Wie hoch liegt der höchste Bahnhof der Welt?

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„Sehr geehrte Fahrgäste, auf diesem Bahnsteig wird die Luft dünn.“

Wie hoch liegt der höchste Bahnhof der Welt?

→ Über 5.000 Meter hoch, auf dem Dach der Welt: der Bahnhof Tanggula in Tibet.

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Kurz gesagt

Der höchste Bahnhof der Welt liegt in Tibet: Der Bahnhof Tanggula befindet sich auf 5.068 Metern Höhe – höher als fast jeder Alpengipfel. Er gehört zur Qinghai-Tibet-Bahn, deren höchster Punkt sogar 5.072 Meter erreicht.

Auf dem Weg von Qinghai nach Lhasa klettert die tibetische Hochlandbahn in extreme Höhen.

Ihr Bahnhof Tanggula liegt auf 5.068 Metern – der höchste Bahnhof der Welt.

Hier oben ist die Luft so dünn, dass Atmen schwerfällt.

Zum Vergleich: Der höchste Berg der Alpen, der Mont Blanc, misst rund 4.800 Meter.

Der Bahnsteig von Tanggula liegt also noch höher als der höchste Gipfel Westeuropas – ein kaum vorstellbarer Ort für einen Bahnhof.

Ganz oben

5.068 m

Bahnhof Tanggula

höchster Bahnhof der Welt

5.072 m

höchster Punkt

der Qinghai-Tibet-Bahn

~4.800 m

Mont Blanc

zum Vergleich

Die Strecke verbindet Qinghai mit der tibetischen Hauptstadt Lhasa.

Quelle: Betreiberangaben, Fachliteratur.

Baureihe 425 im Guntersblumer Bahnhof
Foto: Jivee Blau, gemeinfrei, via Wikimedia Commons

5.068 Meter über dem Meer

Tanggula ist kein belebter Großstadtbahnhof, sondern ein einsamer Halt in einer der lebensfeindlichsten Gegenden der Erde.

Ringsum nur Hochland, Kälte und Weite – und ein Bahnsteig, der als höchster der Welt gilt.

Die ganze Qinghai-Tibet-Bahn ist ein Rekordhalter.

Ihr höchster Streckenpunkt liegt bei 5.072 Metern.

Kein anderer Zug der Welt fährt regelmäßig so hoch hinauf.

Bahnfahren, wo die Luft dünn wird

In solchen Höhen ist der Sauerstoff knapp.

Damit den Reisenden nicht schlecht wird, sind die Züge dieser Strecke besonders ausgestattet: Die Wagen werden mit zusätzlichem Sauerstoff versorgt, fast wie in einem Flugzeug.

Auch die Strecke selbst musste extremen Bedingungen trotzen.

Große Teile verlaufen über dauerhaft gefrorenen Boden, den Permafrost.

Damit die Gleise nicht im auftauenden Untergrund versinken, waren aufwendige Sonderbauten nötig.

Ein Rekord mit Herausforderungen

Der Bau dieser Bahn galt lange als unmöglich.

Kälte, Höhe, Sauerstoffmangel und Permafrost machten jeden Meter zur Herausforderung.

Dass hier überhaupt ein Zug fährt, ist eine technische Meisterleistung.

Für die Region hat die Bahn große Bedeutung: Sie verbindet das abgelegene Tibet mit dem übrigen China.

Zugleich ist sie politisch umstritten – doch als Rekord bleibt sie unbestritten die höchste Bahn der Welt.

Und in Europa?

Europas höchste Bahnhöfe liegen in den Alpen, aber viel niedriger.

Die Jungfraubahn in der Schweiz endet auf rund 3.450 Metern am Jungfraujoch – für Europa ein Rekord, gegenüber Tibet aber fast bescheiden.

Auch die Gornergratbahn oder die Zugspitzbahn erreichen nur um die 3.000 Meter.

Von den über 5.000 Metern in Tibet sind sie weit entfernt – die Alpen sind eben niedriger als das Hochland Tibets.

Baureihen 110 und 221 im Bahnhof Emmerich
Foto: Raimond Spekking, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Eine Bahn gegen die Natur

Die Qinghai-Tibet-Bahn ist eine der kühnsten Bahnstrecken überhaupt.

Über hunderte Kilometer verläuft sie durch Hochland, das den größten Teil des Jahres gefroren ist.

Dieser Permafrost war das größte Problem beim Bau.

Taut der Boden im Sommer an, wird er weich, und die Gleise könnten absacken.

Die Ingenieure bauten deshalb Kühlelemente ein, die den Untergrund gezielt gefroren halten – eine ungewöhnliche Lösung für ein ungewöhnliches Problem.

Reisen aufs Dach der Welt

Für Reisende ist die Fahrt ein Erlebnis.

Der Zug rollt durch eine überwältigende, karge Hochgebirgslandschaft, vorbei an Yaks, Seen und schneebedeckten Gipfeln.

Die Fenster sind versiegelt, weil in dieser Höhe sonst zu wenig Sauerstoff im Wagen wäre.

Damit niemandem schlecht wird, strömt zusätzlicher Sauerstoff in die Wagen, und das Personal achtet auf Anzeichen der Höhenkrankheit.

Bahnfahren wird hier zur kleinen Expedition.

Die früheren Rekordhalter

Vor dem Bau der Tibetbahn lagen die höchsten Bahnhöfe der Welt in den Anden Südamerikas.

In Peru und Bolivien führen Strecken auf über 4.000 Meter hinauf – beeindruckend, aber niedriger als das tibetische Hochland.

Mit der Qinghai-Tibet-Bahn wanderte der Rekord nach Asien.

Ihre über 5.000 Meter übertreffen alles, was zuvor befahren wurde – ein Sprung, der die Grenzen des Machbaren neu gesetzt hat.

So ist der Bahnhof Tanggula nicht nur ein Punkt auf der Landkarte, sondern ein Denkmal des Willens, selbst das Dach der Welt mit der Schiene zu erschließen.

Bemerkenswert ist, dass so ein Rekord überhaupt gebraucht wird.

Nicht der Rekord war das Ziel, sondern die Verbindung einer abgelegenen Region.

Die Höhe ergab sich aus der Landschaft – Tibet liegt nun einmal auf dem Dach der Welt.

Für Bahnreisende ist die Strecke damit ein Sehnsuchtsziel.

Kaum irgendwo sonst lässt sich Eisenbahn in solch extremer Umgebung erleben – ein Abenteuer auf Schienen, das seinesgleichen sucht.

Der Bahnhof Tanggula bleibt damit ein Ausrufezeichen der Bahngeschichte: der Beweis, dass die Schiene selbst auf über fünftausend Metern noch ihren Weg findet.

Zum Einordnen

Tanggula (Tibet): 5.068 Meter – höher als der Mont Blanc.

Die Qinghai-Tibet-Bahn erreicht am höchsten Punkt 5.072 Meter.

Europas höchster Bahnhof, das Jungfraujoch, liegt bei rund 3.450 Metern.

Häufige Fragen

Wo liegt der höchste Bahnhof der Welt?
In Tibet: Der Bahnhof Tanggula liegt auf 5.068 Metern Höhe.
Zu welcher Strecke gehört er?
Zur Qinghai-Tibet-Bahn von Qinghai nach Lhasa, deren höchster Punkt 5.072 Meter erreicht.
Wie hält man das aus?
Die Züge werden mit zusätzlichem Sauerstoff versorgt, weil die Luft in dieser Höhe sehr dünn ist.
Was ist das Problem mit dem Boden?
Große Teile verlaufen über Permafrost. Damit die Gleise nicht im auftauenden Boden versinken, brauchte es Sonderbauten.
Wie hoch liegt Europas höchster Bahnhof?
Das Jungfraujoch in der Schweiz auf rund 3.450 Metern – deutlich niedriger als Tanggula.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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