Zahlen, bitte
„Was aussieht wie ein paar bewegliche Schienen, bringt in Wahrheit oft mehr auf die Waage als eine ganze Lokomotive.“
Wie viel wiegt eine Weiche?
→ Zahlen rund um das Gewicht der beweglichen Bauwerke im Gleis.
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Kurz gesagt
Eine Weiche wiegt je nach Größe zwischen wenigen und weit über hundert Tonnen. Die kleinen Weichen der Nebenbahnen sind vergleichsweise leicht, die langen Hochgeschwindigkeitsweichen dagegen so schwer wie ein ganzer Zug. Ihr hohes Gewicht macht Bau und Einbau besonders aufwendig.
Eine Weiche wirkt auf den ersten Blick wie ein überschaubares Stück Gleis mit ein paar beweglichen Schienen.
Doch dieser Eindruck täuscht gewaltig, denn hinter der scheinbar einfachen Konstruktion steckt eine erstaunliche Masse an Stahl.
Wie viel eine Weiche tatsächlich wiegt, überrascht die meisten Menschen, wenn sie die Zahl zum ersten Mal hören.

Die Weiche in Zahlen
wenige t
kleine Weiche
auf Nebenbahnen
>100 t
große Weiche
auf Schnellfahrstrecken
Dutzende m
lange Weichen
für hohes Tempo
Werte je nach Bauart und Länge; eine Hochgeschwindigkeitsweiche kann viele Dutzend Meter lang und entsprechend schwer sein.
Mehr als nur ein paar Schienen
Eine Weiche besteht aus weit mehr als nur den paar beweglichen Schienen, die man an der Oberfläche sieht.
Zu ihr gehören die schweren Schienen selbst, die beweglichen Zungen, das massive Herzstück und viele weitere Teile.
All diese Bauteile bestehen aus besonders hartem und massivem Stahl, der viel wiegt.
Zusammengenommen ergibt sich daraus ein Gewicht, das die einfache Erscheinung der Weiche weit übertrifft.

Kleine und große Weichen
Wie viel eine Weiche wiegt, hängt vor allem von ihrer Größe und ihrer Bauart ab.
Eine kleine, einfache Weiche auf einer ruhigen Nebenbahn wiegt nur wenige Tonnen.
Eine große Weiche an einem wichtigen Knoten dagegen bringt schon deutlich mehr auf die Waage.
Die schwersten von allen sind die langen Weichen der Schnellfahrstrecken.
Gut zu wissen
Eine große Hochgeschwindigkeitsweiche kann viele Dutzend Meter lang sein und über hundert Tonnen wiegen, so viel wie ein ganzer Zug.
Wegen ihres Gewichts wird eine große Weiche oft in Teilen angeliefert und an Ort und Stelle zusammengefügt oder mit einem Kran eingehoben.
Der Riese für das hohe Tempo
Auf den Schnellfahrstrecken, auf denen die Züge mit dreihundert Kilometern in der Stunde fahren, braucht es besondere Weichen.
Damit ein Zug auch im abbiegenden Gleis nicht zu stark abbremsen muss, sind diese Weichen sehr lang gestreckt.
Eine solche Hochgeschwindigkeitsweiche kann viele Dutzend Meter lang sein und über hundert Tonnen wiegen.
Damit ist eine einzige dieser Weichen so schwer wie ein ganzer Zug.
Warum die Weiche so schwer ist
Das hohe Gewicht der Weiche ist kein Zufall, sondern eine bewusste und notwendige Entscheidung.
Denn die Weiche muss enorme Kräfte aushalten, wenn ein schwerer Zug über ihre Verzweigung rollt.
Besonders das Herzstück, an dem sich die Schienen kreuzen, wird von den Rädern hart beansprucht.
Nur ein massiver und schwerer Aufbau hält diesen ständigen Belastungen über lange Zeit stand.
Der aufwendige Einbau
Das hohe Gewicht macht den Einbau einer Weiche zu einer besonders anspruchsvollen Aufgabe.
Eine große Weiche lässt sich nicht einfach von Hand verlegen, sondern muss mit schweren Maschinen bewegt werden.
Oft wird eine neue Weiche in Teilen angeliefert und erst an Ort und Stelle zusammengefügt.
Manchmal hebt ein gewaltiger Kran die fertige Weiche in einem Stück an ihren endgültigen Platz.
Ein Bauteil unter Dauerlast
Einmal eingebaut, steht die schwere Weiche unter der ständigen Last der über sie rollenden Züge.
Mit der Zeit nutzen sich ihre beweglichen Teile ab und müssen gewartet und ausgetauscht werden.
Weil eine Weiche so viele empfindliche Teile hat, ist sie aufwendiger zu pflegen als ein gerades Gleis.
Ihr hohes Gewicht und ihre Empfindlichkeit machen sie zu einem der anspruchsvollsten Bauteile im Gleis.
Ein knappes und teures Gut
Weil eine große Weiche so schwer, aufwendig und teuer ist, wird sie nur dort eingebaut, wo sie wirklich gebraucht wird.
Jede Weiche bedeutet zusätzliche Kosten für den Bau und für die spätere Pflege.
Deshalb versucht man, mit möglichst wenigen Weichen auszukommen, ohne die Beweglichkeit des Netzes zu verlieren.
So ist jede einzelne Weiche eine sorgfältig abgewogene Investition in die Flexibilität der Strecke.
Was die Zahl bedeutet
Am Ende erzählt das hohe Gewicht der Weiche von der verborgenen Wucht, die in jedem Gleiswechsel steckt.
Sie zeigt, dass hinter der freien Wahl des Weges ein massives und schweres Bauwerk aus Stahl steht.
Zugleich macht sie verständlich, warum der Bau und die Pflege der vielen Weichen so aufwendig und teuer sind.
Wer das nächste Mal über eine Weiche rollt, ahnt vielleicht, welch schweres Bauwerk ihn gerade auf den rechten Weg gebracht hat.
Häufige Fragen
Wie viel wiegt eine Weiche?
Warum ist eine Weiche so schwer?
Warum sind Hochgeschwindigkeitsweichen so lang?
Wie wird eine Weiche eingebaut?
Warum gibt es nicht mehr Weichen?
Weiterfahrt
→ Wie viele Weichen gibt es? – 65.000 im Netz
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