Wie lang ist eine Weiche?

Zahlen, bitte!

„Rund 30 Meter lang ist eine gewöhnliche Weiche, für schnelle Züge werden es sogar über 100.“

Wie lang ist eine Weiche?

→ Ein Blick auf die Kreuzung der Gleise.

Lesezeit: 8 Minuten · Schalter: Zahlen, bitte!

Kurz gesagt

Eine Weiche ist unterschiedlich lang. Die gewöhnlichen sind rund 30 Meter lang. Für schnelle Züge werden sie sogar über 100 Meter lang gebaut. Eine Weiche lenkt den Zug von einem Gleis auf ein anderes. Je schneller der Zug, desto länger und sanfter muss die Weiche sein.

Wo ein Gleis sich teilt, sitzt eine Weiche.

Sie lenkt den Zug in die eine oder andere Richtung.

Wie lang so eine Weiche ist, schauen wir uns heute an.

Untertürkheim elTw 427 Bahnsteig Reisende LABW Staatsarchiv Ludwigsburg
Foto: Harald Knauer, CC BY 4.0, via Wikimedia Commons

Die Weiche in Zahlen

~30 m

die gewöhnliche

eine Standardweiche

über 100 m

für schnelle Züge

lang und sanft

lenkt

von Gleis zu Gleis

die Aufgabe der Weiche

Eine gewöhnliche Weiche ist rund 30 Meter lang, schnelle Weichen über 100.

Wo das Gleis sich teilt

An vielen Stellen teilt sich ein Gleis in zwei.

Genau dort sitzt eine Weiche.

Sie lenkt den Zug auf das eine oder andere Gleis.

So findet jeder Zug seinen richtigen Weg.

Bergholz oberer Bahnsteig Doppelstocksteuerwagen Fußgängerbrücke Reisend
Foto: Harald Knauer, CC BY 4.0, via Wikimedia Commons

Rund 30 Meter lang

Eine gewöhnliche Weiche ist gar nicht so kurz.

Sie misst rund 30 Meter von einem Ende zum anderen.

Das ist länger, als man vielleicht denkt.

Die bewegliche Schiene ist dabei nur ein Teil davon.

Gut zu wissen

Eine Weiche sitzt dort, wo sich ein Gleis in zwei teilt, und lenkt den Zug auf das eine oder andere Gleis. Eine gewöhnliche Weiche ist rund 30 Meter lang, was länger ist, als man vielleicht denkt, denn die bewegliche Schiene ist nur ein Teil davon. Für schnelle Züge werden die Weichen viel länger, sogar über 100 Meter.

Der Grund ist einfach: Eine lange Weiche lenkt den Zug ganz sanft, mit einem weiten Bogen, sodass der Fahrgast kaum merkt, dass der Zug abbiegt, während eine kurze Weiche ihn zu stark rütteln würde. Das Herz der Weiche ist eine bewegliche Schiene, die Zunge, die sich an die eine oder andere Seite legt und so bestimmt, wohin der Zug fährt. Gestellt wird sie meist aus der Ferne vom Stellwerk aus.

Lang für schnelle Züge

Für schnelle Züge werden die Weichen viel länger.

Sie können über 100 Meter lang sein.

Nur so kann der Zug schnell hindurchfahren.

Eine kurze Weiche würde ihn zu stark rütteln.

Sanft in die Kurve

Eine lange Weiche lenkt den Zug ganz sanft.

Der Bogen ist weit und nicht zu eng.

So merkt der Fahrgast kaum, dass der Zug abbiegt.

Je länger die Weiche, desto ruhiger die Fahrt.

Die bewegliche Zunge

Das Herz der Weiche ist eine bewegliche Schiene.

Man nennt sie die Zunge der Weiche.

Sie legt sich an die eine oder andere Seite.

So bestimmt sie, wohin der Zug fährt.

Gestellt aus der Ferne

Eine Weiche wird meist aus der Ferne gestellt.

Vom Stellwerk aus legt man sie um.

So muss niemand von Hand daran arbeiten.

Der Fahrer findet immer die richtige Weiche vor.

Wichtig für das ganze Netz

Ohne Weichen könnte kein Zug das Gleis wechseln.

Er müsste immer geradeaus fahren.

Erst die Weichen machen ein Netz aus Gleisen möglich.

So sind sie für die ganze Bahn unverzichtbar.

Kurz oder lang je nach Tempo

Am Ende ist eine gewöhnliche Weiche rund 30 Meter lang.

Für schnelle Züge werden es sogar über 100 Meter.

Je schneller der Zug, desto länger und sanfter die Weiche.

So lenkt die Weiche jeden Zug sicher auf sein Gleis.

Zum Schluss ein Gedanke

Hinter dieser scheinbar einfachen Frage verbirgt sich ein ganzes Stück der großen, vielfältigen und oft überraschenden Welt der Eisenbahn, das einen zweiten Blick durchaus lohnt.

Wer ein wenig genauer hinschaut, entdeckt hinter der knappen Antwort schnell die spannenden Geschichten, die kluge Technik und die lange Geschichte, die dahinterstehen.

So wird aus einer bloßen Frage am Bahnsteig ein kleines Fenster, das den Blick auf ein ganzes und durchaus faszinierendes Themenfeld der Bahn freigibt.

Gerade bei den vielen Angaben und Annahmen rund um die Bahn lohnt es sich, genau hinzuschauen und das Wahre vom Ungefähren zu trennen.

Denn erst wer die Zusammenhänge kennt, versteht das oft verborgene Geschehen rund um Zug, Gleis und Bahnhof am Ende ein gutes Stück besser als zuvor.

Am besten merkt man sich die einfache und klare Antwort gleich für das nächste Mal, wenn das Gespräch wieder einmal auf dieses schöne Thema kommt.

So kann man manch hartnäckigem Gerücht und mancher liebgewonnenen Halbwahrheit über die Bahn künftig ganz gelassen begegnen.

Und ein wenig gesichertes Wissen über die Bahn macht das Reisen am Ende nicht nur interessanter, sondern auch spürbar entspannter.

Denn wer die Hintergründe kennt, der sieht den vorbeifahrenden Zug und den belebten Bahnhof mit ganz anderen Augen.

So wird aus einer kleinen Frage am Ende ein nützliches Stück Wissen, das einen auf jeder weiteren Reise begleitet.

Häufige Fragen

Wie lang ist eine Weiche?
Eine gewöhnliche Weiche ist rund 30 Meter lang. Für schnelle Züge werden die Weichen sogar über 100 Meter lang gebaut, damit der Zug sanft hindurchfahren kann.
Warum sind Weichen für schnelle Züge länger?
Weil eine lange Weiche den Zug mit einem weiten, sanften Bogen lenkt. Eine kurze Weiche würde einen schnellen Zug zu stark rütteln. Je schneller der Zug, desto länger die Weiche.
Was macht eine Weiche?
Sie sitzt dort, wo sich ein Gleis teilt, und lenkt den Zug auf das eine oder andere Gleis. So findet jeder Zug seinen richtigen Weg durch das Netz aus Gleisen.
Was ist die Zunge der Weiche?
Das Herz der Weiche, eine bewegliche Schiene, die sich an die eine oder andere Seite legt. So bestimmt sie, wohin der Zug fährt, wenn er über die Weiche rollt.
Wer stellt die Weiche?
Meist wird sie aus der Ferne vom Stellwerk aus gestellt, sodass niemand von Hand daran arbeiten muss. Der Fahrer findet die Weiche immer richtig gestellt vor.

Weiterfahrt

Die Weiche – wo Gleise sich teilen

Das Stellwerk – wo die Weichen gestellt werden

Zurück zum Finder

Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

Zeige alle Beiträge von BahnSlam →