Wie viele Menschen arbeiten bei der Deutschen Bahn?

Zahlen, bitte

„Hinter jeder pünktlichen Abfahrt stehen ungezählte Menschen, von denen die meisten die Reisenden nie zu Gesicht bekommen.“

Wie viele Menschen arbeiten bei der Deutschen Bahn?

→ Zahlen rund um die riesige Belegschaft der Deutschen Bahn.

Lesezeit: 8 Minuten · Schalter: Zahlen, bitte

Kurz gesagt

Für die Deutsche Bahn arbeiten weltweit rund 330.000 Menschen, davon etwa 210.000 in Deutschland selbst. Damit gehört das Unternehmen zu den größten Arbeitgebern des Landes und beschäftigt Menschen in hunderten verschiedener Berufe.

Wenn ein Zug pünktlich am Bahnsteig hält, denkt kaum jemand an die vielen Menschen, deren Arbeit diese eine Fahrt überhaupt erst möglich gemacht hat.

Der Lokführer im Führerstand ist nur das sichtbarste Glied in einer langen Kette aus Menschen, die im Hintergrund unermüdlich zusammenarbeiten.

Wie groß diese Kette tatsächlich ist, überrascht die meisten Reisenden, wenn sie zum ersten Mal die Zahl der Beschäftigten hören.

Frankfurt am Main Bahnhof Frankfurt (Main) Ostendstraße auf Bahnsteig zu
Foto: Wikimedia-User Jivee Blau, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Die Belegschaft in Zahlen

~330.000

weltweit

Beschäftigte des Konzerns

~210.000

in Deutschland

der größte Teil

hunderte

Berufe

vom Lokführer bis zur Ingenieurin

Angaben gerundet nach Angaben der Deutschen Bahn; die genaue Zahl schwankt und schließt auch die Auslandstöchter mit ein.

Ein Konzern von der Größe einer Stadt

Die Zahl der Menschen, die für die Deutsche Bahn arbeiten, entspricht der Einwohnerzahl einer mittelgroßen Stadt.

Weltweit sind es rund dreihundertdreißigtausend Beschäftigte, von denen der weitaus größte Teil in Deutschland selbst tätig ist.

Damit zählt das Unternehmen zu den größten Arbeitgebern des ganzen Landes und beschäftigt mehr Menschen als manche komplette Branche.

Diese schiere Größe macht deutlich, welch gewaltiger Apparat nötig ist, um den täglichen Bahnverkehr am Laufen zu halten.

Egelsbacher Bahnhof auf Bahnsteig zu Gleis 2 25.7.2012
Foto: Wikimedia-User Jivee Blau, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Weit mehr als nur Lokführer

Wer an die Berufe bei der Bahn denkt, hat meist zuerst den Lokführer im Führerstand vor Augen.

Tatsächlich aber arbeiten bei der Bahn Menschen in mehreren hundert ganz unterschiedlichen Berufen.

Neben den Lokführern gibt es Fahrdienstleiter, Ingenieurinnen, Elektroniker, Gleisbauer, Fahrkartenverkäufer und unzählige weitere Fachleute.

Erst dieses breite Zusammenspiel vieler verschiedener Berufe lässt aus einzelnen Gleisen ein funktionierendes Verkehrssystem werden.

Gut zu wissen

Nur ein kleiner Teil der Beschäftigten hat direkten Kontakt zu den Reisenden. Der größte Teil arbeitet in Stellwerken, Werkstätten und auf den Gleisen.

Bei der Bahn gibt es mehrere hundert verschiedene Berufe – vom Lokführer über die Ingenieurin bis zur Fachkraft für Informationstechnik.

Die unsichtbaren Helfer

Der allergrößte Teil der Beschäftigten arbeitet an Stellen, die den Reisenden für gewöhnlich völlig verborgen bleiben.

In den Stellwerken lenken Fahrdienstleiter den Verkehr, ohne dass ein Fahrgast sie jemals zu Gesicht bekommt.

In den Werkstätten warten Fachleute die Züge, und auf den Gleisen erneuern Bautrupps die Schienen, oft in der Nacht.

Diese unsichtbaren Helfer sind es, die im Hintergrund dafür sorgen, dass am Bahnsteig alles wie selbstverständlich funktioniert.

Der ständige Bedarf an Nachwuchs

Ein Unternehmen dieser Größe muss ununterbrochen neue Mitarbeiter ausbilden und einstellen, um seine Aufgaben erfüllen zu können.

Jahr für Jahr beginnen viele tausend junge Menschen eine Ausbildung oder ein Studium bei der Bahn.

Gerade weil viele erfahrene Beschäftigte in den kommenden Jahren in den Ruhestand gehen, ist dieser Nachwuchs besonders wichtig.

Die Suche nach genügend Fachkräften gehört deshalb zu den größten Herausforderungen des Unternehmens.

Arbeit rund um die Uhr

Anders als in vielen anderen Berufen ruht die Arbeit bei der Bahn zu keiner Stunde des Tages oder der Nacht.

Züge fahren auch nachts, an Wochenenden und an Feiertagen, und deshalb müssen auch die Menschen im Hintergrund ständig bereitstehen.

Fahrdienstleiter, Lokführer und Wartungsteams arbeiten in einem ausgeklügelten Schichtsystem rund um die Uhr.

Diese ständige Bereitschaft ist der Preis dafür, dass die Reisenden sich zu jeder Zeit auf den Verkehr verlassen können.

Ein Beruf mit langer Tradition

Viele Berufe bei der Eisenbahn blicken auf eine lange und stolze Geschichte zurück, die bis in die Anfänge der Bahn reicht.“,“Über Generationen hinweg arbeiteten in manchen Familien Großvater, Vater und Sohn beim selben Unternehmen.

Der Dienst bei der Bahn galt lange als besonders sicher und angesehen und prägte das Leben ganzer Familien.

Auch wenn sich die Berufe stark gewandelt haben, ist von diesem besonderen Stolz bis heute etwas spürbar geblieben.

Der Wandel der Berufe

Die Digitalisierung verändert die Arbeit bei der Bahn ebenso tiefgreifend wie in vielen anderen Bereichen.

Moderne Stellwerke werden von Rechnern unterstützt, und die Wartung der Züge stützt sich immer stärker auf elektronische Daten.

Neue Berufe rund um die Informationstechnik entstehen, während sich alte Tätigkeiten grundlegend wandeln.

Die Bahn braucht deshalb heute neben den klassischen Fachleuten auch immer mehr Menschen mit modernem technischem Wissen.

Was die Zahl bedeutet

Am Ende erzählt die Zahl von rund dreihundertdreißigtausend Beschäftigten von der stillen menschlichen Größe des Bahnverkehrs.

Sie zeigt, dass hinter jeder scheinbar selbstverständlichen Zugfahrt die Arbeit ungezählter Menschen steht.

Zugleich macht sie deutlich, welche Verantwortung ein Unternehmen dieser Größe für so viele Familien im ganzen Land trägt.

Wer das nächste Mal in einen pünktlichen Zug steigt, ahnt vielleicht, wie viele Hände zusammengewirkt haben, damit diese Fahrt gelingt.

Häufige Fragen

Wie viele Menschen arbeiten bei der Deutschen Bahn?
Weltweit rund dreihundertdreißigtausend, davon etwa zweihundertzehntausend in Deutschland. Damit ist sie einer der größten Arbeitgeber des Landes.
Sind das alles Lokführer?
Nein, bei weitem nicht. Bei der Bahn gibt es mehrere hundert Berufe, von Fahrdienstleitern über Ingenieurinnen bis zu Gleisbauern.
Warum sucht die Bahn ständig Personal?
Weil viele erfahrene Beschäftigte in den Ruhestand gehen und ein so großes Unternehmen ununterbrochen Nachwuchs ausbilden muss.
Arbeitet die Bahn auch nachts?
Ja, rund um die Uhr. Weil Züge auch nachts und an Feiertagen fahren, arbeiten viele Beschäftigte in einem Schichtsystem.
Verändern sich die Berufe?
Ja, stark. Die Digitalisierung wandelt viele Tätigkeiten und lässt neue Berufe rund um die Informationstechnik entstehen.

Weiterfahrt

Wie wird man Lokführer? – der Weg in den Führerstand

Wie funktioniert ein Stellwerk? – die Fäden im Hintergrund

Zurück zum Finder

Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

Zeige alle Beiträge von BahnSlam →