz–Zwickau begann und weitgehend geradlinig zu den Bergwerken bei Lugau führte.

Personenverkehr war nicht vorgesehen.

Am 15. November 1858 wurde die Strecke für den Güterverkehr eröffnet.

Den Betrieb führte die Westliche Staatsbahn aus, die später in den Königlich Sächsischen Staatseisenbahnen aufging.

Am 1. August 1862 wurde dann doch der Reisezugverkehr aufgenommen.

Um 1875 besaßen bei Lugau die Gruben Gottes-Segen-Schacht, Vertrauensschacht, Hoffnungsschacht, Emilschacht, Kaiserschacht und Kaiserin Augusta direkte Anschlussgleise.

Am 15. Mai 1879 eröffneten die Staatseisenbahnen die kurze Erweiterung bis zum Bahnhof Höhlteich, dem heutigen Neuoelsnitz, an der Strecke Stollberg–St. Egidien.

Am 1. Januar 1882 wurde die Gesellschaft entsprechend den Konzessionsbedingungen verstaatlicht.

1872 wurde die Strecke zur Sekundärbahn herabgestuft, 1892 nach der Errichtung von Schrankenanlagen wieder zur Hauptbahn erhoben.

Am 1. Oktober 1924 wurde sie erneut zur Sekundärbahn herabgestuft.

So sah es vorher aus: Kohle, Gleise und Anschlüsse

Die Strecke begann am ursprünglichen Standort des Bahnhofs Neuoelsnitz nördlich des Höhlteichs, wo sie von der Strecke Stollberg–St. Egidien abzweigte.

Nach etwa zwei Kilometern hatte der Karl-Liebknecht-Schacht, heute das Bergbaumuseum Neuoelsnitz, einen Anschluss.

Im weiteren Verlauf zweigten Anschlussbahnen zum Vertrauen-Schacht in Lugau und zum D-Schacht in Niederwürschnitz ab.

Dazwischen lag der Bahnübergang über die Bundesstraße 180, hinter dem der Bahnhof Lugau als größte Station der Strecke erreicht wurde.

Nördlich des Lugauer Bahnhofs zweigte ein Anschlussgleis zum Viktoria-Schacht ab.

Die Strecke mündete bei Kilometer 13,00 im Bahnhof Wüstenbrand in die Strecke Dresden–Werdau.

Zunächst wurden die Züge vermutlich von Dampflokomotiven der Baureihe I T befördert, später kamen die Baureihen II und IIb und um 1876 die IIIb T, die bis etwa 1910 im Einsatz war.

Danach folgten IV T und V T.

Nach 1920 wurden vor allem die Baureihen 57.10–35, 64 und 75.5 eingesetzt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg bespannten Lokomotiven der Baureihen 50.35, 58.10–21 und 58.30 die Züge.

Erst Ende der 1980er-Jahre ersetzten Diesellokomotiven die letzten Dampflokomotiven der Baureihe 50.35.

Niedergang und Stilllegung

1972 schloss mit dem Karl-Liebknecht-Schacht, früher Kaiserin-Augusta-Grube, das letzte Steinkohlenwerk im Lugau-Oelsnitzer Revier.

Mit dem Ende des Steinkohlenbergbaus gingen die Beförderungsleistungen stark zurück.

Der Winterfahrplan 1980/81 verzeichnete nur noch vier werktägliche Reisezugpaare, sonntags fuhren keine Züge.

Im Jahresfahrplan 1989/90 stand nur noch ein einziges Zugpaar am frühen Morgen, am 10. August 1990 verkehrte dieser Zug letztmals.

Nach der Wende ging auch der Güterverkehr spürbar zurück, 1996 wurde er offiziell eingestellt.

Am 11. November 1994 gründete sich in Lugau der Verein Lugauer Eisenbahnfreunde mit dem Ziel, die Strecke als Museumsbahn zu erhalten.

Das Vorhaben konnte aus finanziellen Gründen nur teilweise verwirklicht werden.

Der Verein heißt heute Traditionsgemeinschaft Ferkeltaxi und hat seinen Sitz im ehemaligen Lokbahnhof Oelsnitz (Erzgeb), wo auch seine Fahrzeuge stehen.

Am 31. Dezember 2003 wurde der Abschnitt Lugau–Wüstenbrand stillgelegt, das Teilstück Neuoelsnitz–Lugau pachtete die Regio Infra Service Sachsen.

Am 3. August 2017 veröffentlichte die Regio Infra Service Sachsen ein Angebot zur Abgabe der verbliebenen Strecke von Kilometer 0,371 bis 3,330 an ein anderes Eisenbahninfrastrukturunternehmen.

Der Abschnitt konnte zuletzt nur noch mit höchstens 25 Kilometern pro Stunde befahren werden und ist seit 2015 oberbautechnisch gesperrt.

Die Investitionen für eine Wiederinbetriebnahme wurden mit 380.000 Euro beziffert, davon 250.000 Euro für den Oberbau, 80.000 Euro für die Wegübergänge und 50.000 Euro für die Ingenieurbauten.

Da niemand die Strecke übernahm, folgte die dauerhafte Einstellung des Betriebs nach § 11 AEG, 2018 wurde die Strecke entwidmet.

Die Gleise wurden dort im September 2021 abgebaut.

Die gleislose Bahnstrecke Neuoelsnitz–Wüstenbrand bei der Halde des Carl-Schachts in Lugau, 2021.
Die gleislose Bahnstrecke Neuoelsnitz–Wüstenbrand bei der Halde des Carl-Schachts in Lugau, 2021. Foto: Aagnverglaser, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons, verkleinert.

Neuoelsnitz: Abzweig an der Stollberger Strecke

Der Bahnhof Neuoelsnitz wurde am 15. Oktober 1878 als Ladestelle eröffnet.

Als Haltestelle für den Personenverkehr ging er am 15. Mai 1879 mit dem Personenverkehr auf den Strecken Stollberg–St. Egidien und Neuoelsnitz–Wüstenbrand in Betrieb.

Die sechsgleisige Station mit zwei Bahnsteigen wurde 1905 in einen Bahnhof umgewandelt und hieß bis zum 30. April 1906 Höhlteich, vom 1. Mai 1906 bis zum 4. Oktober 1930 Neuölsnitz und ab dem 5. Oktober 1930 Neuoelsnitz.

1979 wurde sie zum Haltepunkt mit Abzweigstelle.

Der Personenverkehr nach Wüstenbrand endete am 10. August 1990.

Das Empfangsgebäude, wegen Bergschäden seit 1988 geschlossen, wurde im August 1993 abgerissen.

Mit der Einstellung des Restgüterverkehrs nach Lugau 1996 blieb nur der unbesetzte Haltepunkt Neuoelsnitz.

Bei der Übernahme der Strecke Stollberg–St. Egidien durch die Regio Infra Service Sachsen wurde der Bahnsteig 2002 und 2003 um etwa 200 Meter in Richtung Mitteloelsnitz verlegt.

Von den ursprünglichen Hochbauten ist außer dem Stellwerk 2 nichts mehr erhalten.

Das ehemalige Gelände des Bahnhofs Neuoelsnitz, 2009.
Das ehemalige Gelände des Bahnhofs Neuoelsnitz, 2009. Foto: Knergy, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons, verkleinert.
Das Stellwerk 2 in Neuoelsnitz, 2019.
Das Stellwerk 2 in Neuoelsnitz, 2019. Foto: Aagnverglaser, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons, verkleinert.

Lugau: die größte Station

Zunächst war Lugau die einzige Station auf der Strecke Wüstenbrand–Lugau.

Die Station hatte einen Güterschuppen, einen Lokschuppen und ein Empfangsgebäude.

In den 1860er-Jahren wurde der Bahnhof erweitert, dabei wurde unter anderem eine Drehscheibe eingebaut.

Um 1900 wurde er noch einmal erweitert und hatte in seiner größten Ausdehnung 13 Gleise.

Im Mai 1927 wurde die Lokstation Lugau aufgelöst und der Lokstation des Bahnhofs Oelsnitz (Erzgeb) angegliedert.

Nur eine Rangierlokomotive, 1934 durch eine Kleinlokomotive ersetzt, blieb bis 1992 in Lugau stationiert.

Ab 2013 wurde die Brache zu einem Stadtpark im Herzen von Lugau umgestaltet, mit Parkplatz, Radweg und Grünanlage, die sich später über den ganzen Bahnhof erstrecken soll.

Ein kleiner Teil der Gleise blieb erhalten, um zu Veranstaltungen Sonderzüge fahren zu lassen.

Das Empfangsgebäude will die Stadt Lugau zu einem Ort der Begegnung und des Sports umbauen, im Juli 2018 begannen die Arbeiten mit dem Abriss des Mittelteils.

Die Jugendgruppe Lugauer Eisenbahnfreunde gründete sich am 5. Mai 2016 und erhielt ab 2019 die alte Bahnmeisterei aus dem Jahr 1858 zur Nutzung.

Seit November 2019 zeigt sie dort die Ausstellung Bahnhof Lugau gestern und heute.

Siegelmarke Königlich Sächsischer Bahnhof Lugau.
Siegelmarke Königlich Sächsischer Bahnhof Lugau. Foto: Unknown author Unknown author, gemeinfrei, via Wikimedia Commons.
Das Empfangsgebäude des Bahnhofs Lugau, 2016.
Das Empfangsgebäude des Bahnhofs Lugau, 2016. Foto: Aagnverglaser, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons, verkleinert.
Gleise im Bahnhof Lugau, 2016.
Gleise im Bahnhof Lugau, 2016. Foto: Aagnverglaser, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons, verkleinert.
Die Bahnmeisterei am Bahnhof Lugau, 2019.
Die Bahnmeisterei am Bahnhof Lugau, 2019. Foto: Aagnverglaser, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons, verkleinert.
Gleisanlagen im Bahnhof Lugau, 2020.
Gleisanlagen im Bahnhof Lugau, 2020. Foto: Aagnverglaser, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons, verkleinert.
Das Empfangsgebäude des Bahnhofs Lugau nach dem Umbau, 2020.
Das Empfangsgebäude des Bahnhofs Lugau nach dem Umbau, 2020. Foto: Aagnverglaser, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons, verkleinert.

Erlbach-Kirchberg: Haltepunkt an der Dorfstraße

Der Haltepunkt Kirchberg wurde am 1. Oktober 1885 eingerichtet, er hieß bis 1922 Kirchberg (b. Stollberg) und bis 1956 Lugau Haltepunkt.

Er bestand aus einem Durchgangsgleis mit einem 133 Meter langen Bahnsteig.

Die hölzerne Wartehalle wurde 1992 abgerissen, auf dem Areal entstand ein Parkplatz.

Hochbauten sind nicht mehr vorhanden.

Ursprung: der museal erhaltene Halt

In Ursprung wurde am 1. Oktober 1885 ein Haltepunkt eingerichtet.

Ab dem 1. Juli 1903 wurde Stückgutverkehr durchgeführt, am 1. August 1904 wurde der Haltepunkt in eine Haltestelle umgewandelt.

1910 wurde eine hölzerne Wartehalle gebaut, 1911 wegen des gestiegenen Verkehrsaufkommens ein Bahnhof daraus.

Der Bahnhof hatte drei Gleise: eines mit Ladestraße, eines mit einem 113 Meter langen Bahnsteig und ein Überholgleis.

Am 18. Oktober 1971 wurde er wieder in einen Haltepunkt umgewandelt.

Die unter Denkmalschutz stehende Bahnanlage mit Empfangsgebäude und Abort wird seit 2003 vom Verein Haltestelle zu Ursprung museal erhalten.

Der Haltepunkt Ursprung an der Bahnstrecke Neuoelsnitz–Wüstenbrand, 2012.
Der Haltepunkt Ursprung an der Bahnstrecke Neuoelsnitz–Wüstenbrand, 2012. Foto: R.D. – Rolf-Dresden, CC BY 3.0, via Wikimedia Commons, verkleinert.
Der Haltepunkt Ursprung, 2016.
Der Haltepunkt Ursprung, 2016. Foto: Aagnverglaser, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons, verkleinert.
Der Kohlebahn-Radweg bei Ursprung, 2019.
Der Kohlebahn-Radweg bei Ursprung, 2019. Foto: Aagnverglaser, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons, verkleinert.

Mittelbach: nur ein Schild bleibt

Der Haltepunkt Mittelbach wurde am 1. Mai 1896 eröffnet und lag bei Kilometer 10,08 an der Straße Am Bahnhof im Südwesten des Ortes.

Er bestand aus einem Durchgangsgleis mit einem 119 Meter langen Bahnsteig und einer hölzernen Wartehalle, die mittlerweile abgerissen wurde.

Das Stationsschild ist noch vorhanden.

Wüstenbrand: Endpunkt an der Hauptbahn

Der Bahnhof Wüstenbrand besteht seit der Eröffnung der Strecke Dresden–Werdau im Jahr 1858.

Zunächst war hier nur die Kohlenbahn der Chemnitz-Würschnitzer Eisenbahngesellschaft eingebunden.

1897 kam die Strecke Limbach–Wüstenbrand hinzu, nach 1903 die Strecke Küchwald–Obergrüna, die beide gelegentlich als Umleitung für den Abschnitt Chemnitz–Wüstenbrand dienten.

Alle drei in Wüstenbrand endenden Strecken sind heute stillgelegt.

Zu den Strecken im Chemnitzer Norden gibt es bereits einen Beitrag: Chemnitz im Norden.

So sieht es jetzt aus

Ab dem 5. Oktober 2009 wurde der Abschnitt Lugau–Wüstenbrand abgebaut.

Auf dem Teilstück Lugau–Ursprung liegt inzwischen der sogenannte Kohlebahnradweg.

2018 wurde die Verlängerung von Ursprung bis zum ehemaligen Haltepunkt Mittelbach freigegeben.

Ab 2022 wurde die Verlängerung nach Wüstenbrand gebaut und am 6. Mai 2023 eröffnet.

Etwa sechs Kilometer nördlich des Lugauer Bahnhofs wurden zu einem asphaltierten Radweg umgestaltet.

Vorher und nachher: Lugau

Früher hatte der Bahnhof Lugau 13 Gleise, einen Lokschuppen und eine Drehscheibe.

Heute ist ein Stadtpark mit Radweg angelegt, ein kleiner Teil der Gleise blieb erhalten, und in der Bahnmeisterei von 1858 zeigt eine Ausstellung die Geschichte.

1856: Gründung der Chemnitz-Würschnitzer Eisenbahngesellschaft am 29. September, Konzession am 2. Dezember.

1858: Eröffnung für den Güterverkehr am 15. November.

1862: Der Reisezugverkehr beginnt am 1. August.

1879: Die Erweiterung bis Höhlteich wird am 15. Mai eröffnet.

1882: Die Strecke wird am 1. Januar verstaatlicht.

1885: Die Haltepunkte Kirchberg und Ursprung werden am 1. Oktober eröffnet.

1896: Der Haltepunkt Mittelbach wird am 1. Mai eröffnet.

1924: Die Strecke wird am 1. Oktober erneut zur Sekundärbahn.

1972: Das letzte Steinkohlenwerk im Revier schließt.

1990: Der letzte Personenzug fährt am 10. August.

1996: Der Güterverkehr wird offiziell eingestellt.

2003: Der Abschnitt Lugau–Wüstenbrand wird am 31. Dezember stillgelegt.

2018: Der Abschnitt Neuoelsnitz–Lugau wird entwidmet.

2021: Im September werden dort die Gleise abgebaut.

2023: Der Kohlebahnradweg nach Wüstenbrand wird am 6. Mai eröffnet.

Warum wurde die Strecke gebaut?
Hauptzweck war der Abtransport der im Lugau-Oelsnitzer Revier geförderten Steinkohle.
Wann fuhr der letzte Personenzug?
Am 10. August 1990.
Wann wurde sie stillgelegt?
Der Abschnitt Lugau–Wüstenbrand am 31. Dezember 2003, der Abschnitt Neuoelsnitz–Lugau 2018 entwidmet.
Was ist der Kohlebahnradweg?
Ein Radweg auf der Trasse, zunächst von Lugau bis Ursprung, später bis Mittelbach und seit dem 6. Mai 2023 bis Wüstenbrand.
Was ist in Ursprung erhalten?
Die unter Denkmalschutz stehende Bahnanlage mit Empfangsgebäude und Abort, die der Verein Haltestelle zu Ursprung seit 2003 museal erhält.

Die Kohlenbahn wurde 1858 für die Gruben bei Lugau gebaut und fuhr bis 1990 auch Reisende.

Auf ihrer Trasse führt heute ein Radweg bis Wüstenbrand.

Quellen und Bildrechte

Wikipedia: Bahnstrecke Neuoelsnitz–Wüstenbrand · Wikimedia Commons: Fotos der Strecke

Alle Fotos stammen von Wikimedia Commons und sind gemeinfrei oder stehen unter einer freien Creative-Commons-Lizenz. Urheber, Lizenz und Quelle stehen direkt am Bild.

Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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