Zahlen, bitte!
„Ein krummes Maß, das doch fast die ganze Welt verbindet: Genau 1.435 Millimeter liegen zwischen den beiden Schienen.“
Wie breit ist ein Gleis?
→ Eine Zahl, die überall gleich ist und die Welt verbindet.
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Kurz gesagt
Ein gewöhnliches Gleis ist genau 1.435 Millimeter breit, gemessen zwischen den Innenkanten der beiden Schienen. Dieses Maß heißt Normalspur und gilt in Deutschland und weiten Teilen der Welt. Nur wenige Bahnen fahren auf schmaleren oder breiteren Gleisen.
Ein Gleis besteht aus zwei stählernen Schienen, die in immer gleichem Abstand nebeneinander verlaufen.
Dieser Abstand zwischen den beiden Schienen ist keine zufällige Größe, sondern ein festgelegtes Maß.
Wie breit ein Gleis genau ist und warum ausgerechnet so, ist eine überraschend geschichtsträchtige Frage.

Die Spurweite
1.435 mm
Normalspur
fast überall
schmaler
Schmalspur
in den Bergen
breiter
Breitspur
in einigen Ländern
Gemessen wird die Spurweite zwischen den Innenkanten der beiden Schienen; die Normalspur von 1.435 Millimetern gilt in Deutschland und weiten Teilen der Welt.
Das Maß zwischen den Schienen
Die Breite eines Gleises nennt man in der Fachsprache die Spurweite.
Gemessen wird sie zwischen den Innenkanten der beiden stählernen Schienen.
Bei einem gewöhnlichen Gleis beträgt dieser Abstand genau eintausendvierhundertfünfunddreißig Millimeter.
Das sind ziemlich genau ein Meter und vierundvierzig Zentimeter zwischen den beiden Schienen.

Die Normalspur
Dieses Maß von 1.435 Millimetern trägt einen eigenen Namen und heißt Normalspur.
Es ist die mit Abstand am weitesten verbreitete Spurweite auf der ganzen Welt.
In Deutschland fahren nahezu alle Züge auf Gleisen dieser einen einheitlichen Breite.
Auch in weiten Teilen Europas und der übrigen Welt gilt dieselbe Normalspur.
Gut zu wissen
Die Spurweite wird zwischen den Innenkanten der beiden Schienen gemessen. Die Normalspur von 1.435 Millimetern gilt in Deutschland und weiten Teilen der Welt.
Das krumme Maß geht auf die frühe Eisenbahn in England zurück, wo man den Abstand alter Fuhrwerke übernahm. Schmalspur und Breitspur sind seltenere Ausnahmen.
Warum ein so krummes Maß
Auf den ersten Blick wirkt das Maß von 1.435 Millimetern seltsam krumm und willkürlich gewählt.
Seine Wurzeln reichen zurück bis in die allerersten Jahre der Eisenbahn in England.
Dort übernahm man den Abstand, den schon die Wagen der alten Fuhrwerke besaßen.
So wurde aus einem alten Erfahrungswert das Maß, das bis heute die Gleise der Welt bestimmt.
Der Vorteil des einen Maßes
Dass fast überall dieselbe Spurweite gilt, hat einen unschätzbaren Vorteil.
Ein Zug kann so ohne Weiteres über die Grenzen von einem Land ins andere fahren.
Die Gleise passen zusammen, sodass die Waggons überall auf denselben Schienen rollen.
So verbindet die einheitliche Normalspur die Länder zu einem großen zusammenhängenden Netz.
Die Schmalspur
Neben der Normalspur gibt es einige Bahnen, die auf schmaleren Gleisen fahren.
Diese sogenannte Schmalspur hat einen geringeren Abstand zwischen den beiden Schienen.
Sie eignet sich besonders für enge Kurven und steile Strecken in den Bergen.
Deshalb findet man Schmalspurbahnen oft in gebirgigen Gegenden oder als kleine Nebenbahnen.
Die Breitspur
In einigen Ländern der Welt fahren die Züge dagegen auf besonders breiten Gleisen.
Diese Breitspur hat einen größeren Abstand zwischen den Schienen als die Normalspur.
Sie gilt als besonders stabil und kann schwere Lasten sicher tragen.
An den Grenzen zu solchen Ländern müssen die Züge allerdings umständlich umgespurt werden.
Die Genauigkeit der Spur
So selbstverständlich das Maß erscheint, es muss über die ganze Strecke äußerst genau eingehalten werden.
Schon kleine Abweichungen können bei hohem Tempo gefährlich werden.
Deshalb überwacht die Bahn die Spurweite ihrer Gleise mit großer Sorgfalt.
Besondere Messfahrzeuge prüfen regelmäßig, ob der Abstand der Schienen überall stimmt.
Ein Maß, das die Welt verbindet
Am Ende ist die Zahl von 1.435 Millimetern weit mehr als nur eine technische Angabe.
Sie ist das gemeinsame Maß, das die Gleise vieler Länder zueinander passen lässt.
Ihm verdanken wir es, dass ein Zug über weite Strecken und Grenzen hinweg fahren kann.
So verbindet dieses eine krumme Maß auf stille Weise die Bahnen der halben Welt.
Wie das Rad auf der Spur bleibt
Damit ein Zug sicher auf seiner Spur bleibt, sind seine Räder mit einem klugen Trick versehen.
An der Innenseite jedes Rades sitzt ein vorstehender Rand, der sogenannte Spurkranz.
Dieser Rand greift über die Innenkante der Schiene und hält das Rad auf dem Gleis.
Genau deshalb ist der Abstand der Schienen so wichtig, denn er muss exakt zu den Rädern passen.
Stimmt die Spurweite über die ganze Strecke, so läuft der Zug sicher und ruhig in seiner Spur.
Häufige Fragen
Wie breit ist ein Gleis?
Was ist die Normalspur?
Warum ist das Maß so krumm?
Was ist Schmalspur?
Warum ist die einheitliche Spur wichtig?
Weiterfahrt
→ Was ist eine Schmalspurbahn? – Bahn auf schmalem Gleis
→ Wie ist ein Gleis aufgebaut? – Schiene, Schwelle, Schotter
