Zahlen, bitte!
„Rund 203 Kilometer in der Stunde – schneller ist nie eine Dampflok gefahren, und der Rekord steht seit 1938.“
Wie schnell fährt eine Dampflok?
→ Ein Blick auf das Tempo der alten Dampfriesen.
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Kurz gesagt
Im Alltag erreichte eine schnelle Dampflok rund 100 bis 130 Kilometer in der Stunde. Den bis heute gültigen Weltrekord stellte 1938 die englische Lok Mallard mit rund 203 Kilometern in der Stunde auf. Schneller ist nie eine Dampflok gefahren, denn die Dampfkraft stößt bei hohem Tempo an ihre Grenzen.
Die Dampflok gilt als gemächlicher Riese aus einer längst vergangenen Zeit.
Doch die schnellsten unter ihnen erreichten ein durchaus beachtliches Tempo.
Wie schnell eine Dampflok wirklich fahren konnte, hält eine überraschende Zahl bereit.

Tempo der Dampfloks
100–130
km/h Alltag
schnelle Dampflok
~203 km/h
Weltrekord
Mallard, 1938
~200 km/h
deutscher Rekord
schon 1936
Der Rekord der Mallard aus dem Jahr 1938 wurde von keiner Dampflok jemals wieder übertroffen.
Der Riese im Alltag
Im täglichen Dienst fuhr eine schnelle Dampflok vor einem Schnellzug recht flott.
Sie erreichte dabei ein Tempo von etwa einhundert bis einhundertdreißig Kilometern in der Stunde.
Für ihre Zeit war das eine geradezu atemberaubende Geschwindigkeit.
So war die Dampflok lange Zeit das schnellste Verkehrsmittel überhaupt.

Der Weltrekord der Mallard
Den bis heute gültigen Weltrekord stellte im Jahr 1938 eine englische Lok auf.
Sie trug den Namen Mallard und war eine besonders windschnittig gebaute Dampflok.
Bei einer eigens dafür angesetzten Fahrt erreichte sie rund zweihundertdrei Kilometer in der Stunde.
Schneller ist seither keine Dampflok der Welt jemals gefahren.
Gut zu wissen
Im Alltag fuhr eine schnelle Dampflok rund 100 bis 130 Kilometer in der Stunde, für ihre Zeit eine atemberaubende Geschwindigkeit.
Den Weltrekord hält seit 1938 die englische Lok Mallard mit rund 203 Kilometern in der Stunde. Schneller ist nie eine Dampflok gefahren. Bei diesem Tempo stößt die Dampfkraft an ihre Grenzen.
Der deutsche Rekord
Auch in Deutschland jagte man in jenen Jahren nach dem Rekord der Dampfkraft.
Bereits 1936 erreichte eine deutsche Lok ein Tempo von rund zweihundert Kilometern in der Stunde.
Damit lag sie nur ganz knapp unter der englischen Bestmarke.
So lieferten sich die Länder ein spannendes Wettrennen um die schnellste Dampflok.
Warum bei diesem Tempo Schluss war
Bei sehr hohem Tempo stößt die Dampflok an die Grenzen ihrer Technik.
Der Kessel kann nur eine bestimmte Menge Dampf in der nötigen Zeit erzeugen.
Zudem wird die kräftige Bewegung der schweren Teile bei hohem Tempo zum Problem.
So war bei rund zweihundert Kilometern in der Stunde die natürliche Grenze erreicht.
Ein Rekord unter besonderen Bedingungen
Der Rekord der Mallard entstand nicht im Alltag, sondern unter besonderen Bedingungen.
Man wählte dafür eine leicht abschüssige Strecke und einen möglichst leichten Zug.
Auch durfte die Lok danach gründlich überprüft und gewartet werden.
So war die Rekordfahrt eine einmalige Höchstleistung, kein Bild des täglichen Dienstes.
Das Ende des Wettrennens
Das Wettrennen um die schnellste Dampflok endete bald nach diesen Rekorden.
Denn kurz darauf kamen die schnelleren Loks mit Strom und Diesel auf.
Sie erreichten mühelos höhere Geschwindigkeiten, als es der Dampf je vermochte.
So blieb der Rekord der Mallard für alle Zeiten die Bestmarke der Dampfkraft.
Dampfloks fahren noch heute
Auch wenn ihre große Zeit vorbei ist, fahren manche Dampfloks bis heute.
Auf besonderen Fahrten schnaufen sie mit gemächlichem Tempo durch die Landschaft.
Von den Rekorden vergangener Tage sind sie dabei weit entfernt.
Doch gerade ihre ruhige Gangart macht den Zauber einer solchen Fahrt aus.
Schnell für ihre Zeit
Am Ende war die Dampflok schneller, als es ihr heutiges Bild vermuten lässt.
Im Alltag erreichte sie rund einhundert bis einhundertdreißig Kilometer in der Stunde.
Ihr Rekord von rund zweihundertdrei Kilometern steht seit 1938 und fällt wohl nie mehr.
So bleibt die alte Dampflok ein staunenswertes Zeugnis vom Tempo einer vergangenen Zeit.
Windschnittig verkleidet
Die Rekordlok Mallard trug eine glatte, windschnittige Verkleidung um ihren Kessel.
Diese Hülle sollte den Widerstand der Luft bei hohem Tempo verringern.
So konnte die Lok ihre ganze Kraft in die Geschwindigkeit umsetzen.
Die stromlinienförmige Gestalt machte sie zugleich zu einem Blickfang ihrer Zeit.
Museumsstück und Legende
Die Mallard ist bis heute erhalten und in einem englischen Museum zu bestaunen.
Dort erinnert sie als glänzende Legende an das Wettrennen der Dampfkraft.
Viele Bewunderer reisen eigens an, um die schnellste Dampflok der Welt zu sehen.
So lebt der Rekord von 1938 in diesem einen berühmten Fahrzeug bis heute fort.
Häufige Fragen
Wie schnell fuhr eine Dampflok im Alltag?
Was ist der Weltrekord?
Gab es auch einen deutschen Rekord?
Warum war bei diesem Tempo Schluss?
Fahren Dampfloks heute noch?
Weiterfahrt
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