Stimmt es, dass…?
„Große Bürsten, viel Wasser und ein Zug, der langsam hindurchrollt – die Zugwäsche ähnelt der Autowäsche mehr, als man denkt.“
Stimmt es, dass Züge durch eine Waschanlage fahren wie Autos?
→ Ein Mythos über die Wäsche der Züge auf dem Prüfstand.
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Kurz gesagt
Das stimmt. Auch Züge fahren regelmäßig durch große Waschanlagen mit rotierenden Bürsten, ganz ähnlich wie Autos. Solche Anlagen stehen in den Betriebswerken der Bahn. Sie reinigen die Außenhaut der Züge, während das Innere von Reinigungskräften separat gesäubert wird.
Jeder kennt die Waschanlage für das Auto mit ihren großen, rotierenden Bürsten und den Schwällen aus Wasser und Schaum.
Weniger bekannt ist, dass auch die großen Züge der Bahn auf ganz ähnliche Weise gereinigt werden.
Wie eine solche Zugwäsche abläuft und was sie von der Autowäsche unterscheidet, ist eine überraschend anschauliche Sache.

Die Waschanlage für den Zug
In den Betriebswerken der Bahn stehen große Waschanlagen, durch die die Züge regelmäßig hindurchfahren.
Diese Anlagen funktionieren im Grunde wie eine überdimensionale Version der bekannten Autowaschanlage.
Große, rotierende Bürsten reinigen dabei die Seitenwände und die Front des Zuges von Schmutz und Staub.
Der Zug rollt langsam durch die Anlage, während die Bürsten ihre Arbeit verrichten.

Warum Züge gewaschen werden
Auf ihren langen Fahrten sammeln Züge unweigerlich eine Menge Schmutz an ihrer Außenhaut an.
Bremsstaub, Insekten, Ruß und der Dreck der Strecke setzen sich mit der Zeit auf den Wänden fest.
Ein sauberer Zug macht nicht nur einen besseren Eindruck, sondern lässt sich auch besser auf Schäden untersuchen.
Zudem bleiben saubere Fenster klar, sodass die Reisenden freien Blick nach draußen haben.
Gut zu wissen
Die Waschanlage reinigt nur die Außenhaut des Zuges. Das Innere wird getrennt davon von Reinigungskräften gesäubert.
Moderne Anlagen bereiten das Wasser auf und verwenden es wieder, um trotz ihrer Größe nicht zu viel Frischwasser zu verbrauchen.
Wie oft ein Zug gewaschen wird
Wie oft ein Zug durch die Waschanlage fährt, hängt von seinem Einsatz und der Jahreszeit ab.
Im Winter, wenn Streusalz und Matsch die Züge besonders verschmutzen, ist die Wäsche häufiger nötig.
Viel genutzte Fernzüge werden in kurzen Abständen gereinigt, damit sie stets einen gepflegten Eindruck machen.
So gehört die regelmäßige Fahrt durch die Waschanlage zum ganz normalen Alltag eines jeden Zuges.
Der Unterschied zur Autowäsche
So ähnlich die Zugwäsche der Autowäsche auch ist, es gibt einige wichtige Unterschiede.
Eine Zugwaschanlage ist um ein Vielfaches größer und muss einen viele hundert Meter langen Zug bewältigen.
Anders als beim Auto steht die Anlage still, und der Zug fährt langsam durch sie hindurch.
Zudem wird das Wasser in modernen Anlagen aufwendig aufbereitet und wiederverwendet, um es nicht zu verschwenden.
Handarbeit für die Front
Nicht alles an einem Zug lässt sich von den großen Bürsten allein reinigen.
Besonders die Frontscheibe und empfindliche Teile werden oft zusätzlich von Hand gesäubert.
Auch hartnäckige Verschmutzungen und Schmierereien müssen die Reinigungskräfte eigens entfernen.
So ergänzt die Handarbeit die maschinelle Wäsche an den Stellen, an denen die Bürsten nicht ausreichen.
Die Reinigung im Inneren
Während die Waschanlage nur die Außenhaut des Zuges reinigt, wird das Innere ganz getrennt davon gesäubert.
Reinigungskräfte gehen durch die Wagen, leeren die Abfälle, wischen die Böden und säubern die Toiletten.
Bei den großen Fernzügen geschieht diese Innenreinigung oft schon während der kurzen Wende im Bahnhof.
Eine gründliche Grundreinigung des Innenraums erfolgt dann später im Betriebswerk.
Wasser sparen bei der Wäsche
Eine so große Waschanlage würde ohne besondere Vorkehrungen gewaltige Mengen an Wasser verbrauchen.
Deshalb sind moderne Anlagen darauf ausgelegt, das benutzte Wasser aufzufangen, zu reinigen und erneut zu verwenden.
So lässt sich der Verbrauch an frischem Wasser trotz der Größe der Anlage in Grenzen halten.
Diese Kreislaufführung macht die Zugwäsche deutlich umweltfreundlicher, als man auf den ersten Blick vermuten würde.
Was von dem Mythos übrig bleibt
Am Ende bestätigt sich die anschauliche Vorstellung in vollem Umfang und ganz ohne Übertreibung.
Ja, Züge fahren tatsächlich durch große Waschanlagen mit rotierenden Bürsten, ganz ähnlich wie Autos.
Nur sind diese Anlagen viel größer, und der Zug fährt langsam durch die stehende Anlage hindurch.
Wer das nächste Mal einen besonders sauberen Zug sieht, weiß nun, dass er kurz zuvor wohl durch eine solche Anlage gerollt ist.
Waschen bei jedem Wetter
Besonders anspruchsvoll wird die Zugwäsche in der kalten Jahreszeit, wenn Frost und Streusalz den Zügen zusetzen.
Damit die Anlage bei Minusgraden nicht einfriert, sind viele Waschhallen beheizt oder mit besonderer Technik gegen die Kälte geschützt.
Im Sommer wiederum verkleben zahllose Insekten die Fronten der schnellen Züge und verlangen eine besonders gründliche Reinigung.
So passt sich die scheinbar einfache Zugwäsche in Wahrheit dem Wechsel der Jahreszeiten und den Launen des Wetters an.
Häufige Fragen
Werden Züge wirklich wie Autos gewaschen?
Warum werden Züge gewaschen?
Wie oft wird ein Zug gewaschen?
Wird auch das Innere gereinigt?
Verbraucht das nicht viel Wasser?
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