Zahlen, bitte
„Ohne Aufzug bleibt für viele Reisende der Bahnsteig unerreichbar – deshalb baut die Bahn Jahr für Jahr nach.“
Wie viele Aufzüge hat die Deutsche Bahn?
→ Zahlen rund um Aufzug, Rolltreppe und den stufenfreien Bahnhof.
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Kurz gesagt
Die Deutsche Bahn betreibt an ihren Bahnhöfen rund 1.000 Aufzüge und etwa ebenso viele Fahrtreppen. Rund vier von fünf Stationen sind heute stufenfrei erreichbar. Der Weg zur vollständigen Barrierefreiheit ist teuer und dauert noch viele Jahre.
Für die meisten Reisenden ist der Aufzug am Bahnhof ein nettes Extra, das man nur mit schwerem Gepäck bewusst wahrnimmt.
Für Menschen im Rollstuhl, mit Kinderwagen oder Rollator entscheidet er dagegen darüber, ob eine Reise überhaupt möglich ist.
Genau deshalb ist die Zahl der Aufzüge und Rolltreppen an deutschen Bahnhöfen weit mehr als eine technische Randnotiz.

Barrierefreiheit in Zahlen
~1.000
Aufzüge
an DB-Bahnhöfen
~1.000
Fahrtreppen
Rolltreppen im Einsatz
~80 %
stufenfrei
der Stationen erreichbar
Quelle: Deutsche Bahn / DB InfraGO. Zahlen gerundet; die Bahn baut laufend weitere Anlagen.
Warum es überhaupt Aufzüge braucht
Ein Bahnhof ist selten ebenerdig, denn die Gleise liegen oft höher oder tiefer als der Eingang.
Wer zum Bahnsteig will, muss deshalb fast immer Treppen überwinden – eine unüberwindbare Hürde für alle, die nicht gut zu Fuß sind.
Der Aufzug ist die einzige Lösung, die wirklich jeder nutzen kann, vom Rollstuhlfahrer bis zur Familie mit Kinderwagen.
Die Rolltreppe hilft zusätzlich beim Fahrgaststrom, ersetzt den Aufzug aber nicht, weil sie für Rollstühle ungeeignet ist.

Wie viele es genau sind
Die Deutsche Bahn nennt für ihre Bahnhöfe rund 1.000 Aufzüge und etwa ebenso viele Fahrtreppen.
Verteilt sind sie auf die rund 5.400 Bahnhöfe im Land, wobei die großen Stationen den Löwenanteil bekommen.
An kleinen Landbahnhöfen gibt es dagegen oft nur eine lange Rampe statt eines teuren Aufzugs.
Insgesamt sind heute etwa vier von fünf Stationen zumindest stufenfrei erreichbar.
Gut zu wissen
Wer Hilfe beim Ein- und Umsteigen braucht, kann bei der Bahn kostenlos die Mobilitätsservice-Zentrale anmelden.
Am besten meldet man den Bedarf einen Tag vorher an, damit an jedem Umstiegsbahnhof jemand mit der Rampe bereitsteht.
Was ein Aufzug kostet
Ein einzelner Bahnhofsaufzug ist kein Schnäppchen und kostet in Bau und Einbau schnell mehrere hunderttausend Euro.
Dazu kommt die Wartung, denn ein Aufzug muss regelmäßig geprüft und gepflegt werden, um sicher zu bleiben.
Für die Barrierefreiheit an ihren Bahnhöfen gibt die Bahn deshalb über die Jahre Milliardenbeträge aus.
Bund, Länder und die Bahn selbst teilen sich diese Kosten in einem festen Finanzierungsrahmen.
Das Ärgernis defekter Aufzüge
Nichts sorgt bei Reisenden für so viel Frust wie ein Aufzug, der genau dann steht, wenn man ihn braucht.
Für jemanden im Rollstuhl bedeutet ein defekter Aufzug im schlimmsten Fall, dass die Reise am Bahnsteig endet.
Die Bahn zeigt den Zustand ihrer Aufzüge deshalb inzwischen in einer App und im Internet an.
So lässt sich vor der Fahrt prüfen, ob am Zielbahnhof überhaupt ein funktionierender Aufzug wartet.
Wie die Bahn nachrüstet
Viele Bahnhöfe stammen aus einer Zeit, in der an Barrierefreiheit noch niemand dachte.
Sie nachträglich mit Aufzügen und Rampen auszustatten, ist aufwendig und geht nur Stück für Stück.
Die Bahn nimmt sich dafür jedes Jahr eine feste Zahl von Stationen vor und baut sie um.
Vorrang haben dabei stark genutzte Bahnhöfe, an denen besonders viele Menschen ein- und aussteigen.
Rampe, Rolltreppe oder Aufzug?
Nicht überall muss es gleich ein Aufzug sein, denn manchmal reicht auch eine flache Rampe.
Sie ist billiger, praktisch wartungsfrei und funktioniert auch bei Stromausfall.
Wo die Höhenunterschiede aber zu groß werden, führt am Aufzug kein Weg vorbei.
Die Rolltreppe ergänzt beides, indem sie den Strom der eiligen Fußgänger vom Aufzug fernhält.
Wann ist ein Bahnhof wirklich barrierefrei?
Ein stufenfreier Zugang allein macht einen Bahnhof noch nicht vollständig barrierefrei.
Dazu gehören auch ein Blindenleitsystem am Boden, gut lesbare Anzeigen und Ansagen zum Hören.
Ebenso wichtig ist die richtige Bahnsteighöhe, damit der Spalt zum Zug möglichst klein bleibt.
Erst wenn all das zusammenkommt, kann wirklich jeder Mensch den Zug ohne fremde Hilfe erreichen.
Was sich Reisende wünschen
Ganz oben auf der Wunschliste der Fahrgäste steht nicht ein neuer Aufzug, sondern ein Aufzug, der einfach zuverlässig fährt.
Gerade an kleineren Bahnhöfen dauert es nach einer Störung manchmal länger, bis ein Techniker vor Ort ist.
Viele wünschen sich außerdem breitere Kabinen, in die auch ein größerer Rollstuhl samt Begleitperson passt.
Und an ganz neuen Bahnhöfen soll der stufenfreie Zugang von Anfang an mitgeplant werden, statt ihn später teuer nachzurüsten.
Häufige Fragen
Wie viele Aufzüge hat die Deutsche Bahn?
Sind alle Bahnhöfe barrierefrei?
Woher weiß ich, ob der Aufzug funktioniert?
Was kostet ein Bahnhofsaufzug?
Wer hilft mir beim Einsteigen?
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