Zahlen, bitte
„In tausenden kleinen Häuschen und Zentralen wird der Verkehr gelenkt – fällt eines aus, steht der Zug, und kaum jemand weiß, warum.“
Wie viele Stellwerke hat die Deutsche Bahn?
→ Zahlen rund um die Schaltzentralen des Bahnverkehrs.
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Kurz gesagt
Im deutschen Bahnnetz steuern rund 2.500 Stellwerke die Weichen und Signale und damit den ganzen Verkehr. Viele von ihnen sind jahrzehntealt, und ihr Ausfall ist eine der häufigsten Ursachen für Verspätungen. Ihre Erneuerung ist eine der größten Aufgaben der Bahn.
Wenn ein Zug ohne erkennbaren Grund auf freier Strecke stehen bleibt, ist häufig eine sogenannte Stellwerksstörung schuld.
Doch was ein Stellwerk überhaupt ist und wie viele davon den Verkehr steuern, wissen die wenigsten Reisenden.
Dabei sind diese unsichtbaren Schaltzentralen das eigentliche Gehirn des ganzen Bahnverkehrs.

Die Stellwerke in Zahlen
~2.500
Stellwerke
im deutschen Netz
jahrzehntealt
viele davon
teils aus den 1950ern
häufig
Störungsursache
für Verspätungen
Angaben gerundet; ein großer Teil der Stellwerke stammt aus einer Zeit, in der die Technik noch mechanisch oder elektromechanisch war.
Das Gehirn des Bahnverkehrs
Ein Stellwerk ist die Schaltzentrale, von der aus die Weichen und Signale eines bestimmten Abschnitts gesteuert werden.
Von hier aus wird festgelegt, welcher Zug wann über welches Gleis fahren darf und wo er warten muss.
Ohne diese zentrale Steuerung würde der ganze Verkehr auf den Gleisen im Chaos versinken.
Das Stellwerk ist damit gewissermaßen das Gehirn, das den Verkehr auf der Schiene lenkt und ordnet.

Rund zweieinhalbtausend Zentralen
Im ganzen deutschen Netz gibt es rund zweitausendfünfhundert dieser Stellwerke, die den Verkehr steuern.
Jedes von ihnen ist für einen bestimmten Bereich zuständig, vom kleinen Bahnhof bis zum großen Knoten.
Zusammen bilden sie ein dichtes Netz aus Schaltzentralen, das das ganze Land überzieht.
Diese große Zahl zeigt, welch gewaltiger Aufwand nötig ist, um den Verkehr überall sicher zu lenken.
Gut zu wissen
Ein Stellwerk steuert die Weichen und Signale eines Abschnitts. Viele arbeiten noch mit mechanischen Hebeln oder Relais aus vergangenen Zeiten.
Ein modernes elektronisches Stellwerk kann die Arbeit vieler alter übernehmen und den Verkehr über weite Strecken von einer Zentrale aus steuern.
Technik aus vielen Epochen
Das Besondere an den Stellwerken ist, dass sie aus ganz verschiedenen Zeitaltern der Technik stammen.
Manche werden noch mit schweren mechanischen Hebeln bedient, wie man sie vor über hundert Jahren erfand.
Andere arbeiten mit Relais und Tasten aus der Mitte des vergangenen Jahrhunderts.
Nur ein kleiner Teil ist bereits mit moderner elektronischer Technik ausgestattet.
Die betagten Veteranen
Ein großer Teil der Stellwerke ist erstaunlich alt und stammt aus einer längst vergangenen Zeit.
Viele von ihnen wurden vor Jahrzehnten gebaut und sind bis heute unermüdlich im Dienst.
So mancher dieser Veteranen steuert den Verkehr mit einer Technik, für die es kaum noch Ersatzteile gibt.
Dieses hohe Alter macht die alten Stellwerke anfällig für Störungen und immer schwerer zu warten.
Wenn ein Stellwerk ausfällt
Fällt ein Stellwerk aus, lassen sich in seinem Bereich die Weichen und Signale nicht mehr sicher steuern.
Dann muss der Verkehr auf dem betroffenen Abschnitt sofort eingestellt oder stark verlangsamt werden.
Weil ein Stellwerk oft einen wichtigen Knoten steuert, breiten sich die Folgen rasch über weite Teile des Netzes aus.
Die Stellwerksstörung ist deshalb eine der häufigsten und ärgerlichsten Ursachen für Verspätungen.
Der Mensch im Stellwerk
In vielen der älteren Stellwerke arbeiten bis heute Menschen, die den Verkehr von Hand steuern.
Diese Fahrdienstleiter ziehen an Hebeln, drücken Tasten und behalten den Überblick über ihren Abschnitt.
Ihre Arbeit verlangt höchste Konzentration, denn ein Fehler könnte schwere Folgen haben.
Auch in einer Zeit moderner Technik ist ihre Erfahrung an vielen Stellen noch unverzichtbar.
Die große Erneuerung
Die vielen alten Stellwerke durch moderne elektronische Technik zu ersetzen, ist eine gewaltige Aufgabe.
Ein einziges großes elektronisches Stellwerk kann die Arbeit vieler kleiner alter Stellwerke übernehmen.
Von einer solchen Zentrale aus lässt sich der Verkehr über weite Strecken hinweg steuern.
Dieser Umbau ist teuer und langwierig, gilt aber als Schlüssel zu einer pünktlicheren und zuverlässigeren Bahn.
Was die Zahl bedeutet
Am Ende erzählt die Zahl von rund zweitausendfünfhundert Stellwerken von der verborgenen Steuerung des Bahnverkehrs.
Sie zeigt, wie viele Schaltzentralen nötig sind, damit die Züge sicher und geordnet fahren können.
Zugleich macht sie deutlich, welch gewaltige Last die vielen alten Anlagen für die Zuverlässigkeit der Bahn bedeuten.
Wer das nächste Mal wegen einer Stellwerksstörung wartet, weiß nun, welch betagte Technik dahinterstecken kann.
Ein Beruf mit hoher Verantwortung
Hinter jedem Stellwerk steht die verantwortungsvolle Arbeit der Fahrdienstleiter, die den Verkehr über ihren Abschnitt lenken.
Sie müssen zu jeder Zeit den genauen Überblick behalten, welcher Zug wo fährt und welche Weiche wie zu stellen ist.
Ein einziger Moment der Unaufmerksamkeit könnte schwere Folgen haben, weshalb dieser Beruf höchste Konzentration verlangt.
Auch in einer zunehmend von Rechnern gesteuerten Zukunft bleibt diese menschliche Wachsamkeit an vielen Stellen unverzichtbar.
Häufige Fragen
Wie viele Stellwerke hat die Deutsche Bahn?
Was ist ein Stellwerk?
Warum sind viele so alt?
Was passiert bei einer Stellwerksstörung?
Wie sieht die Zukunft aus?
Weiterfahrt
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