Zahlen, bitte!
„Rund 600 Kilometer in der Stunde schaffte eine Magnetbahn im Versuch – schneller fuhr noch keine Bahn.“
Wie schnell fährt die schnellste Bahn der Welt?
→ Ein Blick auf die Rekorde der Schiene.
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Kurz gesagt
Die schnellste Bahn der Welt ist eine Magnetbahn. Eine solche Bahn erreichte im Versuch in Japan rund 600 Kilometer in der Stunde. Im täglichen Betrieb fährt eine Magnetbahn in China mit rund 430 Kilometern in der Stunde. Auch die schnellsten Züge auf normalen Schienen erreichen weit über 300.
Züge werden immer schneller und verbinden ferne Städte in kurzer Zeit.
Doch wie schnell fährt eigentlich die allerschnellste Bahn der Welt?
Dieser spannenden Frage gehen wir heute einmal nach.

Die Rekorde in Zahlen
~600 km/h
im Versuch
eine Magnetbahn
~430 km/h
im Betrieb
in China
über 300
auf Schienen
die schnellsten Züge
Die schnellste Bahn der Welt ist eine Magnetbahn; sie erreichte im Versuch rund 600 Kilometer in der Stunde.
Die Magnetbahn
Die schnellste Bahn der Welt fährt nicht auf normalen Schienen.
Es ist eine besondere Bahn, die Magnetbahn genannt wird.
Sie schwebt mit Hilfe von Magneten über ihrer Fahrbahn.
So gibt es kaum noch Reibung, und sie wird sehr schnell.

Rund 600 im Versuch
In Japan wurde eine solche Magnetbahn erprobt.
Bei einem Versuch erreichte sie rund 600 Kilometer in der Stunde.
So schnell fuhr noch nie zuvor eine Bahn.
Damit hält die Magnetbahn den großen Rekord.
Gut zu wissen
Die schnellste Bahn der Welt ist eine Magnetbahn, die mit Hilfe von Magneten über ihrer Fahrbahn schwebt und sie gar nicht berührt. Weil so kaum noch Reibung entsteht, wird sie sehr schnell: Im Versuch erreichte eine solche Bahn in Japan rund 600 Kilometer in der Stunde, so schnell wie keine Bahn zuvor.
Im täglichen Betrieb fährt eine Magnetbahn in der chinesischen Stadt Shanghai mit rund 430 Kilometern in der Stunde zum Flughafen. Auch auf ganz normalen Schienen fahren schnelle Züge, die weit über 300 erreichen, etwa in Frankreich und China. Der deutsche ICE schafft bis zu 300 und mehr, reicht an die Magnetbahn aber nicht heran, denn diese braucht eine eigene, teure Fahrbahn.
Schweben statt rollen
Das Geheimnis der Magnetbahn ist das Schweben.
Sie berührt ihre Fahrbahn gar nicht.
Starke Magnete heben sie ein Stück empor.
Ohne Reibung der Räder wird sie besonders schnell.
Im Betrieb in China
Eine Magnetbahn fährt auch im täglichen Betrieb.
In der Stadt Shanghai in China verkehrt eine solche Bahn.
Sie erreicht rund 430 Kilometer in der Stunde.
So bringt sie die Fahrgäste in Windeseile zum Flughafen.
Schnelle Züge auf Schienen
Auch auf ganz normalen Schienen fahren schnelle Züge.
Die schnellsten von ihnen erreichen weit über 300.
In Frankreich und in China sind solche Züge im Einsatz.
Sie sind fast so schnell wie ein startendes Flugzeug.
Der deutsche ICE
Auch der deutsche ICE gehört zu den schnellen Zügen.
Er erreicht bis zu 300 Kilometer in der Stunde und mehr.
So verbindet er die großen Städte in kurzer Zeit.
An die Magnetbahn reicht er aber nicht heran.
Warum nicht überall so schnell?
Eine Magnetbahn braucht eine ganz eigene Fahrbahn.
Diese zu bauen ist aufwendig und teuer.
Deshalb gibt es solche Bahnen nur an wenigen Orten.
Auf den meisten Strecken bleibt es bei den Zügen auf Schienen.
Der große Rekord
Am Ende ist die schnellste Bahn der Welt eine Magnetbahn.
Im Versuch erreichte sie in Japan rund 600 Kilometer in der Stunde.
Im Betrieb fährt eine solche Bahn in China rund 430.
So hält die schwebende Bahn den großen Rekord der Schiene.
Zum Schluss ein Gedanke
Hinter dieser scheinbar einfachen Frage verbirgt sich ein ganzes Stück der großen, vielfältigen und oft überraschenden Welt der Eisenbahn, das einen zweiten Blick durchaus lohnt.
Wer ein wenig genauer hinschaut, entdeckt hinter der knappen Antwort schnell die spannenden Geschichten, die kluge Technik und die lange Geschichte, die dahinterstehen.
So wird aus einer bloßen Frage am Bahnsteig ein kleines Fenster, das den Blick auf ein ganzes und durchaus faszinierendes Themenfeld der Bahn freigibt.
Gerade bei den vielen Angaben und Annahmen rund um die Bahn lohnt es sich, genau hinzuschauen und das Wahre vom Ungefähren zu trennen.
Denn erst wer die Zusammenhänge kennt, versteht das oft verborgene Geschehen rund um Zug, Gleis und Bahnhof am Ende ein gutes Stück besser als zuvor.
Am besten merkt man sich die einfache und klare Antwort gleich für das nächste Mal, wenn das Gespräch wieder einmal auf dieses schöne Thema kommt.
So kann man manch hartnäckigem Gerücht und mancher liebgewonnenen Halbwahrheit über die Bahn künftig ganz gelassen begegnen.
Und ein wenig gesichertes Wissen über die Bahn macht das Reisen am Ende nicht nur interessanter, sondern auch spürbar entspannter.
Denn wer die Hintergründe kennt, der sieht den vorbeifahrenden Zug und den belebten Bahnhof mit ganz anderen Augen.
So wird aus einer kleinen Frage am Ende ein nützliches Stück Wissen, das einen auf jeder weiteren Reise begleitet.
