Zahlen, bitte!
„Wo Straße und Schiene sich in gleicher Höhe kreuzen, entscheidet eine Schranke über Vorfahrt und Sicherheit – vieltausendfach im Land.“
Wie viele Bahnübergänge gibt es in Deutschland?
→ Eine Zahl, die zeigt, wie oft sich Straße und Schiene begegnen.
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Kurz gesagt
Auf dem Netz der Deutschen Bahn gibt es noch rund 16.000 Bahnübergänge, also Stellen, an denen sich Straße und Schiene in gleicher Höhe kreuzen. Ihre Zahl sinkt seit Jahren, weil viele durch Brücken oder Unterführungen ersetzt werden, die sicherer sind.
Fast jeder kennt den Moment, in dem sich vor einem Bahnübergang die Schranke senkt und man warten muss.
Für kurze Zeit trennt die Bahn dann die Straße, damit ein Zug sicher vorüberfahren kann.
Wie oft sich Straße und Schiene auf diese Weise begegnen, ist eine überraschend große Zahl.

Bahnübergänge im Land
~16.000
auf dem DB-Netz
Tendenz sinkend
Schranke
oder Lichtzeichen
sichern den Übergang
Brücke
ersetzt den Übergang
am sichersten
Die Zahl sinkt seit Jahren, weil viele Bahnübergänge nach und nach durch Brücken oder Unterführungen ersetzt werden, an denen Straße und Schiene sich nicht mehr kreuzen.
Wo Straße und Schiene sich kreuzen
Ein Bahnübergang ist eine Stelle, an der eine Straße und ein Gleis sich in gleicher Höhe kreuzen.
Weil beide denselben Punkt nicht zugleich nutzen können, muss einer dem anderen den Vortritt lassen.
Da ein Zug einen langen Bremsweg hat und nicht ausweichen kann, hat stets die Bahn den Vorrang.
Deshalb wird die Straße für kurze Zeit gesperrt, wenn sich ein Zug dem Übergang nähert.

Rund sechzehntausend im Land
Auf dem Netz der Deutschen Bahn gibt es noch etwa sechzehntausend solcher Bahnübergänge.
Sie verteilen sich über das ganze Land, vor allem auf die vielen ruhigen Nebenstrecken.
An den großen und schnellen Hauptstrecken dagegen sind Bahnübergänge längst die Ausnahme.
So begegnet man ihnen heute vor allem dort, wo die Bahn gemächlich durch das Land fährt.
Gut zu wissen
An einem Bahnübergang hat immer die Bahn den Vorrang, weil ein Zug einen langen Bremsweg hat und nicht ausweichen kann. Deshalb wird die Straße gesperrt, wenn ein Zug naht.
Die Zahl der Übergänge sinkt seit Jahren, weil viele durch Brücken oder Unterführungen ersetzt werden. Diese sind am sichersten, weil sich Straße und Schiene dort nicht mehr kreuzen.
Warum die Zahl sinkt
Auffällig an dieser Zahl ist, dass sie seit vielen Jahren beständig kleiner wird.
Denn ein Bahnübergang gilt als eine der gefährlichsten Stellen im ganzen Verkehr.
Immer wieder kommt es dort zu schweren Unfällen, wenn jemand die Schranke missachtet.
Deshalb wird jeder Übergang, der sich ersetzen lässt, nach und nach beseitigt.
Die Brücke als beste Lösung
Die sicherste Lösung ist es, Straße und Schiene gar nicht erst in gleicher Höhe zu kreuzen.
Dazu baut man eine Brücke oder eine Unterführung, sodass eine der beiden über die andere hinwegführt.
Dann können sich Zug und Auto niemals mehr in die Quere kommen, und jede Gefahr entfällt.
Solche Bauwerke ersetzen deshalb immer mehr der alten und gefährlichen Bahnübergänge.
Schranke und Lichtzeichen
Solange ein Bahnübergang besteht, muss er auf sichere Weise gegen den Verkehr gesichert werden.
An den meisten Übergängen senkt sich dazu eine Schranke, die die Straße für die Autos sperrt.
Zusätzlich warnen rote Lichtzeichen und oft ein Läuten vor dem herannahenden Zug.
So wird die Straße rechtzeitig und deutlich gesperrt, bevor der Zug den Übergang erreicht.
Die Technik dahinter
Damit sich die Schranke rechtzeitig schließt, meldet die Technik jeden nahenden Zug im Voraus.
Nähert sich ein Zug, so lösen Sensoren an der Strecke das Schließen des Übergangs aus.
Erst wenn der Übergang sicher gesperrt ist, darf der Zug ihn mit voller Fahrt passieren.
Nach der Vorbeifahrt öffnet sich die Schranke wieder und gibt die Straße frei.
Die Gefahr des Wartens
So sicher die Technik auch ist, die größte Gefahr an einem Übergang ist die Ungeduld der Menschen.
Immer wieder versuchen Autofahrer, die sich senkende Schranke noch rasch zu umfahren.
Wegen des langen Bremswegs kann ein Zug einem Hindernis auf dem Übergang niemals ausweichen.
Deshalb ist das Warten vor der Schranke keine Schikane, sondern eine lebenswichtige Regel.
Eine schrumpfende Zahl
Am Ende ist die Zahl von rund sechzehntausend Bahnübergängen eine Momentaufnahme im Wandel.
Jahr für Jahr verschwinden weitere Übergänge, ersetzt durch sichere Brücken und Unterführungen.
So wird das Land Schritt für Schritt sicherer, auch wenn es noch viele Jahre dauern wird.
Die sinkende Zahl erzählt damit von einem langen Weg hin zu einem sichereren Verkehr.
Häufige Fragen
Wie viele Bahnübergänge gibt es in Deutschland?
Warum hat die Bahn Vorrang?
Warum sinkt die Zahl der Übergänge?
Wie wird ein Übergang gesichert?
Warum ist das Warten so wichtig?
Weiterfahrt
→ Was ist ein Bahnübergang? – die Kreuzung erklärt
→ Wie lang ist der Bremsweg? – warum die Bahn Vorrang hat
