Wie lang ist der längste Zug der Welt?

Zahlen, bitte!

„Über sieben Kilometer lang, 682 Wagen, ein einziger Fahrer – dieser Zug in der australischen Wüste sprengt jede Vorstellung.“

Wie lang ist der längste Zug der Welt?

→ Ein Blick auf den längsten Zug, der jemals fuhr.

Lesezeit: 8 Minuten · Schalter: Zahlen, bitte!

Kurz gesagt

Der längste Zug der Welt fuhr im Jahr 2001 in Australien. Er bestand aus 682 Waggons, maß rund 7,3 Kilometer und wog beladen fast hunderttausend Tonnen. Gezogen wurde er von acht über den Zug verteilten Lokomotiven. Normale Güterzüge sind mit selten mehr als 740 Metern viel kürzer.

Ein gewöhnlicher Güterzug ist oft schon mehrere hundert Meter lang und wirkt am Bahnübergang endlos.

Doch es gab einen Zug, gegen den selbst der längste alltägliche Güterzug wie ein Spielzeug wirkt.

Er fuhr in der Weite Australiens und hält bis heute den Rekord als längster Zug der Welt.

Angermund DB 422 556 (Werbezug) 422 572 als S1 naar Solingen ()
Foto: Rob Dammers, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons

Der Rekordzug in Zahlen

7,3 km

Länge

über sieben Kilometer

682

Waggons

voll mit Eisenerz

~100.000 t

Gewicht

beladen, fast

Acht Lokomotiven waren über den Zug verteilt, gesteuert von einem einzigen Fahrer; die Fahrt ging über rund 275 Kilometer.

Ein Zug wie eine kleine Stadt

Der längste Zug der Welt fuhr im Juni des Jahres 2001 im Westen Australiens.

Er bestand aus sage und schreibe 682 Waggons, die alle randvoll mit Eisenerz beladen waren.

Seine Länge betrug rund 7,3 Kilometer, mehr als die Strecke eines gemütlichen Spaziergangs.

Beladen brachte dieser eine Zug ein Gewicht von fast hunderttausend Tonnen auf die Schiene.

Köln Deutz S Bahn 422 056 422 043 als S6 Köln Nippes ()
Foto: Rob Dammers, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons

Acht Loks und ein einziger Fahrer

Ein einzelner Zug dieser Länge lässt sich nicht mehr von vorn allein ziehen.

Deshalb waren acht kräftige Lokomotiven über die ganze Länge des Zuges verteilt.

Sie arbeiteten alle zusammen und wurden dabei von einem einzigen Fahrer gesteuert.

Über Funk gaben die vorderen Loks ihre Befehle an die weiter hinten liegenden weiter.

Gut zu wissen

Der längste Zug der Welt fuhr 2001 in Australien: 682 mit Eisenerz beladene Waggons, rund 7,3 Kilometer lang, beladen fast hunderttausend Tonnen schwer, gezogen von acht verteilten Loks.

In Europa sind Güterzüge meist auf 740 Meter begrenzt. Die dichten Netze mit vielen Kurven, Bahnhöfen und Übergängen lassen längere Züge nicht zu.

Erz für die weite Welt

Der Rekordzug diente nicht der Rekordjagd allein, sondern beförderte Eisenerz aus einer Mine.

Er fuhr von der Mine im Landesinneren zur Küste, eine Strecke von rund 275 Kilometern.

Dort wurde das Erz auf große Schiffe verladen und in die ganze Welt verschifft.

So war der längste Zug der Welt zugleich ein ganz nützlicher Arbeiter der Wirtschaft.

Warum das in Australien möglich war

Ein solcher Zug lässt sich nur in einer weiten und dünn besiedelten Landschaft fahren.

In Australien führt die Strecke schnurgerade durch die menschenleere Wüste.

Es gibt kaum Bahnübergänge, kaum Kurven und keine Bahnhöfe, die im Weg stünden.

Unter diesen besonderen Bedingungen ließ sich ein Zug von solcher Länge überhaupt erst bewegen.

Warum unsere Güterzüge kürzer sind

In Deutschland und Europa sind die Güterzüge weit kürzer als der australische Riese.

Meist dürfen sie nicht länger als 740 Meter sein, in Ausnahmen etwas mehr.

Denn die dichten Netze mit vielen Kurven, Bahnhöfen und Übergängen setzen enge Grenzen.

Ein sieben Kilometer langer Zug würde hier ganze Bahnhöfe und Kreuzungen blockieren.

Die Grenzen der Länge

Auch ein Zug kann nicht beliebig lang werden, ohne an seine Grenzen zu stoßen.

Je länger der Zug, desto größer sind die Kräfte, die an den Kupplungen zerren.

Bei zu großer Länge droht der Zug an einer schwachen Stelle auseinanderzureißen.

Die kluge Verteilung der Lokomotiven über den Zug hilft, diese Kräfte im Zaum zu halten.

Ein Rekord für die Ewigkeit?

Seit dem Jahr 2001 hat kein anderer Zug diesen erstaunlichen Rekord übertroffen.

Er bleibt eine Ausnahme, geboren aus der besonderen Weite des australischen Kontinents.

Für den Alltag der Bahn taugt ein solcher Riese nicht, dafür sind die Netze zu eng.

So bleibt der längste Zug der Welt vor allem ein staunenswertes Bild von den Grenzen des Machbaren.

Ein Blick auf die Kupplungen

Was einen so langen Zug zusammenhält, sind die vielen Kupplungen zwischen den Waggons.

Jede einzelne von ihnen muss die gewaltigen Zugkräfte des ganzen Zuges aushalten.

Reißt auch nur eine von ihnen, so teilt sich der Zug an dieser Stelle in zwei Teile.

Darum ist die Kupplung bei einem Rekordzug ein ebenso wichtiges wie unscheinbares Bauteil.

Ein Bild für die Ewigkeit

Bilder dieses Rekordzuges zeigen eine Kette aus Waggons, die am Horizont verschwindet.

Wer am Bahnübergang gewartet hätte, wäre wohl eine Viertelstunde nicht weitergekommen.

So ein Anblick brennt sich ein und macht die nüchternen Zahlen auf einen Schlag begreiflich.

Der längste Zug der Welt ist damit auch ein Bild für das schier Unvorstellbare.

Häufige Fragen

Wie lang war der längste Zug der Welt?
Rund 7,3 Kilometer. Er bestand aus 682 mit Eisenerz beladenen Waggons und fuhr im Jahr 2001 im Westen Australiens.
Wie schwer war er?
Beladen brachte er fast hunderttausend Tonnen auf die Schiene. Damit war er nicht nur der längste, sondern auch einer der schwersten Züge überhaupt.
Wie viele Lokomotiven zogen ihn?
Acht Lokomotiven, verteilt über die ganze Länge des Zuges und gesteuert von einem einzigen Fahrer. Über Funk arbeiteten sie zusammen.
Warum sind unsere Güterzüge so viel kürzer?
Meist dürfen sie nur bis 740 Meter lang sein. Die dichten Netze mit vielen Kurven, Bahnhöfen und Übergängen lassen längere Züge nicht zu.
Warum kann ein Zug nicht beliebig lang sein?
Je länger der Zug, desto größer die Kräfte an den Kupplungen. Bei zu großer Länge droht er zu zerreißen. Verteilte Loks halten die Kräfte im Zaum.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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