Zahlen, bitte!
„Ein moderner ICE hat viele Motoren, über den ganzen Zug verteilt.“
Wie viele Motoren hat ein ICE?
→ Ein Blick auf die Kraft im Zug.
Lesezeit: 8 Minuten · Schalter: Zahlen, bitte!
Kurz gesagt
Ein moderner ICE hat viele Motoren, nicht nur einen oder zwei. Sie sitzen unter dem ganzen Zug verteilt, in vielen Wagen. Man nennt das einen verteilten Antrieb. So schieben und ziehen viele Motoren zugleich. Das macht den ICE besonders kräftig, sodass er schnell beschleunigt und hohe Geschwindigkeiten erreicht.
Ein ICE fährt sehr schnell.
Dafür braucht er viel Kraft.
Woher sie kommt, schauen wir uns an.

Der Antrieb in Zahlen
viele
Motoren
nicht nur einer
verteilt
über den Zug
in vielen Wagen
kräftig
und schnell
dank vieler Motoren
Ein moderner ICE hat viele Motoren, über den ganzen Zug verteilt.
Kraft für hohes Tempo
Ein ICE fährt bis zu 300 Stundenkilometer.
Dafür braucht er sehr viel Kraft.
Ein einzelner Motor reichte nicht.
Er braucht viele davon.

Nicht nur eine Lok
Früher zog eine Lok vorne den ganzen Zug.
Bei modernen ICE ist das anders.
Die Kraft steckt im ganzen Zug.
Nicht nur in einer Lok.
Gut zu wissen
Ein moderner ICE hat viele Motoren, nicht nur einen oder zwei, die unter dem ganzen Zug in vielen Wagen verteilt sitzen, was man einen verteilten Antrieb nennt. Ein ICE fährt bis zu 300 Stundenkilometer und braucht dafür sehr viel Kraft, für die ein einzelner Motor nicht reichte, sodass er viele braucht. Früher zog eine Lok vorne den ganzen Zug, doch bei modernen ICE steckt die Kraft im ganzen Zug und nicht nur in einer Lok, weil in vielen Wagen einer oder mehr Motoren sitzen. Alle arbeiten zusammen, ziehen und schieben zugleich, sodass sich die Kraft verteilt und der Zug kräftig beschleunigt.
Mit vielen Motoren kommt der ICE schnell in Fahrt, beschleunigt zügig aus dem Bahnhof und schafft das Tempo auch bergauf, sodass er wenig Zeit verliert. Viele Motoren haben noch einen Vorteil: Fällt einmal einer aus, gibt es genug andere, sodass der Zug trotzdem weiterfährt und man sicher ans Ziel kommt. Die Motoren können außerdem bremsen, indem sie beim Bremsen zu Erzeugern werden und aus der Bewegung Strom machen, der zurück in die Oberleitung fließt.
Motoren unter dem Zug
Die Motoren sitzen unter den Wagen.
In vielen Wagen steckt einer oder mehr.
So sind sie über den ganzen Zug verteilt.
Man nennt das einen verteilten Antrieb.
Viele ziehen zugleich
Alle Motoren arbeiten zusammen.
Sie ziehen und schieben zugleich.
So verteilt sich die Kraft.
Der Zug beschleunigt kräftig.
Schnell auf Tempo
Mit vielen Motoren kommt der ICE schnell in Fahrt.
Er beschleunigt zügig aus dem Bahnhof.
So verliert er wenig Zeit.
Auch bergauf schafft er das Tempo.
Sicher, wenn einer ausfällt
Viele Motoren haben noch einen Vorteil.
Fällt einmal einer aus, gibt es genug andere.
Der Zug fährt trotzdem weiter.
So kommt man sicher ans Ziel.
Bremsen mit den Motoren
Die Motoren können auch bremsen.
Beim Bremsen werden sie zu Erzeugern.
Sie machen aus der Bewegung Strom.
Der fließt zurück in die Oberleitung.
Viele Motoren, viel Kraft
Am Ende hat ein moderner ICE viele Motoren.
Sie sitzen über den ganzen Zug verteilt.
So schieben und ziehen viele zugleich.
Das macht den ICE kräftig und schnell.
Zum Schluss ein Gedanke
Hinter dieser scheinbar einfachen Frage verbirgt sich ein ganzes Stück der großen, vielfältigen und oft überraschenden Welt der Eisenbahn, das einen zweiten Blick durchaus lohnt.
Wer ein wenig genauer hinschaut, entdeckt hinter der knappen Antwort schnell die spannenden Geschichten, die kluge Technik und die lange Geschichte, die dahinterstehen.
So wird aus einer bloßen Frage am Bahnsteig ein kleines Fenster, das den Blick auf ein ganzes und durchaus faszinierendes Themenfeld der Bahn freigibt.
Gerade bei den vielen Angaben und Annahmen rund um die Bahn lohnt es sich, genau hinzuschauen und das Wahre vom Ungefähren zu trennen.
Denn erst wer die Zusammenhänge kennt, versteht das oft verborgene Geschehen rund um Zug, Gleis und Bahnhof am Ende ein gutes Stück besser als zuvor.
Am besten merkt man sich die einfache und klare Antwort gleich für das nächste Mal, wenn das Gespräch wieder einmal auf dieses schöne Thema kommt.
So kann man manch hartnäckigem Gerücht und mancher liebgewonnenen Halbwahrheit über die Bahn künftig ganz gelassen begegnen.
Und ein wenig gesichertes Wissen über die Bahn macht das Reisen am Ende nicht nur interessanter, sondern auch spürbar entspannter.
Denn wer die Hintergründe kennt, der sieht den vorbeifahrenden Zug und den belebten Bahnhof mit ganz anderen Augen.
So wird aus einer kleinen Frage am Ende ein nützliches Stück Wissen, das einen auf jeder weiteren Reise begleitet.
