Zahlen, bitte
„Der schmale Streifen Stahl unter dem Zug wiegt mehr, als man denkt – ein einziger Kilometer bringt so viel auf die Waage wie eine Lok.“
Wie viel wiegt ein Kilometer Schiene?
→ Zahlen rund um das Gewicht des Stahls unter dem Zug.
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Kurz gesagt
Ein Meter moderner Schiene wiegt rund 60 Kilogramm. Ein Kilometer bringt damit für eine einzelne Schiene etwa 60 Tonnen auf die Waage, für beide Schienen eines Gleises rund 120 Tonnen. Dieser schwere Stahl trägt die gewaltige Last der Züge über Jahrzehnte hinweg.
Wer an einem Gleis steht, sieht nur zwei schmale, glänzende Streifen aus Stahl, die sich scheinbar leicht in die Ferne ziehen.
Kaum jemand ahnt, welch gewaltiges Gewicht in diesem unscheinbaren Stahl tatsächlich steckt.
Wie schwer ein einziger Kilometer Schiene ist, überrascht die meisten Menschen, wenn sie die Zahl zum ersten Mal hören.

Die Schiene in Zahlen
~60 kg
je Meter
moderne Schiene
~60 t
je Kilometer
eine Schiene
~120 t
je Kilometer
beide Schienen
Werte je nach Schienenprofil; die schweren Profile der Hauptstrecken wiegen mehr als die leichteren der Nebenbahnen.
Ein schweres Stück Stahl
Eine moderne Schiene, wie sie auf den wichtigen Strecken verlegt wird, wiegt rund sechzig Kilogramm je Meter.
Das bedeutet, dass ein einziger Meter dieses Stahls so schwer ist wie ein erwachsener Mensch.
Zieht man diese Rechnung über einen ganzen Kilometer, kommt man auf rund sechzig Tonnen für eine einzelne Schiene.
Da ein Gleis stets aus zwei Schienen besteht, verdoppelt sich dieses Gewicht auf rund hundertzwanzig Tonnen je Kilometer.

Warum die Schiene so schwer ist
Das hohe Gewicht der Schiene ist kein Zufall, sondern eine bewusste und notwendige Entscheidung.
Denn die Schiene muss das enorme Gewicht der darüberrollenden Züge sicher tragen und weiterleiten.
Je schwerer und massiver die Schiene ist, desto besser hält sie den gewaltigen Kräften stand.
So ist das hohe Gewicht der Schiene der Preis für ihre Festigkeit und ihre lange Lebensdauer.
Gut zu wissen
Der massive Kopf der Schiene, über den das Rad rollt, trägt den größten Teil des Stahls. Nutzt er sich ab, kann er nachgeschliffen werden.
Früher lagen kurze Schienen mit Lücken aneinander. Heute werden sie zu kilometerlangen, lückenlosen Stahlbändern verschweißt.
Schwere und leichte Profile
Nicht jede Schiene ist gleich schwer, denn es gibt verschiedene Profile für unterschiedliche Aufgaben.
Auf den stark befahrenen Hauptstrecken werden besonders schwere und massive Schienen verlegt.
Auf ruhigen Nebenbahnen dagegen genügen leichtere Profile, die weniger Stahl benötigen.
So richtet sich das Gewicht der Schiene stets nach der Last, die sie tragen muss.
Der Querschnitt einer Schiene
Eine Schiene ist nicht einfach ein rechteckiger Balken, sondern hat einen sorgfältig geformten Querschnitt.
Unten befindet sich der breite Fuß, in der Mitte der schlanke Steg und oben der kräftige Kopf, über den das Rad rollt.
Diese Form verteilt das Gewicht des Zuges geschickt und macht die Schiene besonders stabil.
Der massive Kopf trägt dabei den größten Teil des Stahls und damit auch des Gewichts.
Kilometerlange Stahlbänder
Früher bestand ein Gleis aus vielen kurzen Schienen, die mit Lücken aneinandergereiht waren.
Heute dagegen werden die Schienen zu kilometerlangen, lückenlosen Bändern verschweißt.
Ein solches durchgehendes Stahlband kann viele hundert Tonnen wiegen und wird am Stück verlegt.
Für den Transport und das Verlegen dieser gewaltigen Stahlbänder braucht es besondere Züge und Maschinen.
Der Stahl unter Spannung
Weil sich Stahl bei Wärme ausdehnt und bei Kälte zusammenzieht, steht die lange Schiene unter ständiger Spannung.
Beim Verlegen wird sie deshalb auf eine mittlere Temperatur vorgespannt, um für Hitze und Frost gewappnet zu sein.
Das schwere und massive Profil hilft der Schiene, diesen Spannungen standzuhalten.
So arbeitet der schwere Stahl unsichtbar gegen die Kräfte der Jahreszeiten.
Ein Werkstoff für die Ewigkeit
Trotz des enormen Gewichts, das täglich über sie hinwegrollt, hält eine Schiene erstaunlich lange.
Je nach Belastung liegt eine Schiene viele Jahre oder gar Jahrzehnte, bevor sie erneuert werden muss.
Nutzt sich der Kopf der Schiene mit der Zeit ab, kann er sogar nachgeschliffen und wiederverwendet werden.
Am Ende ihres Lebens wird der wertvolle Stahl eingeschmolzen und zu neuen Schienen verarbeitet.
Was die Zahl bedeutet
Am Ende erzählt das Gewicht von rund sechzig Kilogramm je Meter von der unsichtbaren Wucht des Bahnbaus.
Sie zeigt, welch gewaltige Mengen an Stahl nötig sind, um ein Netz von zehntausenden Kilometern zu verlegen.
Zugleich macht sie deutlich, warum der Bau und die Erneuerung der Gleise so aufwendig und teuer sind.
Wer das nächste Mal an einem Gleis steht, ahnt vielleicht, welch schweres Stück Stahl den Zug so mühelos zu tragen scheint.
Häufige Fragen
Wie viel wiegt ein Kilometer Schiene?
Warum ist die Schiene so schwer?
Sind alle Schienen gleich schwer?
Wie lange hält eine Schiene?
Was passiert mit alten Schienen?
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