Zahlen, bitte
„Rot-gelb schlängelt sie sich durch die ganze Stadt: Die Berliner S-Bahn verbindet Zentrum und Rand mit einem Netz von erstaunlicher Größe.“
Wie viele Stationen hat die Berliner S-Bahn?
→ Zahlen zum roten Rückgrat der Hauptstadt.
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Kurz gesagt
Die Berliner S-Bahn bedient rund 170 Bahnhöfe auf einem Netz von über 300 Kilometern Länge. Damit gehört sie zu den größten S-Bahn-Systemen der Welt und bringt täglich mehr als eine Million Menschen ans Ziel.
Für viele Berlinerinnen und Berliner ist die rot-gelbe S-Bahn so selbstverständlich wie der Fernsehturm am Alexanderplatz.
Sie verbindet die Innenstadt mit den äußersten Rändern und dem Umland und ist für Millionen Menschen das tägliche Rückgrat ihrer Wege.
Wie groß dieses Netz wirklich ist, wird einem oft erst bewusst, wenn man die schiere Zahl seiner Stationen betrachtet.

Die Berliner S-Bahn in Zahlen
~170
Bahnhöfe
im ganzen Netz
>300 km
Streckenlänge
quer durch die Region
>1 Mio.
Fahrgäste
an einem Werktag
Angaben gerundet nach S-Bahn Berlin; die genaue Bahnhofszahl ändert sich mit Um- und Neubauten leicht.
Ein Netz von erstaunlicher Größe
Die Berliner S-Bahn bedient rund 170 Bahnhöfe, die sich über die ganze Stadt und weit in das Umland verteilen.
Ihr Streckennetz erstreckt sich über mehr als 300 Kilometer und bildet damit ein dichtes Geflecht aus Linien.
Vom Zentrum bis in die entlegensten Vororte ist kaum ein Winkel der Region ohne einen S-Bahnhof in erreichbarer Nähe.
Damit zählt das Berliner System zu den größten S-Bahnen der ganzen Welt.

Der berühmte Ring
Ein Herzstück des Netzes ist die legendäre Ringbahn, die die Innenstadt wie ein Gürtel umschließt.
Wegen ihrer Form auf dem Streckenplan tragen ihre Züge im Volksmund den liebevollen Spitznamen Hundekopf.
Auf dem Ring kann man endlos im Kreis fahren, ohne je umsteigen zu müssen.
Für viele Fahrgäste ist er die schnellste Verbindung zwischen den äußeren Bezirken, ganz ohne den Umweg durch die Mitte.
Gut zu wissen
Wer den kompletten Ring einmal umrundet, ist je nach Richtung ungefähr eine Stunde unterwegs, ganz ohne umzusteigen.
Die rot-gelben Züge und die seitliche Stromschiene machen die Berliner S-Bahn technisch zu einem eigenständigen System innerhalb der Stadt.
Stadtbahn und Nord-Süd-Tunnel
Neben dem Ring durchziehen zwei große Achsen die Stadt und tragen den Großteil des Verkehrs.
Die Stadtbahn verläuft auf einem Viadukt quer durch das Zentrum und verbindet Ost und West.
Der Nord-Süd-Tunnel führt dagegen tief unter der Innenstadt hindurch und verknüpft die nördlichen mit den südlichen Bezirken.
Zusammen mit dem Ring bilden sie das tragende Gerüst des gesamten Netzes.
Eine Geschichte voller Brüche
Kaum ein Verkehrsnetz hat eine so bewegte Geschichte hinter sich wie die Berliner S-Bahn.
Die Teilung der Stadt zerschnitt das Netz jahrzehntelang, und viele Strecken lagen still oder endeten abrupt an der Grenze.
Erst nach dem Fall der Mauer wuchsen die getrennten Teile wieder zusammen, und stillgelegte Linien wurden mühsam reaktiviert.
Die heutige Größe des Netzes ist damit auch das Ergebnis eines langen Wiederaufbaus.
Mehr als eine Million am Tag
An einem gewöhnlichen Werktag nutzen weit über eine Million Menschen die Berliner S-Bahn.
In der morgendlichen und abendlichen Rushhour reiht sich Zug an Zug, und die Bahnsteige füllen sich im Minutentakt.
Diese enorme Nachfrage macht die S-Bahn zum unverzichtbaren Rückgrat des Berliner Nahverkehrs.
Ohne sie würde der Verkehr auf den Straßen der Hauptstadt vollends zusammenbrechen.
Das eigene Stromsystem
Eine Besonderheit der Berliner S-Bahn ist ihre eigene Art der Stromversorgung über eine seitliche Stromschiene.
Anders als die großen Fernzüge holt sie ihren Strom nicht von einer Oberleitung über dem Zug.
Diese Technik stammt aus der frühen Zeit des Netzes und prägt bis heute seinen besonderen Charakter.
Sie ist einer der Gründe, warum die Berliner S-Bahn ein eigenständiges System für sich bildet.
Ständig im Wandel
Die Zahl der Bahnhöfe ist keine für alle Zeiten feststehende Größe, sondern verändert sich mit der wachsenden Stadt.
Neue Stationen entstehen dort, wo Berlin sich ausdehnt und neue Wohnviertel entstehen.
Zugleich werden alte Bahnhöfe umgebaut und barrierefrei gemacht, um sie an die Bedürfnisse von heute anzupassen.
So bleibt das Netz auch nach über hundert Jahren ein lebendiges und stets wachsendes Gebilde.
Ein Vorbild für andere Städte
Mit ihrer Größe und Dichte gilt die Berliner S-Bahn vielerorts als Vorbild für ein gutes Nahverkehrsnetz.
Sie zeigt, wie eine Millionenstadt mit einem eng geknüpften Schienennetz überhaupt erst funktionieren kann.
Andere Regionen orientieren sich an ihr, wenn sie ihre eigenen S-Bahn-Systeme planen und ausbauen.
In der schieren Zahl ihrer Bahnhöfe spiegelt sich damit auch ein Stück gelungener Stadtgeschichte.
Häufige Fragen
Wie viele Stationen hat die Berliner S-Bahn?
Was ist der Ring?
Wie viele Menschen nutzen sie täglich?
Warum ist sie ein eigenes System?
Ist das Netz fertig?
Weiterfahrt
→ Wie viele Sitzplätze hat eine S-Bahn? – das Fassungsvermögen
→ Wie viele Verkehrsverbünde gibt es? – der Tarifdschungel
