Zahlen, bitte!
„Bis zu 120 Kilometer in der Stunde schafft eine S-Bahn – im dichten Takt der Stadt kommt sie aber selten dazu.“
Wie schnell fährt eine S-Bahn?
→ Ein Blick auf das Tempo der S-Bahn.
Lesezeit: 8 Minuten · Schalter: Zahlen, bitte!
Kurz gesagt
Eine S-Bahn erreicht in aller Regel eine Höchstgeschwindigkeit von rund 120 Kilometern in der Stunde, in manchen Netzen sogar etwas mehr. Weil sie aber sehr oft hält, liegt ihre tatsächliche Reisegeschwindigkeit deutlich niedriger, meist bei nur rund vierzig Kilometern in der Stunde.
Die S-Bahn gehört in vielen großen Städten zum alltäglichen Bild und bringt täglich unzählige Menschen an ihr Ziel.
Wer in ihr sitzt, hat oft das Gefühl, ziemlich flott unterwegs zu sein, gerade auf den freien Strecken zwischen den Stationen.
Doch wie schnell so eine S-Bahn wirklich fährt und warum sie im Alltag langsamer wirkt, ist eine genauere Betrachtung wert.

Das Tempo in Zahlen
~120 km/h
Höchsttempo
in den meisten Netzen
~40 km/h
Reisetempo
wegen vieler Halte
Nahverkehr
in der Stadt
dichter Takt
Das Höchsttempo einer S-Bahn liegt meist bei rund 120 Kilometern in der Stunde, im Alltag ist sie aber deutlich langsamer.
Ein Zug für die Stadt
Die S-Bahn ist ein besonderer Nahverkehrszug, der vor allem den dicht besiedelten Raum rund um die großen Städte bedient.
Sie fährt in einem sehr engen Takt und hält an vielen Stationen, die oft nah beieinander liegen.
Damit ähnelt sie einer U-Bahn, fährt aber größtenteils oberirdisch auf dem normalen Schienennetz.
Für die täglichen Wege in und um eine Großstadt ist sie oft das schnellste und dichteste Angebot.

Bis zu 120 Kilometer in der Stunde
Die Höchstgeschwindigkeit einer S-Bahn liegt in den meisten Netzen bei rund 120 Kilometern in der Stunde.
In einigen modernen Netzen dürfen die Züge sogar bis zu 140 Kilometer in der Stunde erreichen.
Das ist ein ordentliches Tempo, das die S-Bahn auf freier Strecke durchaus schnell macht.
An das Tempo der großen Fernzüge wie dem ICE kommt sie damit aber bei Weitem nicht heran.
Gut zu wissen
Eine S-Bahn erreicht in den meisten Netzen rund 120 Kilometer in der Stunde, einige moderne Netze erlauben bis zu 140. Wegen der vielen Halte liegt die tatsächliche Reisegeschwindigkeit aber oft nur bei rund vierzig Kilometern in der Stunde.
Die S-Bahn bedient den dicht besiedelten Raum rund um die großen Städte. Ihr größter Vorteil ist der dichte Takt: Sie fährt oft alle fünf bis zehn Minuten und ist damit im Stadtverkehr meist schneller als das Auto.
Warum sie oft langsamer wirkt
Obwohl die S-Bahn schnell fahren könnte, kommt sie im Alltag oft nur gemächlich voran.
Der Grund dafür sind die vielen Halte, die sie auf ihrer Strecke einlegen muss.
Kaum hat sie beschleunigt, muss sie schon wieder bremsen, um an der nächsten Station zu halten.
So bleibt kaum Zeit, das hohe Höchsttempo überhaupt einmal richtig auszufahren.
Das wahre Reisetempo
Entscheidend für den Fahrgast ist nicht das Höchsttempo, sondern die tatsächliche Reisegeschwindigkeit.
Diese liegt bei einer S-Bahn im Schnitt oft nur bei rund vierzig Kilometern in der Stunde.
Denn in diese Rechnung gehören auch die vielen Halte und die Zeit an den Bahnsteigen hinein.
Trotzdem ist die S-Bahn damit im dichten Stadtverkehr meist deutlich schneller als das Auto.
Halten gehört zum Auftrag
Dass die S-Bahn so oft hält, ist kein Nachteil, sondern ihre eigentliche Aufgabe.
Sie soll möglichst viele Menschen an möglichst vielen Orten erreichen.
Jede Station erschließt ein Stück Stadt und bringt die Bahn näher zu den Menschen.
So ist die dichte Folge der Halte der Kern ihres Nutzens für die Stadt.
Immer im Takt
Ein großer Vorteil der S-Bahn ist ihr dichter und verlässlicher Takt.
In vielen Städten fährt sie tagsüber alle zehn oder gar alle fünf Minuten.
Dadurch muss man nicht lange auf den nächsten Zug warten und kommt schnell voran.
Der dichte Takt macht oft mehr aus als die reine Höchstgeschwindigkeit.
Beschleunigen statt rasen
Für eine S-Bahn ist nicht das Spitzentempo entscheidend, sondern das zügige Beschleunigen.
Sie muss nach jedem Halt schnell wieder auf Tempo kommen, um keine Zeit zu verlieren.
Moderne S-Bahn-Züge sind darum auf kräftiges Anfahren ausgelegt.
So gewinnen sie gerade auf den kurzen Abschnitten zwischen den Stationen wertvolle Sekunden.
Schnell genug für die Stadt
Am Ende fährt eine S-Bahn mit rund 120 Kilometern in der Stunde durchaus flott.
Im Alltag zählt aber das Reisetempo, das wegen der vielen Halte deutlich niedriger liegt.
Für ihren Zweck, die schnelle Verbindung in der Stadt, ist sie damit bestens geeignet.
So ist die S-Bahn genau so schnell, wie sie für den dichten Stadtverkehr sein muss.
Häufige Fragen
Wie schnell fährt eine S-Bahn?
Warum kommt sie oft langsamer voran?
Wie hoch ist das echte Reisetempo?
Ist die S-Bahn damit langsam?
Was unterscheidet die S-Bahn von der U-Bahn?
Weiterfahrt
→ Die Zugarten erklärt – vom ICE bis zur S-Bahn
→ Wie schnell fährt der ICE? – Tempo im Fernverkehr
