Bahn-Slam · Stimmt es, dass …?
„Sehr geehrte Fahrgäste, der Zug wendet nicht. Der Lokführer wechselt einfach ans andere Ende.“
Stimmt es, dass ein ICE in beide Richtungen gleich schnell fährt?
→ Kein Wenden, kein Umspannen: Ein ICE hat vorn und hinten einen Führerstand.
Lesezeit: 5 Minuten · Mythen-Check
Kurz gesagt
Ja. Ein ICE hat an beiden Enden einen Führerstand und fährt in beide Richtungen gleich schnell. Am Ende der Strecke muss er nicht gewendet werden – der Lokführer wechselt einfach an das andere Ende des Zuges.

Ein Auto hat vorne ein Lenkrad und fährt rückwärts nur langsam. Bei einem ICE ist das anders.
Er ist gebaut, um in beide Richtungen mit voller Geschwindigkeit zu fahren.
Ein Kopf an jedem Ende
Der klassische ICE hat an beiden Enden einen Triebkopf oder Steuerwagen mit Führerstand. Egal, in welche Richtung es geht – vorne sitzt immer ein Lokführer.
Deshalb gibt es kein „vorwärts“ und „rückwärts“ wie beim Auto. Beide Richtungen sind gleichwertig.
Warum das praktisch ist
An einem Kopfbahnhof, wo die Gleise enden, muss der Zug nicht aufwendig gewendet werden.
Der Lokführer geht einfach ans andere Ende, steigt in den dortigen Führerstand – und los geht es in die Gegenrichtung, genauso schnell wie zuvor.
Wendezug und Triebzug
Viele Nahverkehrszüge fahren als „Wendezug“: Lok am einen Ende, Steuerwagen mit Führerstand am anderen. So muss die Lok nicht umsetzen.
Der ICE ist ein Triebzug: Der Antrieb steckt im ganzen Zug verteilt oder in zwei Triebköpfen – ebenfalls für beide Richtungen.
Das Urteil
Stimmt. Ein ICE fährt in beide Richtungen gleich schnell.
Dank Führerstand an beiden Enden muss er nie wenden – ein großer Vorteil im Betrieb.
Häufige Fragen
Muss ein ICE am Ende der Strecke gewendet werden?
Fährt ein ICE rückwärts langsamer?
Gilt das für alle Züge?
Warum sieht der ICE vorne und hinten gleich aus?
Weiterfahrt
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