Stimmt es, dass ICE-Züge Namen haben?

Stimmt es, dass …?

„Willkommen an Bord dieses ICE – dieser Zug trägt sogar einen eigenen Namen.“

Stimmt es, dass ICE-Züge Namen haben?

→ Wir prüfen den Mythos – und schauen, welche Städte auf Schienen unterwegs sind.

Lesezeit: 6 Minuten · Schalter: Mythen

Kurz gesagt

Schiffe haben Namen, Flugzeuge auch. Aber Züge? Tatsächlich tragen viele ICE einen eigenen Namen. Wir haben den Mythos geprüft.

Gleisanlagen in Rosenheim
Foto: Tiia Monto, CC BY 4.0, via Wikimedia Commons

Wie ein Zug getauft wird

Die Taufe eines ICE ist ein kleines Fest.

Vertreter der Stadt und der Bahn kommen zusammen, eine Rede wird gehalten, und der Name wird feierlich enthüllt.

Für die Stadt ist es eine Ehre, mit einem Zug durchs Land zu fahren.

Von da an trägt der Zug seinen Namen fest.

Er steht in den Papieren des Fahrzeugs und außen am Wagen.

So wird aus einem anonymen Stück Technik ein Botschafter seiner Stadt.

Warum Städte darauf stolz sind

Ein getaufter ICE fährt kreuz und quer durch Deutschland und darüber hinaus.

Überall, wo er hält, ist der Stadtname zu sehen.

Das ist Werbung, die sich keine Stadt entgehen lässt.

Für die Bürger ist es ein schöner Gedanke, den eigenen Stadtnamen auf einem schnellen, modernen Zug zu wissen.

Kein Wunder, dass sich viele Städte um eine solche Taufe bemühen.

Namen mit Geschichte

Die Tradition, Züge zu benennen, ist alt.

Schon früher trugen berühmte Fernzüge klangvolle Namen, oft nach Zielen oder Landschaften.

Manche dieser Namen sind bis heute ein Begriff.

Der ICE knüpft daran an.

Statt an ferne Ziele erinnern seine Namen aber an die Städte am Netz – ein moderner Zug mit einer alten, sympathischen Tradition.

Ein kleines Spiel für unterwegs

Wer mit Kindern reist, kann daraus ein Spiel machen: Welchen Namen trägt unser Zug heute? Ein kurzer Blick nach draußen beim Einsteigen genügt oft, um es herauszufinden.

So wird aus einer alltäglichen Fahrt eine kleine Entdeckung.

Und plötzlich ist der ICE nicht mehr nur irgendein Zug, sondern zum Beispiel die stolze „Stadt Freiburg“.

Nicht nur der ICE

Namen tragen nicht nur ICE-Züge.

Auch manche Regionalzüge oder historische Fahrzeuge sind getauft.

Die Idee, einem Fahrzeug eine Identität zu geben, ist in der ganzen Bahnwelt verbreitet.

Sogar Lokomotiven bekommen manchmal Namen, etwa nach Personen oder Orten.

So wird aus einer Nummer im Betriebsbuch ein Fahrzeug mit Charakter, das die Menschen wiedererkennen.

Ein Stück Wertschätzung

Am Ende ist die Taufe ein Zeichen der Wertschätzung – für die Technik und für die Städte am Netz.

Sie macht deutlich, dass hinter dem nüchternen Verkehr auch Stolz und Verbundenheit stecken.

Wer das weiß, sieht den nächsten ICE vielleicht mit anderen Augen.

Es ist nicht irgendein Zug, sondern womöglich der stolze Namensträger einer vertrauten Stadt.

Baureihe 430 der S-Bahn Rhein-Main in Frankfurt
Foto: Clic, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Ein Mythos, der stimmt

Der Mythos stimmt also: Viele ICE tragen tatsächlich einen Namen.

Es lohnt sich, beim nächsten Mal darauf zu achten – vielleicht reist man ja in der „Stadt Freiburg“ oder der „Hansestadt Hamburg“.

So wird aus einem anonymen Hochgeschwindigkeitszug ein alter Bekannter mit Namen.

Ein charmantes Detail, das die nüchterne Technik ein wenig menschlicher macht.

Und so trägt mancher scheinbar anonyme Zug in Wahrheit einen stolzen Namen quer durch die Republik – man muss nur beim Einsteigen kurz hinschauen.

So verbindet die Namensgebung Technik und Heimat: Jeder getaufte Zug trägt ein Stück seiner Stadt mit sich, quer durch das ganze Land.

Das Urteil vorweg

Stimmt – viele ICE-Züge tragen einen eigenen Namen.

Meist sind es Namen von Städten, auf die die Züge getauft wurden.

Nicht jeder Zug hat aber einen Namen, und man sieht ihn nicht immer.

Die Antwort lautet: Ja.

Viele ICE-Züge haben tatsächlich einen Namen.

Wie ein Schiff werden sie feierlich getauft – meist auf den Namen einer deutschen Stadt.

Städte auf Schienen

Ob „Mannheim“, „Freiburg“ oder „Hansestadt Hamburg“: Quer durch Deutschland fahren Städte auf Rädern.

Die Taufe ist für die betreffende Stadt eine Ehre und wird oft mit einem kleinen Fest begangen.

Die Idee begann in den 1990er Jahren mit dem ersten ICE. Man wollte den neuen Hochgeschwindigkeitszügen eine Persönlichkeit geben und zugleich die Verbundenheit mit den Städten am Netz zeigen.

Wo der Name steht

Der Name steht meist außen am Zug, in der Nähe des Führerstands.

Wer am Bahnsteig darauf achtet, entdeckt ihn dort.

Manchmal gibt es auch im Inneren einen Hinweis auf den Namen des Zuges.

Weil er unauffällig angebracht ist, übersehen ihn die meisten Reisenden.

Wer aber einmal darauf achtet, findet plötzlich auf vielen Fahrten einen getauften Zug.

Nicht jeder Zug hat einen Namen

Allerdings trägt nicht jeder ICE einen Namen.

Es gibt mehr Züge als getaufte Städtenamen.

Manche Fahrzeuge fahren daher namenlos durchs Land, andere tragen stolz ihren Stadtnamen.

Auch andere Zuggattungen können Namen haben.

Früher trugen berühmte Fernzüge klangvolle Bezeichnungen.

Die Tradition, Züge zu benennen, ist also älter als der ICE.

Fazit

Der Mythos stimmt: Viele ICE-Züge tragen einen eigenen Namen.

Meist sind es Städtenamen, auf die die Züge feierlich getauft wurden.

Nicht jeder Zug hat einen Namen; er steht meist außen nahe dem Führerstand.

Häufige Fragen

Haben ICE-Züge wirklich Namen?
Ja, viele. Sie werden wie Schiffe getauft, meist auf den Namen einer deutschen Stadt.
Wo finde ich den Namen?
Meist außen am Zug, in der Nähe des Führerstands. Wer am Bahnsteig darauf achtet, entdeckt ihn dort.
Hat jeder ICE einen Namen?
Nein. Es gibt mehr Züge als vergebene Städtenamen. Manche ICE fahren daher namenlos, andere tragen stolz ihren Stadtnamen.

Weiterfahrt

→ Haben Personenzüge immer Vorrang? – noch ein Mythos

→ Ortstermin: Berlin Ostkreuz – ein Riesenbahnhof

→ Was kostet die Generalsanierung? – die Zahlen dazu

→ Zurück zum Finder

Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

Zeige alle Beiträge von BahnSlam →