Wie viel kostet das Deutschlandticket?

Zahlen, bitte

„Ein Ticket, ein Preis, ein ganzes Land – und trotzdem redet jeder über die Zahl dahinter.“

Wie viel kostet das Deutschlandticket?

→ Eine Karte für den gesamten Nahverkehr. Der Preis ist schon zweimal gewandert.

Lesezeit: 7 Minuten · Schalter: Zahlen, bitte

Kurz gesagt

Das Deutschlandticket kostet seit Januar 2025 58 Euro im Monat. Zum Start im Mai 2023 waren es 49 Euro. Ab Januar 2026 sind 63 Euro beschlossen. Dafür gilt es bundesweit in Bussen, Trams, U- und S-Bahnen sowie in allen Regionalzügen.

Es ist ein seltener Fall: ein einziger Fahrschein, der in Flensburg genauso gilt wie in Garmisch, in der Berliner U-Bahn genauso wie im Regionalzug durchs Allgäu.

Das Deutschlandticket hat den alten Tarifdschungel der Verkehrsverbünde mit einem Schlag übersprungen.

Vorher musste man für jede Region den passenden Tarif kennen: Waben, Zonen, Kurzstrecken, Anschlussfahrscheine.

Heute genügt eine einzige Zahl – der Monatspreis.

Und genau diese Zahl hat sich seit 2023 zweimal verändert.

Der Preis in drei Schritten

49 €

Mai 2023

Start als Nachfolger des 9-Euro-Tickets

58 €

seit Januar 2025

erste Erhöhung, rund 18 Prozent mehr

63 €

ab Januar 2026

beschlossene weitere Erhöhung

Gilt bundesweit im gesamten Nahverkehr – Bus, Tram, U-Bahn, S-Bahn und alle Regionalzüge.

Nicht gültig im Fernverkehr: ICE, IC und EC sind ausgenommen.

Quelle: Bundesministerium für Digitales und Verkehr, Verkehrsverbünde.

Bahnhof Althengstett
Foto: Entbert, CC BY 4.0, via Wikimedia Commons

Vom 9-Euro-Ticket zum Dauerticket

Die Vorgeschichte ist bekannt: Im Sommer 2022 gab es drei Monate lang das 9-Euro-Ticket, als Entlastung in der Energiekrise.

Es wurde ein überraschender Erfolg – Millionen Menschen nutzten es, viele zum ersten Mal überhaupt für den Nahverkehr.

Der Andrang zeigte: Ein einfacher, bundesweit gültiger Preis senkt die Hemmschwelle enorm.

Aus dem Versuch wurde deshalb eine Dauerlösung.

Das Deutschlandticket startete im Mai 2023 zum Einführungspreis von 49 Euro.

Von Beginn an war klar, dass 49 Euro kein für immer festgeschriebener Preis sein würde.

Denn hinter der schlichten Zahl steckt eine komplizierte Finanzierung, über die Bund und Länder jedes Jahr neu verhandeln.

Was der Preis alles umfasst

Für 58 Euro im Monat fährt man in ganz Deutschland mit dem gesamten Nahverkehr.

Das schließt Stadtbusse und Straßenbahnen ein, U- und S-Bahnen sowie sämtliche Regionalzüge – vom RB bis zum RE.

Ausgenommen ist nur der Fernverkehr.

Wer mit dem ICE, dem Intercity oder einem EC fahren will, braucht ein zusätzliches Ticket.

Auch einzelne Fernbus- und Sonderverkehre sind nicht dabei.

Praktisch bedeutet das: Eine Fahrt quer durch Deutschland ist mit dem Deutschlandticket möglich, aber nur über die langsame Nahverkehrskette mit vielen Umstiegen.

Für Pendler und Alltagswege ist es dagegen konkurrenzlos günstig.

Wer das Ticket bezahlt

Der Fahrgast zahlt mit dem Monatspreis nur einen Teil der wahren Kosten.

Den Rest schießen Bund und Länder zu – zusammen mehrere Milliarden Euro pro Jahr, damit die Verkehrsunternehmen ihre Einnahmeausfälle ersetzt bekommen.

Genau um diese Zuschüsse wird regelmäßig gerungen.

Steigen die Kosten für Personal, Energie und Betrieb, muss entweder der Staat mehr zahlen oder der Ticketpreis steigen.

Beides zusammen führte zu den Erhöhungen auf 58 und künftig 63 Euro.

Das Deutschlandticket ist damit auch ein Politikum: Es ist beliebt, aber teuer im Unterhalt.

Seine Zukunft hängt an der Frage, wie viel öffentliches Geld dauerhaft in einen günstigen Nahverkehr fließen soll.

Baureihe 120 in Baden-Baden
Foto: Hoff1980, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Mehr als nur ein günstiger Preis

Der eigentliche Wert des Deutschlandtickets liegt nicht allein im Preis, sondern in der Einfachheit.

Man muss sich nicht mehr durch Tarifzonen und Waben denken, keine Anschlussfahrscheine lösen, keine Verbundgrenzen im Kopf haben.

Man steigt einfach ein.

Gerade auf Reisen über Verbundgrenzen hinweg war das früher ein Ärgernis.

Wer von einer Stadt in die nächste Region fuhr, brauchte oft mehrere Tickets.

Das Deutschlandticket macht daraus eine einzige, überall gültige Karte.

Viele Arbeitgeber geben das Ticket inzwischen als vergünstigtes Jobticket aus und schießen einen Teil des Preises zu.

Für Beschäftigte wird die Monatskarte damit noch günstiger – und der Umstieg auf Bus und Bahn attraktiver.

Auch für Studierende hat sich einiges verschoben: Vielerorts lässt sich das klassische Semesterticket zu einem bundesweit gültigen Deutschlandticket aufstocken.

Aus dem regionalen Studiticket wird so eine Fahrkarte für ganz Deutschland.

Ob das Ticket am Ende wirklich Menschen dauerhaft vom Auto auf die Schiene holt, ist noch nicht abschließend beantwortet.

Klar ist aber: Noch nie war der Zugang zum deutschen Nahverkehr so einfach und einheitlich wie heute.

Nicht zuletzt hat das Deutschlandticket eine politische Dimension: Es ist zum Symbol dafür geworden, wie ernst es Bund und Länder mit einem bezahlbaren, klimafreundlichen Nahverkehr meinen.

An seinem Preis lässt sich ablesen, wie viel dieser Anspruch dem Staat wert ist.

Was gilt – und was nicht

Gültig: Bus, Tram, U-Bahn, S-Bahn und alle Nahverkehrszüge (RB, RE) in ganz Deutschland.

Nicht gültig: ICE, IC, EC und der Fernverkehr allgemein.

Das Ticket ist ein monatlich kündbares Abo und personengebunden – es gilt nur für die Person, auf die es ausgestellt ist.

Häufige Fragen

Was kostet das Deutschlandticket aktuell?
Seit Januar 2025 kostet es 58 Euro im Monat. Zum Start im Mai 2023 waren es 49 Euro, ab Januar 2026 sind 63 Euro beschlossen.
Wo gilt es?
Bundesweit im gesamten Nahverkehr: Bus, Tram, U-Bahn, S-Bahn und alle Regionalzüge. Der Fernverkehr ist ausgenommen.
Kann ich damit ICE fahren?
Nein. ICE, IC und EC gehören zum Fernverkehr und sind nicht enthalten. Dafür braucht man ein zusätzliches Ticket.
Warum wird es teurer?
Weil die Betriebskosten steigen und Bund und Länder jedes Jahr neu über ihre Zuschüsse verhandeln. Steigen die Kosten, steigt der Preis.
Ist es ein Abo?
Ja, es ist ein monatlich kündbares Abonnement und gilt personengebunden nur für die eingetragene Person.

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Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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