Wie viel Strom braucht ein Zug?

Zahlen, bitte!

„Mehrere tausend Kilowatt zieht ein schneller Zug, so viel wie viele Haushalte zusammen.“

Wie viel Strom braucht ein Zug?

→ Ein Blick auf den Hunger nach Strom.

Lesezeit: 8 Minuten · Schalter: Zahlen, bitte!

Kurz gesagt

Ein Zug braucht viel Strom. Ein schneller Zug zieht mehrere tausend Kilowatt, wenn er richtig beschleunigt. Das ist so viel, wie viele Haushalte zusammen in diesem Moment verbrauchen. Den Strom holt sich der Zug aus der Oberleitung über dem Gleis. Beim Bremsen gibt er sogar einen Teil davon wieder zurück.

Ein Zug fährt oft mit Strom.

Der kommt von oben aus einem Draht.

Wie viel er braucht, schauen wir uns an.

Bullay (Mosel) Bahnhof, Empfangsgebäude (1904)
Foto: onnola, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons

Der Strom in Zahlen

mehrere 1.000 kW

ein schneller Zug

beim Beschleunigen

viele Haushalte

so viel zugleich

ein Vergleich

aus der Oberleitung

von oben

über dem Gleis

Ein schneller Zug zieht mehrere tausend Kilowatt Strom.

Strom von oben

Viele Züge fahren mit Strom.

Er kommt aus einem Draht über dem Gleis.

Der Draht heißt Oberleitung.

Ein Bügel auf dem Dach nimmt den Strom ab.

Bullay (Mosel) Bahnhof, Empfangsgebäude (1904)
Foto: onnola, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons

Ein großer Hunger

Ein Zug ist schwer und schnell.

Um in Fahrt zu kommen, braucht er viel Kraft.

Diese Kraft steckt im Strom.

Deshalb ist sein Hunger nach Strom groß.

Gut zu wissen

Ein Zug braucht viel Strom: Ein schneller Zug zieht mehrere tausend Kilowatt, eine gewaltige Leistung, besonders beim Beschleunigen, während es weniger wird, sobald er auf Tempo ist. So viel Strom ist schwer vorstellbar, denn es ist so viel, wie viele Haushalte zugleich brauchen, sodass ein ganzer Zug für einen Moment wie eine kleine Stadt verbraucht. Der Grund ist einfach: Ein Zug ist schwer und schnell, und um in Fahrt zu kommen, braucht er viel Kraft, die im Strom steckt. Diesen holt er sich aus einem Draht über dem Gleis, der Oberleitung, von der ein Bügel auf dem Dach den Strom abnimmt.

Ein Zug kann Strom aber auch zurückgeben: Beim Bremsen wird der Motor zum Erzeuger und macht aus der Bewegung wieder Strom, der zurück in die Oberleitung fließt, wo ein anderer Zug ihn gleich nutzen kann, sodass man Strom und Geld spart und die Umwelt schont. Ein Zug mit Strom stößt vor Ort zudem keine Abgase aus und ist leiser als eine Diesellok; kommt der Strom aus Wind und Sonne, ist er sauber, sodass der Zug umweltfreundlich fährt.

Mehrere tausend Kilowatt

Ein schneller Zug zieht mehrere tausend Kilowatt.

Das ist eine gewaltige Leistung.

Besonders beim Beschleunigen braucht er viel.

Ist er auf Tempo, wird es weniger.

So viel wie viele Haushalte

So viel Strom ist schwer vorstellbar.

Es ist so viel, wie viele Haushalte zugleich brauchen.

Ein ganzer Zug verbraucht wie eine kleine Stadt.

Zumindest für einen Moment.

Strom zurückgeben

Ein Zug kann Strom auch zurückgeben.

Beim Bremsen wird der Motor zum Erzeuger.

Er macht aus der Bewegung wieder Strom.

Der fließt zurück in die Oberleitung.

Gut für alle

Der zurückgegebene Strom geht nicht verloren.

Ein anderer Zug kann ihn gleich nutzen.

So spart man Strom und Geld.

Das ist klug und schont die Umwelt.

Sauberer als Sprit

Ein Zug mit Strom stößt vor Ort keine Abgase aus.

Er ist leiser als eine Diesellok.

Kommt der Strom aus Wind und Sonne, ist er sauber.

So fährt der Zug umweltfreundlich.

Viel Kraft aus dem Draht

Am Ende zieht ein schneller Zug mehrere tausend Kilowatt.

Das ist so viel wie viele Haushalte zusammen.

Den Strom holt er aus der Oberleitung.

Und beim Bremsen gibt er einen Teil zurück.

Zum Schluss ein Gedanke

Hinter dieser scheinbar einfachen Frage verbirgt sich ein ganzes Stück der großen, vielfältigen und oft überraschenden Welt der Eisenbahn, das einen zweiten Blick durchaus lohnt.

Wer ein wenig genauer hinschaut, entdeckt hinter der knappen Antwort schnell die spannenden Geschichten, die kluge Technik und die lange Geschichte, die dahinterstehen.

So wird aus einer bloßen Frage am Bahnsteig ein kleines Fenster, das den Blick auf ein ganzes und durchaus faszinierendes Themenfeld der Bahn freigibt.

Gerade bei den vielen Angaben und Annahmen rund um die Bahn lohnt es sich, genau hinzuschauen und das Wahre vom Ungefähren zu trennen.

Denn erst wer die Zusammenhänge kennt, versteht das oft verborgene Geschehen rund um Zug, Gleis und Bahnhof am Ende ein gutes Stück besser als zuvor.

Am besten merkt man sich die einfache und klare Antwort gleich für das nächste Mal, wenn das Gespräch wieder einmal auf dieses schöne Thema kommt.

So kann man manch hartnäckigem Gerücht und mancher liebgewonnenen Halbwahrheit über die Bahn künftig ganz gelassen begegnen.

Und ein wenig gesichertes Wissen über die Bahn macht das Reisen am Ende nicht nur interessanter, sondern auch spürbar entspannter.

Denn wer die Hintergründe kennt, der sieht den vorbeifahrenden Zug und den belebten Bahnhof mit ganz anderen Augen.

So wird aus einer kleinen Frage am Ende ein nützliches Stück Wissen, das einen auf jeder weiteren Reise begleitet.

Häufige Fragen

Wie viel Strom braucht ein Zug?
Ein schneller Zug zieht mehrere tausend Kilowatt, besonders beim Beschleunigen. Das ist so viel, wie viele Haushalte zusammen in diesem Moment verbrauchen.
Woher bekommt der Zug seinen Strom?
Aus einem Draht über dem Gleis, der Oberleitung. Ein Bügel auf dem Dach des Zuges nimmt den Strom von dort ab, während der Zug fährt.
Warum braucht ein Zug so viel Strom?
Weil er schwer und schnell ist. Um in Fahrt zu kommen, braucht er viel Kraft, und diese Kraft steckt im Strom, deshalb ist sein Hunger danach groß.
Kann ein Zug Strom zurückgeben?
Ja. Beim Bremsen wird der Motor zum Erzeuger und macht aus der Bewegung wieder Strom, der zurück in die Oberleitung fließt, sodass ein anderer Zug ihn nutzen kann.
Ist ein Zug mit Strom umweltfreundlich?
Vor Ort stößt er keine Abgase aus und ist leiser als eine Diesellok. Kommt der Strom aus Wind und Sonne, fährt der Zug besonders sauber.

Weiterfahrt

Die Oberleitung – der Draht über dem Gleis

Das Tempo des ICE – wofür der Strom reicht

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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