Wie schnell fährt eine Dampflok?

Zahlen, bitte!

„Rund 203 Kilometer in der Stunde – schneller ist nie eine Dampflok gefahren, und der Rekord steht seit 1938.“

Wie schnell fährt eine Dampflok?

→ Ein Blick auf das Tempo der alten Dampfriesen.

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Kurz gesagt

Im Alltag erreichte eine schnelle Dampflok rund 100 bis 130 Kilometer in der Stunde. Den bis heute gültigen Weltrekord stellte 1938 die englische Lok Mallard mit rund 203 Kilometern in der Stunde auf. Schneller ist nie eine Dampflok gefahren, denn die Dampfkraft stößt bei hohem Tempo an ihre Grenzen.

Die Dampflok gilt als gemächlicher Riese aus einer längst vergangenen Zeit.

Doch die schnellsten unter ihnen erreichten ein durchaus beachtliches Tempo.

Wie schnell eine Dampflok wirklich fahren konnte, hält eine überraschende Zahl bereit.

Czech Raildays 2015, Alstom Coradia LINT 41 (01)
Foto: Miďonek, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Tempo der Dampfloks

100–130

km/h Alltag

schnelle Dampflok

~203 km/h

Weltrekord

Mallard, 1938

~200 km/h

deutscher Rekord

schon 1936

Der Rekord der Mallard aus dem Jahr 1938 wurde von keiner Dampflok jemals wieder übertroffen.

Der Riese im Alltag

Im täglichen Dienst fuhr eine schnelle Dampflok vor einem Schnellzug recht flott.

Sie erreichte dabei ein Tempo von etwa einhundert bis einhundertdreißig Kilometern in der Stunde.

Für ihre Zeit war das eine geradezu atemberaubende Geschwindigkeit.

So war die Dampflok lange Zeit das schnellste Verkehrsmittel überhaupt.

Czech Raildays 2015, Alstom Coradia LINT 41 (02)
Foto: Miďonek, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Der Weltrekord der Mallard

Den bis heute gültigen Weltrekord stellte im Jahr 1938 eine englische Lok auf.

Sie trug den Namen Mallard und war eine besonders windschnittig gebaute Dampflok.

Bei einer eigens dafür angesetzten Fahrt erreichte sie rund zweihundertdrei Kilometer in der Stunde.

Schneller ist seither keine Dampflok der Welt jemals gefahren.

Gut zu wissen

Im Alltag fuhr eine schnelle Dampflok rund 100 bis 130 Kilometer in der Stunde, für ihre Zeit eine atemberaubende Geschwindigkeit.

Den Weltrekord hält seit 1938 die englische Lok Mallard mit rund 203 Kilometern in der Stunde. Schneller ist nie eine Dampflok gefahren. Bei diesem Tempo stößt die Dampfkraft an ihre Grenzen.

Der deutsche Rekord

Auch in Deutschland jagte man in jenen Jahren nach dem Rekord der Dampfkraft.

Bereits 1936 erreichte eine deutsche Lok ein Tempo von rund zweihundert Kilometern in der Stunde.

Damit lag sie nur ganz knapp unter der englischen Bestmarke.

So lieferten sich die Länder ein spannendes Wettrennen um die schnellste Dampflok.

Warum bei diesem Tempo Schluss war

Bei sehr hohem Tempo stößt die Dampflok an die Grenzen ihrer Technik.

Der Kessel kann nur eine bestimmte Menge Dampf in der nötigen Zeit erzeugen.

Zudem wird die kräftige Bewegung der schweren Teile bei hohem Tempo zum Problem.

So war bei rund zweihundert Kilometern in der Stunde die natürliche Grenze erreicht.

Ein Rekord unter besonderen Bedingungen

Der Rekord der Mallard entstand nicht im Alltag, sondern unter besonderen Bedingungen.

Man wählte dafür eine leicht abschüssige Strecke und einen möglichst leichten Zug.

Auch durfte die Lok danach gründlich überprüft und gewartet werden.

So war die Rekordfahrt eine einmalige Höchstleistung, kein Bild des täglichen Dienstes.

Das Ende des Wettrennens

Das Wettrennen um die schnellste Dampflok endete bald nach diesen Rekorden.

Denn kurz darauf kamen die schnelleren Loks mit Strom und Diesel auf.

Sie erreichten mühelos höhere Geschwindigkeiten, als es der Dampf je vermochte.

So blieb der Rekord der Mallard für alle Zeiten die Bestmarke der Dampfkraft.

Dampfloks fahren noch heute

Auch wenn ihre große Zeit vorbei ist, fahren manche Dampfloks bis heute.

Auf besonderen Fahrten schnaufen sie mit gemächlichem Tempo durch die Landschaft.

Von den Rekorden vergangener Tage sind sie dabei weit entfernt.

Doch gerade ihre ruhige Gangart macht den Zauber einer solchen Fahrt aus.

Schnell für ihre Zeit

Am Ende war die Dampflok schneller, als es ihr heutiges Bild vermuten lässt.

Im Alltag erreichte sie rund einhundert bis einhundertdreißig Kilometer in der Stunde.

Ihr Rekord von rund zweihundertdrei Kilometern steht seit 1938 und fällt wohl nie mehr.

So bleibt die alte Dampflok ein staunenswertes Zeugnis vom Tempo einer vergangenen Zeit.

Windschnittig verkleidet

Die Rekordlok Mallard trug eine glatte, windschnittige Verkleidung um ihren Kessel.

Diese Hülle sollte den Widerstand der Luft bei hohem Tempo verringern.

So konnte die Lok ihre ganze Kraft in die Geschwindigkeit umsetzen.

Die stromlinienförmige Gestalt machte sie zugleich zu einem Blickfang ihrer Zeit.

Museumsstück und Legende

Die Mallard ist bis heute erhalten und in einem englischen Museum zu bestaunen.

Dort erinnert sie als glänzende Legende an das Wettrennen der Dampfkraft.

Viele Bewunderer reisen eigens an, um die schnellste Dampflok der Welt zu sehen.

So lebt der Rekord von 1938 in diesem einen berühmten Fahrzeug bis heute fort.

Häufige Fragen

Wie schnell fuhr eine Dampflok im Alltag?
Eine schnelle Dampflok vor einem Schnellzug erreichte rund 100 bis 130 Kilometer in der Stunde. Für ihre Zeit war das eine atemberaubende Geschwindigkeit.
Was ist der Weltrekord?
Rund 203 Kilometer in der Stunde, aufgestellt 1938 von der englischen Lok Mallard. Schneller ist nie eine Dampflok der Welt gefahren.
Gab es auch einen deutschen Rekord?
Ja. Bereits 1936 erreichte eine deutsche Lok rund 200 Kilometer in der Stunde und lag damit nur knapp unter der englischen Bestmarke.
Warum war bei diesem Tempo Schluss?
Der Kessel kann nur eine bestimmte Menge Dampf erzeugen, und die Bewegung der schweren Teile wird bei hohem Tempo zum Problem. So lag die Grenze bei rund 200 km/h.
Fahren Dampfloks heute noch?
Ja, auf besonderen Fahrten. Sie schnaufen dann mit gemächlichem Tempo durch die Landschaft, weit entfernt von den Rekorden vergangener Tage.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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