Zahlen, bitte!
„Rund 40 Kilometer in der Stunde galten einst als atemberaubend schnell, ja manchem sogar als gefährlich.“
Wie schnell war der erste Zug?
→ Ein Blick auf das Tempo der allerersten Züge.
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Kurz gesagt
Die ersten Züge fuhren rund 30 bis 50 Kilometer in der Stunde. Was uns heute gemächlich erscheint, war damals atemberaubend schnell, denn schneller als ein galoppierendes Pferd war noch nie ein Mensch gereist. Manche fürchteten das neue Tempo sogar als gefährlich für den Körper.
Heute erreichen die schnellsten Züge dreihundert Kilometer in der Stunde und mehr.
Doch als die Eisenbahn ganz neu war, sah die Welt noch ganz anders aus.
Wie schnell der allererste Zug fuhr, klingt aus heutiger Sicht bescheiden und erstaunlich zugleich.

Das erste Tempo in Zahlen
30–50 km/h
die ersten Züge
im 19. Jahrhundert
schneller
als ein Pferd
eine Sensation
Adler 1835
in Deutschland
rund 30 bis 40
Was heute langsam wirkt, war damals die höchste Geschwindigkeit, die ein Mensch je erlebt hatte.
Langsam aus heutiger Sicht
Die ersten Züge fuhren mit rund dreißig bis fünfzig Kilometern in der Stunde.
Aus heutiger Sicht ist das ein geradezu gemächliches Tempo.
Ein moderner Zug ist um ein Vielfaches schneller unterwegs.
Und doch war dieses Tempo für die Menschen von damals eine Sensation.

Schneller als ein Pferd
Um das Tempo zu verstehen, muss man sich die damalige Zeit vorstellen.
Das schnellste Fortbewegungsmittel war bis dahin das galoppierende Pferd.
Kein Mensch war je schneller gereist als auf dem Rücken eines Pferdes.
Der Zug aber war schneller, und das erschien vielen unglaublich.
Gut zu wissen
Die ersten Züge fuhren rund 30 bis 50 Kilometer in der Stunde. Die berühmte Rocket erreichte 1829 bei einem Wettbewerb rund 45 km/h, der deutsche Adler fuhr ab 1835 mit rund 30 bis 40 km/h.
Was heute langsam wirkt, war damals eine Sensation, denn schneller als ein galoppierendes Pferd war noch nie ein Mensch gereist. Manche fürchteten das neue Tempo sogar als schädlich, doch diese Angst war unbegründet.
Die Rocket gewinnt ein Rennen
Berühmt wurde eine der ersten Loks, die Rocket, bei einem Wettbewerb.
Bei diesem Rennen im Jahr 1829 erreichte sie ein für damals hohes Tempo.
Rund fünfundvierzig Kilometer in der Stunde brachte sie auf die Schiene.
Damit setzte sie sich gegen alle anderen durch und machte Geschichte.
Der Adler in Deutschland
In Deutschland fuhr der erste Zug, der Adler, ab dem Jahr 1835.
Er verkehrte zwischen den Städten Nürnberg und Fürth.
Sein Tempo lag bei rund dreißig bis vierzig Kilometern in der Stunde.
Für die Menschen an der Strecke war das ein aufregendes Schauspiel.
Angst vor dem Tempo
Das neue, ungewohnte Tempo löste bei manchen sogar Angst aus.
Einige fürchteten, der schnelle Fahrtwind könne der Gesundheit schaden.
Andere sorgten sich, der Körper halte solche Geschwindigkeiten nicht aus.
Diese Ängste erwiesen sich zum Glück als vollkommen unbegründet.
Eine neue Zeit beginnt
So bescheiden das erste Tempo war, es veränderte die Welt für immer.
Plötzlich rückten weit entfernte Städte auf einmal viel näher zusammen.
Eine Reise, die früher Tage dauerte, war nun in Stunden zu schaffen.
So begann mit dem ersten Zug ein ganz neues Zeitalter der Bewegung.
Immer schneller mit der Zeit
Von diesem ersten Tempo aus wurden die Züge immer schneller.
Jahr für Jahr und Jahrzehnt für Jahrzehnt legten sie an Geschwindigkeit zu.
Aus den dreißig Kilometern des Anfangs wurden die dreihundert von heute.
So ist das Tempo der Bahn eine lange Geschichte des Fortschritts.
Der bescheidene Anfang
Am Ende war der erste Zug mit rund dreißig bis fünfzig Kilometern eher langsam.
Und doch war er das schnellste, was die Menschen je erlebt hatten.
Er überholte das galoppierende Pferd und ließ die Welt staunen.
So steht das bescheidene erste Tempo am Anfang einer großen Geschichte.
Ein Vergleich mit heute
Wer das erste Tempo mit dem von heute vergleicht, staunt über den weiten Weg.
Ein moderner Schnellzug ist rund sechs- bis siebenmal so schnell wie der Adler.
Was einst viele Stunden dauerte, ist heute in einem Bruchteil der Zeit geschafft.
Und doch begann diese ganze Entwicklung mit den bescheidenen dreißig Kilometern.
Warum es zuerst langsam ging
Dass die ersten Züge so langsam fuhren, hatte durchaus seine guten Gründe.
Die Dampfmaschinen der Frühzeit waren noch schwach und zugleich sehr schwer.
Auch die Schienen und die Trassen waren noch nicht für hohes Tempo gebaut.
So tastete man sich vorsichtig an immer höhere Geschwindigkeiten heran.
Häufige Fragen
Wie schnell war der erste Zug?
Was war die Rocket?
Wie schnell fuhr der Adler?
Hatten die Menschen Angst vor dem Tempo?
Warum war das Tempo eine Sensation?
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