Haben ICE-Züge Namen? Der Mythen-Check zu den getauften Zügen

Bahn-Slam · Stimmt es, dass …?

„Sehr geehrte Fahrgäste, herzlich willkommen an Bord des ICE „München“.“

Stimmt es, dass ICE-Züge Namen haben?

→ München, Rostock, Berlin – viele ICE tragen einen Städtenamen. Seit wann eigentlich?

Lesezeit: 6 Minuten · Mythen-Check

Kurz gesagt

Ja. Seit 2002 tauft die Deutsche Bahn ihre ICE-Züge auf die Namen deutscher Städte. Den Anfang machte der ICE „Berlin“. Den Namen findet man außen am Triebkopf, nahe dem Führerstand.

ICE der Deutschen Bahn
Foto: 4300streetcar, CC BY 4.0, via Wikimedia Commons

Wer am Bahnsteig genau hinschaut, entdeckt es manchmal: einen Stadtnamen, seitlich am spitzen Kopf des ICE. „München“, „Rostock“, „Oldenburg“.

Ein netter Zufall? Nein. Die Deutsche Bahn tauft ihre Schnellzüge tatsächlich – wie früher die Schiffe.

Seit 2002 wird getauft

Den Anfang machte der ICE „Berlin“. Er wurde am 31. Oktober 2002 im Berliner Ostbahnhof feierlich auf den Namen getauft.

Damit begann ein Programm, das bis heute läuft: Nach und nach bekommen die Züge den Namen einer deutschen Stadt. Ältere, einzelne Zugnamen aus der Anfangszeit wurden dafür abgelöst.

Die Stadt als Pate

Zu Beginn sollten rund fünfzig der damals 216 ICE-Züge einen Namen bekommen. Die Bahn bot ausgewählten Städten eine Patenschaft an.

Eine Stadt, die zum Paten wird, ist bei der Taufe dabei – und begegnet ihrem Namen danach im ganzen Land wieder, quer durch die Republik auf Schienen.

Den Schriftzug selbst findet man außen am Triebkopf, also am vordersten Wagen direkt hinter dem Führerstand.

Warum überhaupt Namen?

Namen schaffen Nähe. Ein „ICE München“ ist fassbarer als eine nüchterne Zugnummer.

Für die Paten-Städte ist es außerdem Werbung: Ihr Name fährt jahrelang durch ganz Deutschland.

ICE-Taufen in Zahlen

2002

erste Taufe

ICE „Berlin“, 31. Oktober

~50

erste Paten-Städte

zu Beginn ausgewählt

216

ICE-Flotte

Stand zur ersten Taufe

Quelle: Deutsche Bahn (Pressemitteilung 2002), Wikipedia.

Das Taufprogramm wird bis heute fortgeführt.

Das Urteil

Stimmt. Viele ICE tragen einen echten Städtenamen.

Seit 2002 werden die Züge getauft – wer genau hinsieht, fährt vielleicht im „Hamburg“ oder „Nürnberg“ mit.

Häufige Fragen

Haben alle ICE einen Namen?
Nein, nicht lückenlos. Das Taufprogramm läuft seit 2002 und wird fortgeführt, aber es bekommt nicht jeder einzelne Zug sofort einen Namen. Viele tragen inzwischen einen Städtenamen.
Wo steht der Name am Zug?
Seitlich am Triebkopf, dem vordersten Wagen direkt hinter dem Führerstand. Dort ist der Stadtname als Schriftzug angebracht.
Welcher war der erste getaufte ICE?
Der ICE „Berlin“, getauft am 31. Oktober 2002 im Berliner Ostbahnhof. Danach folgten weitere deutsche Städte.
Wie wird eine Stadt zum Paten?
Die Deutsche Bahn bietet ausgewählten Städten eine Patenschaft an. Die Stadt ist dann bei der Taufe dabei und gibt ihren Namen an den Zug.

Weiterfahrt

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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