Stimmt es, dass Züge durch eine Waschanlage fahren wie Autos?

Stimmt es, dass…?

„Große Bürsten, viel Wasser und ein Zug, der langsam hindurchrollt – die Zugwäsche ähnelt der Autowäsche mehr, als man denkt.“

Stimmt es, dass Züge durch eine Waschanlage fahren wie Autos?

→ Ein Mythos über die Wäsche der Züge auf dem Prüfstand.

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Kurz gesagt

Das stimmt. Auch Züge fahren regelmäßig durch große Waschanlagen mit rotierenden Bürsten, ganz ähnlich wie Autos. Solche Anlagen stehen in den Betriebswerken der Bahn. Sie reinigen die Außenhaut der Züge, während das Innere von Reinigungskräften separat gesäubert wird.

Jeder kennt die Waschanlage für das Auto mit ihren großen, rotierenden Bürsten und den Schwällen aus Wasser und Schaum.

Weniger bekannt ist, dass auch die großen Züge der Bahn auf ganz ähnliche Weise gereinigt werden.

Wie eine solche Zugwäsche abläuft und was sie von der Autowäsche unterscheidet, ist eine überraschend anschauliche Sache.

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Foto: Wikimedia-User Jivee Blau, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Die Waschanlage für den Zug

In den Betriebswerken der Bahn stehen große Waschanlagen, durch die die Züge regelmäßig hindurchfahren.

Diese Anlagen funktionieren im Grunde wie eine überdimensionale Version der bekannten Autowaschanlage.

Große, rotierende Bürsten reinigen dabei die Seitenwände und die Front des Zuges von Schmutz und Staub.

Der Zug rollt langsam durch die Anlage, während die Bürsten ihre Arbeit verrichten.

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Foto: Wikimedia-User Jivee Blau, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Warum Züge gewaschen werden

Auf ihren langen Fahrten sammeln Züge unweigerlich eine Menge Schmutz an ihrer Außenhaut an.

Bremsstaub, Insekten, Ruß und der Dreck der Strecke setzen sich mit der Zeit auf den Wänden fest.

Ein sauberer Zug macht nicht nur einen besseren Eindruck, sondern lässt sich auch besser auf Schäden untersuchen.

Zudem bleiben saubere Fenster klar, sodass die Reisenden freien Blick nach draußen haben.

Gut zu wissen

Die Waschanlage reinigt nur die Außenhaut des Zuges. Das Innere wird getrennt davon von Reinigungskräften gesäubert.

Moderne Anlagen bereiten das Wasser auf und verwenden es wieder, um trotz ihrer Größe nicht zu viel Frischwasser zu verbrauchen.

Wie oft ein Zug gewaschen wird

Wie oft ein Zug durch die Waschanlage fährt, hängt von seinem Einsatz und der Jahreszeit ab.

Im Winter, wenn Streusalz und Matsch die Züge besonders verschmutzen, ist die Wäsche häufiger nötig.

Viel genutzte Fernzüge werden in kurzen Abständen gereinigt, damit sie stets einen gepflegten Eindruck machen.

So gehört die regelmäßige Fahrt durch die Waschanlage zum ganz normalen Alltag eines jeden Zuges.

Der Unterschied zur Autowäsche

So ähnlich die Zugwäsche der Autowäsche auch ist, es gibt einige wichtige Unterschiede.

Eine Zugwaschanlage ist um ein Vielfaches größer und muss einen viele hundert Meter langen Zug bewältigen.

Anders als beim Auto steht die Anlage still, und der Zug fährt langsam durch sie hindurch.

Zudem wird das Wasser in modernen Anlagen aufwendig aufbereitet und wiederverwendet, um es nicht zu verschwenden.

Handarbeit für die Front

Nicht alles an einem Zug lässt sich von den großen Bürsten allein reinigen.

Besonders die Frontscheibe und empfindliche Teile werden oft zusätzlich von Hand gesäubert.

Auch hartnäckige Verschmutzungen und Schmierereien müssen die Reinigungskräfte eigens entfernen.

So ergänzt die Handarbeit die maschinelle Wäsche an den Stellen, an denen die Bürsten nicht ausreichen.

Die Reinigung im Inneren

Während die Waschanlage nur die Außenhaut des Zuges reinigt, wird das Innere ganz getrennt davon gesäubert.

Reinigungskräfte gehen durch die Wagen, leeren die Abfälle, wischen die Böden und säubern die Toiletten.

Bei den großen Fernzügen geschieht diese Innenreinigung oft schon während der kurzen Wende im Bahnhof.

Eine gründliche Grundreinigung des Innenraums erfolgt dann später im Betriebswerk.

Wasser sparen bei der Wäsche

Eine so große Waschanlage würde ohne besondere Vorkehrungen gewaltige Mengen an Wasser verbrauchen.

Deshalb sind moderne Anlagen darauf ausgelegt, das benutzte Wasser aufzufangen, zu reinigen und erneut zu verwenden.

So lässt sich der Verbrauch an frischem Wasser trotz der Größe der Anlage in Grenzen halten.

Diese Kreislaufführung macht die Zugwäsche deutlich umweltfreundlicher, als man auf den ersten Blick vermuten würde.

Was von dem Mythos übrig bleibt

Am Ende bestätigt sich die anschauliche Vorstellung in vollem Umfang und ganz ohne Übertreibung.

Ja, Züge fahren tatsächlich durch große Waschanlagen mit rotierenden Bürsten, ganz ähnlich wie Autos.

Nur sind diese Anlagen viel größer, und der Zug fährt langsam durch die stehende Anlage hindurch.

Wer das nächste Mal einen besonders sauberen Zug sieht, weiß nun, dass er kurz zuvor wohl durch eine solche Anlage gerollt ist.

Waschen bei jedem Wetter

Besonders anspruchsvoll wird die Zugwäsche in der kalten Jahreszeit, wenn Frost und Streusalz den Zügen zusetzen.

Damit die Anlage bei Minusgraden nicht einfriert, sind viele Waschhallen beheizt oder mit besonderer Technik gegen die Kälte geschützt.

Im Sommer wiederum verkleben zahllose Insekten die Fronten der schnellen Züge und verlangen eine besonders gründliche Reinigung.

So passt sich die scheinbar einfache Zugwäsche in Wahrheit dem Wechsel der Jahreszeiten und den Launen des Wetters an.

Häufige Fragen

Werden Züge wirklich wie Autos gewaschen?
Ja. In den Betriebswerken stehen große Waschanlagen mit rotierenden Bürsten, durch die die Züge langsam hindurchfahren.
Warum werden Züge gewaschen?
Weil sich auf langen Fahrten Bremsstaub, Insekten und Ruß ansammeln. Ein sauberer Zug lässt sich zudem besser auf Schäden prüfen.
Wie oft wird ein Zug gewaschen?
Je nach Einsatz und Jahreszeit. Im Winter mit Salz und Matsch häufiger. Viel genutzte Fernzüge werden in kurzen Abständen gereinigt.
Wird auch das Innere gereinigt?
Ja, aber getrennt von der Wäsche. Reinigungskräfte säubern die Wagen, oft schon während der Wende im Bahnhof, gründlich später im Werk.
Verbraucht das nicht viel Wasser?
Moderne Anlagen fangen das Wasser auf, reinigen es und verwenden es wieder. So bleibt der Verbrauch trotz der Größe in Grenzen.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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