Zahlen, bitte!
„Aus dem Werk kommt die Schiene 120 Meter lang – verschweißt zum Gleis aber wird sie viele Kilometer lang, ganz ohne Stoß.“
Wie lang ist eine Schiene?
→ Ein Blick auf das lange Band aus Stahl unter dem Zug.
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Kurz gesagt
Eine einzelne Schiene wird heute oft in Längen von rund 120 Metern geliefert. An der Strecke werden diese Stücke jedoch zu einem lückenlosen Gleis verschweißt, das viele Kilometer lang sein kann. Darum verschwindet auf modernen Strecken auch das vertraute Rattern, das früher an jedem Schienenstoß entstand.
Das Gleis unter dem Zug besteht aus zwei langen, glänzenden Bändern aus Stahl.
Doch aus wie langen Stücken sind diese Bänder eigentlich zusammengesetzt?
Die Antwort hat sich im Lauf der Zeit stark gewandelt und erklärt sogar ein vertrautes Geräusch.

Die Schiene in Zahlen
~120 m
ein Stück
aus dem Werk
lückenlos
verschweißt
viele Kilometer
früher ~30 m
kurze Stücke
daher das Rattern
Aus einzelnen Schienenstücken wird durch Verschweißen ein durchgehendes Gleis, das kaum noch Stöße hat.
Ein Stück Schiene aus dem Werk
Eine Schiene entsteht in einem großen Stahlwerk, wo sie in glühender Form gewalzt wird.
Aus dem Werk kommt sie in einzelnen Stücken von einer festen Länge.
Heute sind diese Stücke oft rund einhundertzwanzig Meter lang.
So verlässt schon ein einziges Schienenstück das Werk als ein stattliches Band aus Stahl.

Vom Stück zum langen Gleis
An der Strecke werden die einzelnen Schienenstücke miteinander verbunden.
Früher schraubte man sie mit kleinen Laschen aneinander und ließ eine winzige Lücke.
Heute werden die Stücke an ihren Enden fest miteinander verschweißt.
So entsteht aus vielen Stücken ein einziges, durchgehendes und langes Gleis.
Gut zu wissen
Eine einzelne Schiene wird heute oft in Längen von rund 120 Metern geliefert. Früher waren die Stücke etwa 30 Meter lang, was das vertraute Rattern verursachte.
An der Strecke werden die Stücke zu einem lückenlosen Gleis verschweißt, das viele Kilometer lang sein kann. Es wird fest verankert, damit es sich bei Hitze nicht verschiebt.
Das lückenlose Gleis
Ein solches verschweißtes Gleis nennt man ein lückenloses Gleis.
Es kann viele Kilometer weit ganz ohne eine Unterbrechung durchlaufen.
Für den Zug bedeutet das eine besonders ruhige und gleichmäßige Fahrt.
So gleitet der moderne Zug über ein nahezu endloses Band aus Stahl.
Warum das Rattern verschwindet
Das vertraute Rattern der Bahn entstand früher an den vielen Stößen zwischen den Schienen.
Bei jeder kleinen Lücke gab das Rad ein hörbares und fühlbares Geräusch von sich.
Weil das moderne Gleis verschweißt ist, fehlen diese Stöße nun weitgehend.
So ist das alte Rattern auf den modernen Strecken einem leisen Rauschen gewichen.
Platz für die Wärme
Stahl dehnt sich bei Wärme aus und zieht sich bei Kälte wieder zusammen.
Ein verschweißtes Gleis kann sich aber nicht mehr an vielen kleinen Lücken ausdehnen.
Darum wird es beim Verlegen fest verankert und unter eine bestimmte Spannung gesetzt.
So bleibt das lange Gleis auch bei großer Hitze sicher an seinem Platz.
Ein Bett aus Schotter
Das lange Gleis liegt nicht einfach auf dem Boden, sondern in einem Bett aus Schotter.
Dieser Schotter hält das Gleis an seinem Ort und verteilt das Gewicht des Zuges.
Er gibt dem Gleis zugleich einen kleinen Halt gegen die Kräfte der Wärme.
So arbeiten Schiene, Schwelle und Schotter als ein festes und stabiles Ganzes zusammen.
Schienen ohne Ende
Auf einer modernen Hauptstrecke findet man kaum noch eine sichtbare Lücke.
Kilometer um Kilometer läuft das verschweißte Gleis in einem Zug dahin.
Nur an wenigen besonderen Stellen wird noch eine bewegliche Lücke gelassen.
So ist aus vielen einzelnen Stücken ein scheinbar endloses Band geworden.
Ein langes Band aus Stahl
Am Ende ist die Frage nach der Länge einer Schiene auf zwei Weisen zu beantworten.
Ein einzelnes Stück aus dem Werk ist heute rund einhundertzwanzig Meter lang.
Verschweißt zum Gleis aber wird die Schiene viele Kilometer lang und nahezu endlos.
So trägt ein langes, ruhiges Band aus Stahl den Zug sicher durch das ganze Land.
Vom Gewicht der Schiene
Eine Schiene ist nicht nur lang, sondern auch erstaunlich schwer.
Jeder einzelne Meter aus massivem Stahl bringt ein beachtliches Gewicht auf die Waage.
Nur so hält die Schiene dem großen Druck der schweren Züge dauerhaft stand.
So verbindet sich ihre Länge mit einem soliden Gewicht zu einem tragfähigen Ganzen.
Ein Band durch die Landschaft
So fügt sich die Schiene aus vielen Stücken zu einem Band durch die ganze Landschaft.
Über Brücken und durch Tunnel folgt sie treu dem Lauf der Strecke.
Kilometer um Kilometer trägt sie den Zug zuverlässig ans Ziel.
So wird aus vielen einzelnen Stücken der lange Weg der Bahn.
Häufige Fragen
Wie lang ist eine einzelne Schiene?
Wie wird daraus ein langes Gleis?
Warum rattert es auf modernen Strecken nicht mehr?
Was passiert bei Hitze mit dem langen Gleis?
Worin liegt das Gleis?
Weiterfahrt
→ Schienen bei Hitze – Stahl und Wärme
→ Wie ist ein Gleis aufgebaut? – Schiene, Schwelle, Schotter
